2. Bundesliga

Anfang: "Wir müssen die Probleme wahrnehmen"

Darmstadts Defensivleader Palsson hat Sperre abgesessen

Anfang: "Wir müssen die Probleme wahrnehmen"

Darmstadts Trainer Markus Anfang fordert mehr Konsequenz vor dem gegnerischen Tor.

Darmstadts Trainer Markus Anfang fordert mehr Konsequenz vor dem gegnerischen Tor. imago images

"Es wäre schön, wenn das ein Weg zurück wäre, dass wir irgendwann auch wieder vor vollen Rängen spielen können", sagte Anfang am Donnerstag. Man müsse vernünftig mit der Situation umgehen und froh sein, dass überhaupt Fußball möglich sei. "Aber trotzdem darf man sich auch wünschen, dass wieder ein Stück Normalität zurückkehrt - nicht nur im Fußball, sondern auch im Alltag."

Der Lilien-Coach erwartet ein intensives Spiel, ähnlich wie beim 2:3 gegen Sandhausen. Regensburg sei eine Mannschaft mit vielen robusten Spielern, lebe von Leidenschaft und Mentalität. Zudem habe der Gegner mit Mittelfeldspieler Max Besuschkow einen Spieler in seinen Reihen, der sich häufig zurückfallen lasse, um von hinten das Spiel zu machen. Anfang kennt den 23-Jährigen noch aus seiner Zeit bei Holstein Kiel, wo Besuschkow in der Rückrunde 2018 ein halbes Jahr Leihspieler war. Obwohl er damals unter Anfang kaum zum Zug kam, lobte der Trainer ihn als guten Fußballer.

Eher gering sind die Chancen für einen ehemaligen Regensburger auf ein Wiedersehen. Neuzugang Aaron Seydel, der in der vergangenen Rückrunde für die Oberpfälzer am Ball war, ist nach seiner Schulterverletzung wohl noch nicht so weit, auch wenn der Offensivspieler diese Woche erstmals wieder mit der Mannschaft trainierte. Ähnliches gilt für Innenverteidiger Immanuel Höhn, der Adduktorenprobleme hat. Man werde die Eindrücke des Abschlusstrainings abwarten, sagte Anfang.

Pause für Pfeiffer?

Für die Aufstellung kündigte Anfang Veränderungen an, ohne sich auf Zahl oder Positionen festzulegen. Victor Palsson hat seine Sperre abgesessen und könnte auf die Sechserposition zurückkehren. Sein Vertreter Nicolai Rapp könnte dann in die Innenverteidigung rücken. Gut möglich, dass Patric Pfeiffer nach seinem unglücklichen Auftritt eine Pause erhält. Tim Skarke hat sich mit seinem Tor gegen Sandhausen für einen Startelfplatz beworben.

"Wir müssen die Ansätze in der Mannschaft wahrnehmen, aber auch die Probleme", sagte Anfang. Gegen Sandhausen habe die Konsequenz vor dem gegnerischen Tor gefehlt, aber man habe auch zu einfache Gegentore bekommen. Trotzdem gab sich der Coach optimistisch mit Blick auf die Mannschaft: "Sie wollen besseren Fußball spielen, sie wollen besser verteidigen und sie wollen konsequenter mit den Torchancen umgehen - aber das braucht auch seine Zeit."

Stephan Köhnlein

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