Bundesliga

BVB: Reinier im Daten-Check - Stärken und Schwächen

Daten-Serie vor dem Bundesliga-Start

Anpassungsschwierigkeiten überwunden? Reinier im Daten-Check

Traf bislang einmal in der Bundesliga: Reinier nach seinem Tor gegen Bielefeld.

Traf bislang einmal in der Bundesliga: Reinier nach seinem Tor gegen Bielefeld. Ralf Ibing /firo Sportphoto/pool

Reinier Jesus Carvalho, kurz Reinier (19), hat sich seit seiner Leihe von Real Madrid zu Borussia Dortmund im vergangenen Sommer noch nicht nachhaltig in der Bundesliga durchsetzen können. 13 seiner 14 Bundesliga-Einsätze absolvierte er als Joker, zwei Scorerpunkte (ein Tor, eine Vorlage) gelangen ihm. Was sagen die Daten?

Stärken

Bislang hatte Reinier wenige Glanzmomente. Obwohl er 2020/21 in der Bundesliga durchschnittlich nur 0,93-mal pro Spiel zum Abschluss kam und insgesamt nur drei Abschlusssituationen verzeichnete, gelang ihm immerhin ein Tor (beim 3:0 gegen Bielefeld). Auch im Passspiel strahlte er in seinen (Kurz-)Einsätzen Sicherheit aus: 88 Prozent seiner Pässe kamen zum Mitspieler - als Offensivspieler ist das ein starker Wert.

Die offensiven Mittelfeldspieler beim BVB im Daten-Vergleich - alle Werte beziehen sich auf die Bundesliga-Saison 2020/21.

Die offensiven Mittelfeldspieler beim BVB im Daten-Vergleich - alle Werte beziehen sich auf die Bundesliga-Saison 2020/21. StatsBomb

Schwächen

Eine gute Abschlussquote und ein sicheres Passspiel machen allerdings automatisch noch keinen guten Offensivspieler. Reinier hat einige Defizite, an denen er noch arbeiten muss. Die Daten - basierend auf seinen 256 Einsatzminuten - zeigen etwa, dass er den Großteil seiner Pässe außerhalb des Strafraums verzeichnete. Pro 90 Minuten spielte er im Schnitt nur 0,93 Pässe im gegnerischen Sechzehner. Zudem fehlte ihm in seiner Bundesliga-Premierensaison noch etwas die Leichtigkeit im Dribbling. Seine Quote der erfolgreichen Dribblings ist mit durchschnittlich 0,93 pro Spiel niedrig.

Fazit

Reiniers Anpassungsschwierigkeiten an den europäischen Fußball sind bislang nicht zu übersehen. Auch beim Olympiasieg mit Brasilien in Tokio setzte er nur bedingt Akzente. Auch wenn er einen Teil der BVB-Vorbereitungen verpasste, hofft er unter dem neuen Trainer Marco Rose in seinem zweiten und letzten BVB-Leihjahr auf mehr Einsatzzeiten - er will endlich zeigen, warum Real Madrid im Januar 2020 30 Millionen Euro Ablöse für ihn zahlte.

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Steffen Geyer

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