Bundesliga

Aubameyang: Wechsel nur noch im Juli?

Dortmund will sich zeitlich nicht unter Druck setzen

Aubameyang: Wechsel nur noch im Juli?

So kennt man ihn in Dortmund: Pierre-Emerick Aubameyang pfeilschnell Richtung gegnerisches Gehäuse.

So kennt man ihn in Dortmund: Pierre-Emerick Aubameyang pfeilschnell Richtung gegnerisches Gehäuse. imago

Nach dem Ende der laufenden Spielzeit schien Aubameyangs Abschied nach China angesichts der Lockrufe aus dem Land der märchenhaften Gagen und Wahnsinns-Ablösen bisweilen nur eine Frage der Zeit zu sein. Der chinesische Klub Tianjin Quanjian buhlte lange Zeit um den Torschützenkönig der Bundesliga (31 Tore), doch aktuell gibt es keinerlei Signale aus Fernost, dass dem BVB auf den letzten Drücker ein Angebot über die geforderten 80 Millionen Euro vorgelegt wird - auch weil das chinesische Transfersystem Einiges an Stolperfallen bereit hält.

"Es gibt keinen Stand", sagte Sportdirektor Michael Zorc am Donnerstag im Flieger nach Japan. "Es sind noch rund 24 Stunden. Von den Gerüchten her wird es sicher noch mal hektisch werden. Wenn man den Wechsel von Modeste beobachtet hat, sollte man sich mit Prognosen zurückhalten."

"Wir würden uns freuen, wenn Auba bleibt", erklärte indes Kapitän Marcel Schmelzer, denn "wir wissen, wie wichtig er für uns ist. Er hat nicht umsonst die Torjägerkanone geholt. Er ist einer der wichtigsten Spieler unsere Mannschaft."

Sollte die Möglichkeit China ab Freitag Geschichte sein, könnte die Stunde jener finanzstarken Klubs schlagen, die echte Sturm-Granaten suchen und vor allem Kylian Mbappé vom AS Monaco im Visier haben - als da wären Real Madrid, Paris St. Germain, FC Arsenal oder Manchester City. All jene, die den 18-jährigen französischen Nationalspieler dann nicht bekommen, dürften vor allem auf Aubameyang schielen.

Keine Erfahrung wie Schalke mit Sané

Allerdings wollen die Verantwortlichen der Borussia nach kicker-Informationen ein eigenes Zeitfenster für einen Transfer Aubameyangs festlegen, BVB-Insider schließen nach heutigem Stand aus, dass der Gabuner den Klub im August verlässt. Die Dortmunder wollen nicht die gleichen Erfahrungen machen, wie ihr Revierrivale FC Schalke mit dem Abgang von Leroy Sané, der am 2. August 2016 (25 Tage vor dem Bundesliga-Auftakt der Königsblauen) zu Manchester City wechselte.

In diesem Jahr startet die Bundesliga für die Borussen am 19. August mit dem Spiel in Wolfsburg, insofern müsste ein möglicher Aubameyang-Nachfolger reichlich zügig gefunden werden. Zuletzt brachten englische Medien den französischen Nationalspieler Olivier Giroud vom FC Arsenal ins Gespräch. Denn nur mit André Schürrle und dem Ex-Freiburger Maximilian Philipp für die Angriffsmitte will der letztjährige Tabellendritte nicht in die Saison starten.

Auch Hitzfeld hofft auf Aubameyangs Verbleib

Dortmunds früherer Erfolgstrainer Ottmar Hitzfeld hofft, dass die Macher der Borussia "standhaft" bleiben, "auf den Vertrag mit Aubameyang bestehen und ihn nicht gehen lassen. Es wäre ein Riesenverlust für die Bundesliga." Vor allem aber für Dortmund.

Nächstes Gerücht: 60 Millionen vom AC Mailand

Das jüngste Gerücht zu Aubameyang kommt aus Italien. Wie die Gazzetta dello Sport berichtet, soll dem BVB ein Angebot über 60 Millionen Euro für den 28-Jährigen vorliegen, das sein Ex-Klub AC Mailand abgegeben haben soll. Unabhängig davon, dass der BVB nicht bereit ist, den Stürmer unter 80 Millionen Euro zu verkaufen, liegt den Dortmundern nach kicker-Informationen aktuell kein Angebot für Aubameyang vor.

Gegen den AC Mailand spielt der BVB am kommenden Dienstag im chinesischen Guangzhou.

bst/hen

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