Bundesliga

Ascacibar steigt auf und wechselt zur Hertha

VfB Stuttgart lässt Argentinier ziehen

Ascacibar steigt auf und wechselt zur Hertha

Macht den Abflug in Stuttgart: Santiago Ascacibar.

Macht den Abflug in Stuttgart: Santiago Ascacibar. picture alliance

"Es waren zweieinhalb tolle Jahre beim VfB", sagte Ascacibar in der offiziellen Verlautbarung der Schwaben am Mittwochabend. "Ich habe mich in Stuttgart sehr wohlgefühlt und viele freundliche Leute kennengelernt." Stuttgarts Sportdirektor Sven Mislintat erklärte, dass der Klub damit gerechnet habe, "dass es auch in der aktuellen Transferperiode Kaufinteressenten für Santi geben" werde. Der Spieler habe "immer mit vollem Einsatz und mit großer Leidenschaft das VfB-Trikot getragen, auch in Phasen, in denen seine persönliche Situation nicht einfach war." Schon zu Saisonbeginn hatte der Zweitligist dem Spieler Gesprächsbereitschaft bei einem entsprechenden Angebot signalisiert. "Nachdem Hertha BSC ein solches Angebot abgegeben hat und Santi signalisiert hat, dass er nach Berlin wechseln möchte, haben wir eine für alle Beteiligten gute Lösung gefunden", so Mislintat.

Die Hertha, die den Spieler gleich mit ins Winter-Vorbereitungscamp in die Vereinigten Staaten mitnimmt, wird für die Beschäftigung von Ascacibar rund elf Millionen Euro Basisablöse inklusive weiterer Boni in Millionenhöhe in Richtung Stuttgart überweisen müssen. Sportchef Michael Preetz kommentierte den Transfer: "Santiago ist als Spielertyp im zentralen Mittelfeld flexibel einsetzbar. Mit seinen 22 Jahren ist er ein junger und entwicklungsfähiger Mittelfeldspieler, der sehr zweikampfstark ist. Wir freuen uns sehr, einen weiteren sehr talentierten Spieler in unseren Reihen zu haben."

Schon im Sommer wollte Ascacibar gehen

Ascacibar war erst 2017 zum damaligen Aufsteiger aus Stuttgart gewechselt. Bereits nach dem erneuten Abstieg der Schwaben im vergangenen Sommer wollte er den Verein verlassen und verkrachte sich überdies mit dem kurz vor Weihnachten entlassenen Trainer Tim Walter.

Allerdings spielte sich der 22-Jährige zuletzt wieder zurück ins Team (13 Einsätze in der Liga) und besaß am Neckar noch einen Vertrag bis 2023. Doch der VfB kann seinen Abgang gut kompensieren, gibt es im Stuttgarter Kader doch mit Orel Mangala, Wataru Endo oder Atakan Karazor ausreichend Personal fürs defensive Mittelfeld.

Umso spannender wird die Besetzung im Berliner Mittelfeld in der Zukunft sein. Mit Ascacibar bekommt die Hertha einen "giftigen" Mittelfeldspieler, mit Ondrej Duda scheint ein spielerisch starker Mittelfeldmann vor seinem Abschied von der "alten Dame" zu stehen.

tru

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