Bundesliga

Auch Hertha BSC beantragt Vollauslastung des Olympiastadions

Fürs Heimspiel gegen Augsburg

Auch Hertha beantragt Stadion-Vollauslastung

Für Veranstaltungen in der Hauptstadt wird bereits ein 2G-plus-Modell vorbereitet.

Für Veranstaltungen in der Hauptstadt wird bereits ein 2G-plus-Modell vorbereitet. imago images/Nordphoto

Der inzwischen bei der zuständigen Senatsverwaltung für Inneres und Sport eingegangene Hertha-Antrag zielt auf Vollauslastung, enthält nach kicker-Informationen aber vorsorglich eine Staffelung mit weniger Zuschauern, falls die volle Auslastung nicht genehmigt werden sollte. Dass im Heimspiel gegen den FC Augsburg am 27. November auch im Fall eines positiven Senats-Bescheides nicht annähernd die volle Kapazität von 74.475 Zuschauern ausgeschöpft wird, ist allen Beteiligten klar.

Im letzten Vor-Corona-Heimspiel gegen den FCA kamen im Dezember 2018 lediglich 27.939 Besucher ins Olympiastadion. Allerdings würde die Zustimmung zu dem Antrag Herthas Spielraum erhöhen. Bei den vergangenen Heimspielen - noch unter 3G-Bedingungen - lag die Kapazitätsgrenze jeweils bei 25.000 Besuchern. Gegen Leverkusen im bislang letzten Heimspiel wohnten 22.187 Fans dem Geschehen bei, am 9. Spieltag gegen Borussia Mönchengladbach war das Olympiastadion mit ebenjenen 25.000 zugelassenen Zuschauern zum bislang einzigen Mal in dieser Saison ausverkauft.

Stark mit gemischten Gefühlen

Unions Antrag auf Vollauslastung der Alten Försterei war von Senatsseite stattgegeben worden. Damit wird am Samstag gegen den Stadtrivalen Hertha erstmals seit dem 1. März 2020 (2:2 gegen Wolfsburg) wieder vor vollem Haus gespielt - trotz bundesweit steigender Coronavirus-Infektionszahlen. Als "schon geil", aber zugleich auch "ein bisschen komisch" hatte Hertha-Abwehrspieler Niklas Stark am Mittwoch die Vollauslastung bezeichnet und gesagt: "Natürlich hat man im Hinterkopf, dass die Zahlen im Moment wieder rasant nach oben gehen."

Voraussetzung für die Vollauslastung des Stadions ist die vom Berliner Senat in der Vorwoche beschlossene und seit Montag geltende 2G-Regel, die nur noch Geimpften und Genesenen Zutritt zu Veranstaltungen erlaubt. Vor dem Beschluss der flächendeckenden 2G-Regel durch den Berliner Senat war es den Vereinen freigestellt, ob sie nur Geimpfte und Genese ins Stadion lassen oder - wie von Union und Hertha bisher praktiziert - ein 3G-Konzept fahren.

Alkoholverbot an der Alten Försterei

Beim als Risikospiel eingestuften Derby am Samstag gilt in der Alten Försterei ein Alkoholverbot. Außerdem müssen alle Zuschauer einen Mund-Nasen-Schutz tragen, solange sie sich nicht am Platz befinden. Neben den Senatsverordnungen appellieren beide Vereine an ihre Fans, sich vor dem Stadionbesuch zusätzlich testen zu lassen, und empfehlen auch am Platz das Tragen einer Maske, um für zusätzlichen Infektionsschutz zu sorgen.

Für Veranstaltungen in der Hauptstadt wird unterdessen bereits ein 2G-plus-Modell vorbereitet, das vermutlich in der kommenden Woche Gültigkeit erlangen soll. Dann wäre auch Herthas Heimspiel gegen den FCA davon betroffen. Bereits am Dienstag hatte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) im Rahmen einer Pressekonferenz erklärt: "Wir bereiten das für nächste Woche vor, dass wir über 2G hinaus die Möglichkeit haben, 2Gplus umzusetzen." Welche Maßnahmen eine 2G-plus-Regelung für Veranstaltungen im Freien im Einzelnen beinhalten soll, ist noch offen.

rei/str

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