2. Bundesliga

Auch Hertha atmet auf: Lizenz für alle 36 Erst- und Zweitligisten

DFL nickt alle Bewerber ab

Auch Hertha atmet auf: Lizenz für alle 36 Erst- und Zweitligisten

Im Berliner Olympiastadion wird künftig Zweitliga-Fußball von Hertha BSC gespielt.

Im Berliner Olympiastadion wird künftig Zweitliga-Fußball von Hertha BSC gespielt. picture alliance / Fotostand

Die DFL beließ es am Montagmittag bei einer knappen Mitteilung, doch für Hertha BSC ist der Inhalt eine große Erleichterung. Demnach haben "alle 36 sportlich qualifizierten Bewerber die Lizenz für die kommende Saison 2023/24 der Bundesliga und 2. Bundesliga" erhalten. Diese Entscheidung habe der Lizenzierungsausschuss der DFL an diesem Montag getroffen.

Die Berliner, die als Bundesliga-Schlusslicht den Gang in die 2. Bundesliga antreten müssen, hatten sich gehörig strecken müssen, um die Lizenz zu erhalten - und hatten nun Erfolg. In dem im März eingereichten Lizenzierungsantrag hatten der DFL dem Vernehmen nach mehr Sicherheiten gefehlt.

"Das ist eine gute Nachricht für Hertha BSC", erklärte Geschäftsführer Thomas Herrich am Montag in einer Mitteilung des Hauptstadtklubs. "Wir haben in den vergangenen Wochen und Monaten unsere Hausaufgaben gemacht, zum notwendigen Zeitpunkt am vergangenen Mittwoch alle geforderten Unterlagen bei der DFL eingereicht und alle gestellten Anforderungen erfüllt." 

Konkret galt es für die seit Jahren defizitär arbeitende Hertha, eine Liquiditätslücke von rund 20 Millionen Euro zu schließen. Außerdem ging es um die Absicherung der Ende 2018 aufgelegten, börsennotierten 40-Millionen-Euro-Nordic-Bond-Anleihe, deren Laufzeit der Klub um zwei Jahre - bis November 2025 - bei erhöhtem Zinssatz (von 6,5 auf 8,5 Prozent) verlängern will.

Die institutionellen Anleihegläubiger (Banken, Vermögensverwalter, Versicherungen, Pensionsfonds etc.) haben in dem Ende Mai gestarteten schriftlichen Verfahren noch bis zum 19. Juni Zeit, der Verlängerung der Laufzeit zuzustimmen. Präsident Kay Bernstein hatte sich zuletzt zuversichtlich gezeigt.

Hertha freut sich über "Planungssicherheit"

"Im Sinne eines integren und fairen Wettbewerbs überprüft die DFL finanzielle, sportliche, rechtliche und personell-administrative Kriterien, ebenso Kriterien in Bezug auf Stadien sowie erstmals auch Nachhaltigkeit und die Virtual Bundesliga", teilte die DFL am Montag mit. Hertha hatte wie "einige" andere Klubs bis Anfang Juni Bedingungen zu erfüllen, um die Lizenz zu erhalten. Jetzt steht fest: Alle Betroffenen haben diese fristgerecht erfüllt.

Damit können die Berliner um ihren alten und neuen Trainer Pal Dardai sich nun voll auf das Projekt Wiederaufstieg konzentrieren. Heikel bleibt die finanzielle Lage beim Hauptstadtklub vorerst dennoch. "Unser Prozess der wirtschaftlichen Konsolidierung, Restrukturierung und Sanierung wurde bereits vor Monaten gestartet und ist weiterhin in vollem Gange", so Herrich. "Das gilt ebenso für die sportlichen Planungen hinsichtlich der anstehenden Saison. Die Erteilung der Lizenz durch die DFL gibt uns Planungssicherheit. Wir werden weiterhin intensiv daran arbeiten, wirtschaftlich zu gesunden und dabei gleichzeitig einen Kader zusammenzustellen, der wettbewerbsfähig ist."

jpe

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