2. Bundesliga

Anfang: "Hätten uns häufiger belohnen können"

Darmstadt-Coach ist unzufrieden

Anfang: "Hätten uns häufiger belohnen können"

Hofft, dass sich sein Team beim KSC endlich belohnt: Darmstadts Trainer Markus Anfang.

Hofft, dass sich sein Team beim KSC endlich belohnt: Darmstadts Trainer Markus Anfang. imago images

"Ich glaube, dass wir einen guten Fußball spielen", sagte Anfang. "Aber wir haben uns noch nicht dafür belohnt." Allerdings stehe man auch noch am Anfang der Saison. Deswegen könne man die Partie in Karlsruhe nicht als richtungsweisend bezeichnen: "Jede Partie ist für uns wichtig, um unser Spiel nach vorne zu bringen."

Angesichts der englischen Woche hatte Anfang in Osnabrück auf vier Positionen rotiert. Auch für das Karlsruhe-Spiel stellte er wieder Umstellungen in Aussicht. Mittelfeldspieler Seung-ho Paik hat weiter muskuläre Probleme, weswegen er bereits beim Spiel in Osnabrück gefehlt hatte. Ob er bis Sonntag fit wird, ist laut Anfang noch offen.

Leicht angeschlagen sind die beiden Außenverteidiger Fabian Holland und Patrick Herrmann. Gut möglich, dass Herrmann auf der rechten Abwehrseite wieder für Matthias Bader weichen muss, nachdem er beim Gegentor von Osnabrück nicht gut ausgesehen hatte. Anfang wollte jedoch keine Kritik an dem 32-Jährigen aufkommen lassen, mit dem er schon bei Holstein Kiel erfolgreich zusammengearbeitet hatte. "Wir hätten das in Osnabrück schon im Anlaufverhalten besser machen können", sagte er. "Das ist eine mannschaftliche Geschichte."

Nicht ganz unbeteiligt am Gegentor war auch Erich Berko, der einräumte, in der entscheidenden Situation "etwas zu gierig" gewesen zu sein. Trotzdem ist der 26 Jahre alte Offensivspieler einer der Gewinner des Trainerwechsels. Nachdem er in der vergangenen Saison zeitweise gar nicht mehr zum Kader gehört hatte, kam er bislang in jedem Liga-Spiel zum Einsatz. Gegen Osnabrück stand er erstmals seit einem Jahr wieder in der Startformation. Ob das auch in Karlsruhe der Fall sein wird, ist offen. Der frühere Dresdner gibt sich demütig. "Ich bin mit jeder Minute zufrieden, die ich bekomme. Die hilft mir weiter", sagt Berko.

Stephan Köhnlein