Bundesliga

Arnold: "... dann kommen wir mit dem ICE"

Der Wolfsburger über sein Tor, die Champions League und Pfiffe

Arnold: "... dann kommen wir mit dem ICE"

Rettete mit seinem Treffer gegen den HSV den Wölfen einen Punkt und glaubt an eine ICE-Fahrt: Maximilian Arnold.

Rettete mit seinem Treffer gegen den HSV den Wölfen einen Punkt und glaubt an eine ICE-Fahrt: Maximilian Arnold. picture alliance

Aus seiner Gemütslage machte er kein großes Geheimnis. "Scheiße", sagte Maximilian Arnold zum verpassten Heimsieg des VfL Wolfsburg gegen den HSV. Eine Hälfte durchwachsen, dann deutlich stärker. Wie schon vor einer Woche gegen Borussia Dortmund (1:2) gelang es dem Vizemeister nicht, seine Leistung über 90 Minuten konstant abzurufen. Zu wenig, findet auch Arnold. "Wir haben den Anspruch, zwei Halbzeiten gut zu spielen."

Immerhin reichte es noch zu einem Zähler - weil Arnold knipste. "Ich bin froh, dass ich auch selbst mal wieder getroffen habe", bestätigte der 21-Jährige, "viel lieber wären mir aber drei Punkte gewesen".

Ein Rückschlag im Kampf um die Champions-League-Ränge drei und vier, um die der VfL mit Teams wie Hertha BSC, Mönchengladbach und Leverkusen konkurriert. Auf die Frage, ob er Angst habe, die Züge nach oben wegfahren zu sehen, antwortet Arnold: "Vielleicht fahren die alle mit dem Regionalexpress, wir kommen dann mit dem ICE."

Pfiffe "gehören sich nicht"

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Schnell ging es beim VfL auch in Sachen Stimmung. Wurde unter der Woche noch frenetisch der Sieg gegen Manchester United (3:2) und das Weiterkommen in der Champions League gefeiert, gab es am Samstag gegen den HSV zwischenzeitlich Pfiffe gegen das Team und auch einzelne Spieler wie André Schürrle oder Dante. "Das gehört sich nicht", schimpfte Arnold. "Wir müssen mal die Kirche im Dorf lassen. Wir stehen nicht auf Platz elf, sind nicht raus aus der Champions League." Solche Reaktionen findet es deswegen "schade".

Thomas Hiete