Bundesliga

Andrich über Kruse: "Klar, er tut uns schon gut"

Union: Alle Neuzugänge gut integriert

Andrich über Kruse: "Klar, er tut uns schon gut"

"Er besetzt gute Räume": Robert Andrich findet lobende Worte für Max Kruse. Aber auch für die anderen Neuzugänge.

"Er besetzt gute Räume": Robert Andrich findet lobende Worte für Max Kruse. Aber auch für die anderen Neuzugänge. imago images

Beide kennen sich aus gemeinsamen Zeiten bei Dynamo Dresden, wohin es Andrich Anfang 2015 von der zweiten Mannschaft von Hertha BSC gezogen hatte. Neuhaus startete ein halbes Jahr später an der Elbe, als er zur Saison 2015/16 den damaligen Drittligisten aus Sachsen übernahm. Gleich im ersten Anlauf führte der aktuelle Trainer von Bundesliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld Dynamo zurück in die 2. Liga, verzichtete dabei allerdings meist auf die Dienste von Andrich.

"Am Wichtigsten war der Aufstieg. Das blieb am meisten hängen, auch wenn ich sportlich nicht so viel Anteil daran hatte", sagt Andrich über die Zusammenarbeit mit Neuhaus, unter dem er damals nur auf acht Einsätze kam. "Ich hatte nicht so eine einfache Zeit, weil ich nicht so viel gespielt habe unter ihm. Aber er war erfolgreich. Er hatte seine elf, zwölf, 13 Spieler, die waren gesetzt. Es lief, man konnte ihm keinen Vorwurf machen", so der heute 26-Jährige weiter.

Nach dem Zweitliga-Aufstieg mit Dynamo blieb der Mittelfeldspieler in der 3. Liga, wechselte nach Wiesbaden. Über die weitere Station Heidenheim kam er im vergangenen Jahr schließlich zum 1. FC Union. Mit den Eisernen, die zwischen 2007 und 2014 von Neuhaus trainiert wurden, trifft er nun am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) auf seinen ehemaligen Coach. "Bielefeld hat ein klares System, das sie immer durchdrücken. Sie spielen es brutal auf Ballbesitz, schon vom Torwart aus", sagt Andrich über den kommenden Gegner.

Die Arminia stieg mit diesem Ansatz auf. Union hingegen verfolgte lange einen rustikaleren Stil. Seit dieser Saison zeigt die Mannschaft aber auch spielerische Fortschritte, tritt variabler auf. "Wir trauen uns zu, mehr Fußball zu spielen. Das hat mit Mut zu tun, auch mit Erfahrung. Für mich, aber auch für andere war die vergangene Saison ja die erste in der Bundesliga. Jetzt weiß man, wie es läuft. Das hört sich immer dumm an, aber man hat Automatismen drin", sagt Andrich über die Weiterentwicklung der Köpenicker.

Einen Anteil daran haben aber auch die Neuzugänge. Hier wird vor allem Max Kruse oft genannt, der nach monatelanger Sprunggelenkblessur zwar noch nicht topfit ist, in Hoffenheim aber mit einem Tor und zwei Vorlagen auffiel. "Max Kruse, klar, das will jetzt jeder hören, tut uns schon gut, weil er gute Räume besetzt", sagt Andrich, betont aber auch: "Alle Neuzugänge haben sich super integriert und machen ihre Sache gut."

Mittelfeldspieler Sebastian Griesbeck etwa, mit dem Andrich schon in Heidenheim zusammengespielt hatte, stand in Hoffenheim erstmals in der Startelf. "Er war sofort da", lobt Andrich. Oder Angreifer Joel Pohjanpalo, am Montagabend erneut als Joker erfolgreich, habe "sich vorne super reingespielt". Und Mittelstürmer Taiwo Awoniyi "gibt immer Gas. Das machen sie schon gut", sagt Andrich.

Ein weiterer Grund für den modifizierten Spielstil ist zudem der Weggang von Sebastian Andersson zum 1. FC Köln. Durch den Wechsel des schwedischen Mittelstürmers, der als Fixpunkt im Sturm viele Bälle behauptet hatte, wurde Union zum Teil auch zu einer anderen Spielweise gezwungen. "Dadurch, dass Seb weg ist, fehlt der absolute Zielspieler", sagt Andrich, "natürlich muss man das System ein bisschen ändern. Aber Joel und Taiwo machen das auch sehr gut."

Jan Reinold

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