Bundesliga

1. FC Köln: Einnehmen und Einsparen - Arbeit bleibt genug

Was passiert mit Horn, Andersson, Duda und Skhiri?

Arbeit bleibt genug: Köln muss einnehmen und einsparen

Timo Horn (li.) soll noch gehen, Luca Kilian wurde vom 1. FC Köln fest verpflichtet.

Timo Horn (li.) soll noch gehen, Luca Kilian wurde vom 1. FC Köln fest verpflichtet. IMAGO/Herbert Bucco

Auf der Seite der Zugänge also sind die Hausaufgaben gemacht worden - schnell, effektiv und geräuschlos wurde viel Talent (Maina, Tigges, Martel, Huseinbasic) und Erfahrung (Pedersen, Kilian) verpflichtet, Potenzial, mit dem Steffen Baumgart nun arbeiten wird.

Bei aller Freude darüber - bisher konnte lediglich der Verkauf von Salih Özcan nach Dortmund fünf Millionen Euro in die Kasse spülen und das reicht nicht. Der FC muss Geld einnehmen und Geld einsparen. Das ist nicht einfach: Seit dem Wochenende steht fest, dass Timo Horn nicht nach Berlin wechseln wird, Hertha BSC verfolgte diese Personalie nicht weiter.

Was wir uns bislang vorgenommen haben, hat geklappt.

FC-Trainer Steffen Baumgart

Es ist wahrscheinlich, dass die Kölner ihre Aktivitäten in Sachen Neuzugänge zunächst einstellen. Baumgart bekräftigte zuletzt, man habe die Hausaufgaben gemacht: "Was wir uns bislang vorgenommen haben, hat geklappt." Eine Aussage, die auch darauf schließen lässt, dass die Suche nach einem weiteren offensiven Flügelspieler aktuell nicht forciert beziehungsweise erst dann wieder intensiviert wird, wenn auf der Abgabeseite etwas passiert. Was auch kein Drama ist, offensiv sind die Kölner nicht schlecht aufgestellt.

Keeper Horn, Andersson und Duda dürfen gehen - Was ist mit Skhiri?

Neben Torhüter Horn dürften deshalb auch die Offensivkräfte Sebastian Andersson und Ondrej Duda den Klub verlassen, der Markt für diese Spieler - insgesamt kassiert dieses Trio nach Schätzungen rund acht Millionen Euro pro Jahr - ist allerdings noch sehr klein. Aber das ist er auch für einen wie Ellyes Skhiri, den absoluten Führungsspieler, für den sich die Kölner eine Ablöse in Millionenhöhe erhoffen - allerdings liegt noch kein Angebot auf dem Tisch des Hauses.

Für Geschäftsführer Christian Keller ist klar, dass kein Profi "weggeekelt" wird. Verträge werden respektiert, wenngleich den Betreffenden klar gemacht wird, dass ihre Ausgangsperspektive zunächst nicht rosig sein wird. Geld einsparen und einnehmen ist das Gebot der Stunde. Trotz der erledigten Hausaufgaben - Arbeit bleibt also genug.

Frank Lußem

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