2. Bundesliga

Vor Duell mit Fürth: Darmstadts Coach Markus Anfang hat Personalsorgen

Verletzungssorgen bei Darmstadt nicht nur im Tor

Anfang: "Die üblichen Parameter greifen nicht"

Einer von mehreren Problemfällen: Darmstadts Keeper Marcel Schuhen.

Einer von mehreren Problemfällen: Darmstadts Keeper Marcel Schuhen. picture-alliance

Unter Schmerzen hielt Torhüter Marcel Schuhen beim Spiel gegen den Hamburger SV durch, musste nach Schlusspfiff gestützt vom Platz geführt werden. Was zunächst nach einer schwereren Verletzung aussah, wurde vom SV Darmstadt 98 später lediglich als "muskuläre Probleme in der Wade" deklariert. Schuhen konnte zwar bis Mittwoch noch nicht trainieren, einen Einsatz gegen Greuther Fürth wollte Trainer Markus Anfang aber nicht kategorisch ausschließen.

Wieder ins Training eingestiegen ist dagegen Ersatzkeeper Florian Stritzel, der nach einem Mittelhandbruch mit anschließender Operation die vergangenen Wochen gefehlt hatte. Ob er schon eine Option für das Spiel am Freitag ist, konnte Anfang noch nicht sagen. Sollten beide Keeper ausfallen, würde Carl Klaus (27) das Tor hüten und ein A-Jugendkeeper auf der Bank sitzen. Klaus hatte Schuhen bereits im Erstrunden-DFB-Pokal-Spiel gegen Magdeburg (3:2) im vergangenen Herbst vertreten.

Wittek und Isherwood sind Optionen

Darüber hinaus sind bei den Lilien auch die Einsätze der Defensivspieler Fabian Holland (Gesäßmuskulatur), Victor Palsson (Achillessehne) und Nicolai Rapp (Wade) fraglich, ebenso wie der von Flügelspieler Tim Skarke (Adduktoren).

Nicht mehr in dieser Saison zur Verfügung stehen Offensivspieler Aaron Seydel (Achillessehnen-Operation) und Patric Pfeiffer. Der Innenverteidiger hatte sich gegen den Hamburger SV früh eine Syndesmoseverletzung zugezogen. Trotzdem hielt er noch bis zur Halbzeit durch, ehe er nicht mehr auftreten konnte und aus dem Spiel genommen werden musste, wie Anfang sagte.

Zwei andere, lange verletzte Innenverteidiger arbeiten sich dagegen wieder an die Mannschaft heran. Winterneuzugang Thomas Isherwood, wie Pfeiffer mit einer Syndesmoseverletzung, und Mathias Wittek nach seinem Totalschaden im Knie, sind wieder dabei. Anfang verwies jedoch darauf, dass Isherwood (letztes Spiel Anfang Dezember 2020) und Wittek (letzter Einsatz November 2019) noch die Spielpraxis fehle.

Deutlicher Sieg im Hinspiel

Nach dem 4:0 im Hinspiel bei Greuther Fürth dämpfte Anfang die Erwartungen auf ein erneutes Schützenfest. "Das war auch ein Spiel, in dem wir gerade am Anfang Phasen überstanden haben, wo die Fürther gute Chancen hatten", sagte er. "Am Ende ist das Ergebnis wohl etwas zu hoch gewesen."

Anfang ging davon aus, dass Fürth am Böllenfalltor die Initiative ergreifen wird, um weiter im Aufstiegsrennen zu bleiben. "Ob wir viel in Ballbesitz kommen werden, wird sich zeigen", sagte der Lilien-Coach. Das muss allerdings nicht von Nachteil für sein Team sein, wie die vergangenen Spiele gezeigt haben. "Wenn wir das Gefühlte nehmen, haben wir richtig viele gute Spiele mit Ballbesitz gemacht und viele Chancen herausgespielt", sagte er. "Aber viele Parameter, die eigentlich logisch klingen, greifen diese Saison einfach weniger."

Stephan Köhnlein