Bundesliga

Aston Villa zahlt 55 Millionen für Diaby plus Boni

Französischer Nationalspieler wird zweitteuerster Abgang in Leverkusens Klub-Geschichte

Aston Villa zahlt 55 Millionen für Diaby plus Boni

Moussa Diaby wird der zweitteuerste Abgang Bayer Leverkusen s werden.

Moussa Diaby wird der zweitteuerste Abgang Bayer Leverkusen s werden. IMAGO/Chai v.d. Laage

Es ist ein klassischer Bayer-04-Deal. Moussa Diaby, 2019 für 15 Millionen Euro Ablöse von Paris Saint-Germain gekommen, wechselt vier Jahre später für den quasi vierfachen Preis in die Premier League. Aston Villa, Teilnehmer an der Europa Conference League in der anstehenden Saison, lässt sich den französischen Nationalspieler definitiv 55 Millionen Euro kosten, die durch Boni am Ende auf die von Leverkusener Seite angestrebten 60 Millionen Euro anwachsen können. Zunächst hatte die "Bild" über die genaue Ablöse berichtet.

Schon ohne diese möglichen Zusatzzahlungen wird sich der schnelle Angreifer damit an Platz zwei der teuersten Leverkusener Abgänge setzen. Einzig Nationalspieler Kai Havertz (heute FC Arsenal), für dessen Transfer zum FC Chelsea im Jahr 2020 Bayer inklusive Boni rund 100 Millionen Euro kassierte, sorgte für eine noch höhere Einnahme in der Klub-Geschichte.

Schon am Freitagabend im Testspiel gegen den SC Paderborn (17.30 Uhr) wird Diaby nicht mehr zum Kader Leverkusens gehören. Bereits in den nächsten Tagen soll er den Medizincheck in England absolvieren, anschließend der Transfer offiziell verkündet werden.

Bei Aston Villa, das sich im Werben um Diaby gegen den Cristiano-Ronaldo- Klub Al-Nassr aus Saudi-Arabien durchsetzte, trifft der langjährige Leistungsträger auf seinen ehemaligen Leverkusener Kollegen Leon Bailey, der bislang mit 32 Millionen Euro, die 2021 flossen, den Status des zweitteuersten Bayer-Abgangs innehatte. Die Villans greifen also künftig mit einer Flügelzange aus Leverkusen an.

Diaby-Millionen verschaffen Bayer den nötigen Handlungsspielraum

Für den Bundesligisten stellen die Diaby-Millionen die zweite bedeutende Transfereinnahme dieses Sommers dar, nachdem bereits Linksverteidiger Mitchel Bakker für zehn Millionen Euro plus Boni an Atalanta Bergamo verkauft wurde. Das Geld aus England verschafft Bayer 04, das in diesem Sommer einen Transferüberschuss erwirtschaften muss, der zwischen zehn und 20 Millionen Euro liegen soll, den nötigen Handlungsspielraum, um in der Offensive zu handeln.

Denn neben einem Ersatz für Diaby benötigt der Klub auch eine Alternative zu Torjäger Patrik Schick, der nach einer Leistenoperation noch bis mindestens Anfang Oktober ausfällt. Dass Bayer 04 dabei ein Auge auf Victor Boniface (22) von Union Saint-Gilloise geworfen hat, berichtete der kicker bereits Anfang Juni. Jetzt ist der bullige Angreifer, der über 15 Millionen Euro Ablöse kosten würde, ein konkreter Kandidat fürs Sturmzentrum.

Stephan von Nocks

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