3. Liga

Analyse hat begonnen: Dynamo meldet sich nach der Gewaltorgie zu Wort

Dresden arbeitet die Vorkommnisse vom Sonntag auf

Analyse hat begonnen: Dynamo meldet sich nach der Gewaltorgie zu Wort

Die Polizei war ab der 70. Minute des Dynamo-Spiels außerhalb des Stadions gefordert.

Die Polizei war ab der 70. Minute des Dynamo-Spiels außerhalb des Stadions gefordert. imago images

Die "erschreckenden Szenen" mit 185 verletzten Polizisten nach dem Dynamo-Aufstieg gilt es für den Verein aufzuarbeiten, am Montagabend meldeten sich Ralf Becker und Jürgen Wehlend nach einer "intensiven und umfassenden Analyse" mit dem Veranstaltungsleiter, dem Sicherheitsbeauftragten, den Fanbeauftragten des Vereins sowie Vertretern des Fanprojekts Dresden und der Stadion Dresden Projektgesellschaft auf der Internetseite des Vereins zu Wort. "Die Bilder des gestrigen Tages stehen für sich, denn sie sprechen eine deutliche Sprache. Wir sind entsetzt und verurteilen diese Gewalt auf das Schärfste", erklärten die beiden Geschäftsführer des Klubs und entschuldigten sich "im Namen des Vereins bei allen verletzten Personen".

"Das sind keine Fans von Dynamo Dresden"

"Insbesondere die offenbar gezielten Angriffe einer gewaltbereiten Minderheit auf Journalisten und Polizisten sind in unseren Augen Grenzüberschreitungen, die wir unter keinen Umständen tolerieren", so Becker und Wehlend, die zudem betonten, "dass das keine Fans von Dynamo Dresden sind. Sie stellen sich über Recht und Gesetz und darüber hinaus über unseren Verein und seine Werte. Gewalt ist kein legitimes Mittel, um seine Interessen durchzusetzen."

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Für beide war es ein Dorn im Auge, "dass Randalierer und Gewalttäter es geschafft haben, dass am heutigen Tag nur noch wenig über die grandiose Leistung unserer Aufstiegsmannschaft gesprochen wird, aber umso mehr über die verheerenden Bilder aus Dresden".

"Es wurden Fehler gemacht - und zwar auf allen Seiten"

"Nach der heutigen ersten internen Analyse werden wir im nächsten Schritt mit unseren Netzwerkpartnern für Ordnung und Sicherheit die Aufarbeitung der Vorkommnisse unmittelbar fortsetzen", ließen die Verantwortlichen des Vereins wissen. "Dabei geht es auch um die Kommunikation sowie Verhältnismäßigkeit der Gefahrenabwehr vor und während des Spieltags, um zu verstehen, wie aus der zunächst friedlichen Ansammlung von Dynamo-Fans erst eine kollektive Enthemmung und im weiteren Verlauf extreme Eskalation entstehen konnte. Fest steht schon jetzt: Es wurden Fehler gemacht - und zwar auf allen Seiten. Ansonsten wäre es nicht zu einer derart gewalttätigen Auseinandersetzung gekommen."

nik