2. Bundesliga

Darmstadts Trainer Anfang: "Schlechtestes Spiel, das ich betreut habe"

Darmstadt ging im eigenen Stadion gegen Paderborn unter

Anfang: "Schlechtestes Spiel, das ich als Zweitliga-Trainer betreut habe"

Verlor mit Darmstadt beim deutlichen 0:4 gegen Paderborn erstmals ein Spiel im eigenen Stadion: Markus Anfang.

Verlor mit Darmstadt beim deutlichen 0:4 gegen Paderborn erstmals ein Spiel im eigenen Stadion: Markus Anfang. imago images

Nach dem 0:4 gegen Paderborn fand Anfang auf der Pressekonferenz deutliche Worte: "Ohne die Leistung der Paderborner schmälern zu wollen: Wir haben heute selbst das Spiel verloren. Und wir hätten heute gegen jede Mannschaft verloren, weil wir nicht in der Lage waren, unser Spiel durchzuziehen", analysierte der 46-Jährige knallhart. Seiner Mannschaft, die laut dem Coach nie ins Spiel fand und schon nach 25 Minuten mit 0:3 hinten lag, sei es "nicht annähernd möglich" gewesen "Konkurrenz zu sein und Punkte zu holen".

Einmal in Fahrt ging Anfang sogar noch einen entscheidenden Schritt weiter - und bezeichnete die Partie aufgrund der Leistung seines Teams als "das schlechteste Spiel, das ich je als Zweitligatrainer betreut habe." Die einzig aufmunternde Tatsache für Anfang? "Es war das erste richtig schlechte Spiel in dieser Saison und wir haben zum ersten Mal völlig zurecht verloren."

Darmstädter ärgern sich über Platzverweis

Zu allem Überfluss sah Nicolai Rapp nach 40 Minuten von Referee Florian Heft die Ampelkarte gezeigt. "Eine Gelb-Rote Karte, die nie und nimmer eine war", so Anfang. "Der Paderborner Spieler rennt in Nicolai Rapp rein. Rappo sieht ihn gar nicht. Auch wenn wir heute meilenweit davon entfernt waren, das Spiel zu drehen, so hätten wir es zumindest mit elf Mann probieren können", beendete der Lilien-Trainer seine Aufzählung.

Der beste dieser elf Spieler war zweifellos Keeper Marcel Schuhen. Ohne die starken Paraden der Nummer 1 hätte die Niederlage für die Darmstädter noch höher ausfallen können. Nach Abpfiff fiel es dem Schlussmann zunächst "schwer, Worte zu finden." Schließlich seien seine Vorderleute "von der ersten Minute an abgekocht" worden.

Wir haben richtig auf die Fresse bekommen.

Darmstadts Torhüter Marcel Schuhen

Worte fand Schuhen dann aber doch: Paderborn habe seine Vorderleute zu vielen Fehlern gezwungen, die in dieser Partie einfach zu leicht gemacht worden seien. Beispielsweise "das 0:1 nach einem Standard (Schallenberg köpfte nach einer Ecke freistehend ein, Anm. d Red.) darf natürlich nicht passieren, das ist der Öffner in so einem Spiel", so Schuhen. Den Platzverweis sah er zwar ebenso als unberechtigt an, fügte dann aber doch deutlich hinzu: "Wir müssen uns ausschließlich an die eigene Nase packen, haben richtig auf die Fresse bekommen."

Nichtsdestotrotz fand der Keeper Mut für die kommenden Wochen, schließlich habe die Darmstädter Mannschaft in den "letzten Wochen sehr guten Fußball gespielt und unsere Punkte absolut verdient geholt. Deswegen wirft uns das nicht um." Ob das auch wirklich eintreten wird, wird sich erst nach der Länderspielpause in Aue (22. November, 13.30 Uhr, LIVE! bei kicker) zeigen.

mje

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