3. Liga

1. FC Kaiserslautern: Antwerpen nach Zwist mit klare Worten

Kaiserslautern feiert emotionalen Sieg in Zwickau

Antwerpen nach kurzem Zwist mit Enochs: "Wir sind komplett die bessere Mannschaft gewesen"

Marco Antwerpen und der 1. FC Kaiserslautern stehen in der 3. Liga weiter auf dem zweiten Platz.

Marco Antwerpen und der 1. FC Kaiserslautern stehen in der 3. Liga weiter auf dem zweiten Platz. imago images/Jan Huebner

Schon während des Spiels, insbesondere in der zweiten Hälfte, war es in Zwickau emotional zur Sache gegangen. Als dann der Schlusspfiff ertönte, was den hochverdienten Sieg des 1. FC Kaiserslautern besiegelte, konnte Gäste-Trainer Marco Antwerpen für kurze Zeit nicht an sich halten und jubelte demonstrativ in Richtung der nun aufgebrachten Heim-Fans hinter den Ersatzbänken.

Damit nicht genug: Wenig später geriet er auch noch mit seinem Gegenüber Joe Enochs aneinander, schien dem US-Amerikaner nach kurzer Umarmung den Handschlag zu verweigern und ließ den nach außen hin verdutzten FSV-Coach stattdessen wütend stehen - was dieser am "MagentaSport"-Mikrofon zuerst nicht weiter kommentieren wollte, dann aber doch nachschob: "Wir haben jetzt zweimal gegen sie gespielt. Jetzt brauche ich ihn nicht mehr sehen." 

Das ist für uns immer das Startzeichen: Jetzt geht es richtig los.

Marco Antwerpen über das Führungstor

Weil die Emotionen auf den Rängen allerdings nach dem Aufeinandertreffen der beiden Trainer nochmal zu kochen begannen, verzichteten Antwerpen und weitere FCK-Akteure auf das obligatorische TV-Interview nach dem Spiel auf dem Rasen, wohl auch aus Eigenschutz, schließlich musste schon die Security kurzzeitig einschreiten.

"Wir wussten schon im Vorfeld, welch schwere Aufgabe uns hier erwartet", sagte Antwerpen später in der Pressekonferenz, als sich die Gemüter wieder beruhigt hatten. "Es war ein sehr, sehr emotionales Spiel. Wir sind sehr froh mit den drei Punkten, die wir geholt haben."

Die kleinen Scharmützel nach dem Schlusspfiff überdeckten ohnehin nicht die konzentrierte Leistung, die die Roten Teufel trotz einiger fehlender Stammspieler in Westsachsen abgerufen hatten. "Wir sind komplett die bessere Mannschaft gewesen. Da bin ich sehr, sehr stolz drauf", blickte der FCK-Coach auf die Partie zurück.

Glück hatten die Pfälzer allerdings, dass sie nicht früh in Rückstand geraten waren, was dem Gegner " mit Sicherheit in die Karte gespielt" hätte, wie Antwerpen einräumte. Doch Dominic Baumann traf nur die Latte, auf der Gegenseite erzielte Terrence Boyd stattdessen das Führungstor für den FCK. "Das ist für uns immer das Startzeichen: Jetzt geht es richtig los", so Antwerpen.

Nur 13 Gegentore, Platz zwei und ein Vier-Punkte-Polster

Tatsächlich ließ sein Team - mit einer Ausnahme kurz vor der Pause - nur noch wenig zu und baute die Führung nach dem Seitenwechsel aus. "Man hat im Laufe des zweiten Hälfte gesehen, dass wir immer mehr die Spielkontrolle hatten", sagte der FCK-Coach.

Ein Sonderlob sprach er zudem René Klingenburg aus, der erstmals als Ersatz von Kevin Kraus in der defensiven Dreierkette verteidigt hatte ("Das hat er sehr gut gemacht") und nicht nur durch eine Rettungstat auf der Linie kurz vor dem Pausenpfiff Anteil daran hatte, dass der FCK im neuen Jahr weiter ohne Gegentor ist. Auch weil erst 13 Treffer zu Buche stehen, die der FCK bislang kassiert hat, rangiert der Traditionsklub auf Rang zwei in der 3. Liga und baute seinen Vorsprung auf den dritten Platz sogar auf vier Zähler aus. "Wir sind auf einem guten Weg", sagte Antwerpen. "Das sieht sehr gut aus."

pau

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