Nationalmannschaft

Angefressener Söderholm: "Katastrophal und unverständlich"

Bundestrainer ärgert sich über Referees

Angefressener Söderholm: "Katastrophal und komplett unverständlich"

Zwischen Zufrieden- und Angefressenheit: Bundestrainer Toni Söderholm (Mi.) gegen die Schweiz.

Zwischen Zufrieden- und Angefressenheit: Bundestrainer Toni Söderholm (Mi.) gegen die Schweiz. IMAGO/ActionPictures

"Katastrophal und komplett unverständlich", schimpfte Toni Söderholm nach der Partie bei "Sport1". Damit meinte der Finne zwei unfaire Aktionen der Schweizer Spieler Fabrice Herzog und Denis Malgin gegen Samuel Soramies (Bandencheck) beziehungsweise Leon Gawanke (Check gegen den Kopf). Besonders der aktuelle Turnier-Topscorer Malgin, der Gawanke eine blutige Nase verpasst hatte, hatte Glück gehabt, nicht einmal mit einer Zwei-Minuten-Strafe belegt worden zu sein.

Checks hatten "nichts mit Respekt zu tun"

"Das waren Checks, die gar nichts mit Respekt zu tun haben", meinte Söderholm, der den Unparteiischen Linus Öhlund (Schweden) und Peter Stano (Slowakei) zudem indirekt vorwarf, sich mit ihren Entscheidungen nicht an die IIHF-Vorgaben gehalten zu haben. "Ich war jetzt vier- oder fünfmal bei den Trainertagungen und das ist genau das, was da immer gezeigt wird. Wir sollten eigentlich fünf Minuten Überzahl spielen und bekommen dann drei Minuten später selbst in Unterzahl das Tor. Ich bin nicht einverstanden mit der Entscheidung der Schiedsrichter", so der 44-Jährige.

Umso glücklicher war Söderholm indes mit seinem Team, das auch gegen die Schweiz eine gute Vorstellung gezeigt hatte und sich auch durch zwei Rückstände und die diskutablen Entscheidungen nicht aus dem Konzept hatte bringen lassen. "Eigentlich ziemlich zufrieden", war dann auch der Kommentar zu seiner Mannschaft, die Einstellung und Plan erneut gut umgesetzt hatte.

Coach will in der schöneren Stadt bleiben

Nach der Viertelfinalqualifikation sicherte der Extrapunkt dem DEB-Team eigentlich auch durch Gruppenplatz zwei den Verbleib in Helsinki; eigentlich, denn sollte Finnland, das vor dem finalen Gruppenspiel gegen Tschechien (19.20 Uhr) aber auch noch Gruppensieger werden kann, auf Rang drei abrutschen, würde der Gastgeber deutscher Viertelfinalgegner werden - und dies in Tampere.

"Jeder, der beide Städte schon mal gesehen hat, weiß, welche die schönere der beiden ist. Daher hätte ich nichts dagegen, wenn wir hierbleiben würden", so der aus der Nähe von Helsinki stammende Söderholm.

Sollten die Finnen indes mindestens einen Punkt gegen die Tschechen holen, würden Letztere der deutsche Gegner am Donnerstag werden. Die USA stehen dagegen aufgrund des verlorenen direkten Vergleichs mit Tschechien als Vierter der Gruppe B fest und treffen damit im Viertelfinale auf die Schweiz.

jom

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