2. Bundesliga

Amaechi - Traumstart nach langem Anlauf beim HSV

Das Talent spielte beim HSV drei Jahre keine Rolle und glänzte nun beim Auftakt

Amaechi - Traumstart nach langem Anlauf

Xavier Amaechi (li.) wird von Jonas Meffert beglückwünscht.

Xavier Amaechi (li.) wird von Jonas Meffert beglückwünscht. IMAGO/Jan Huebner

Hamburgs Sportvorstand und Trainer Tim Walter haben Xavier Amaechi zu einem Austausch gebeten, der in einer Ansage mündete. Sonntag beim 2:0 in Braunschweig folgte die erste Antwort des inzwischen 21-jährigen Flügelstürmers.

Echter Startschuss nach drei Jahren?

"Wir haben ihm deutlich aufgezeigt, dass der Trainer auf junge Spieler baut, wenn sie bereit dazu sind", hat Boldt verraten. Der vor drei Jahren verpflichtete Engländer war vor allem auf Bestreben von Michael Mutzel gekommen und galt lange als größter Irrtum des inzwischen freigestellten Sportdirektors. Amaechi hatte 2,5 Millionen Euro gekostet, kam vom FC Arsenal, hatte aber sichtbare Probleme bei der Anpassung an den Seniorenfußball und das Unterhaus. Nach eineinhalb glücklosen Jahren wurde er zum KSC ausgeliehen, im vergangenen Sommer dann zu den Bolton Wanderers. Beide Gastspiele verliefen erfolglos, und seine Rückkehr in dieser Vorbereitung war eher eine Formalie - Amaechi kam lediglich, um wieder zu gehen. Bis zum klärenden Gespräch. Diesem folgten bereits vielversprechende Ansätze im Trainingslager. Sein Jokereinsatz beim Auftakt nun könnte den echten Startschuss nach drei Jahren bedeuten.

Amaechi kam nach einer Stunde, in der für den HSV rein gar nichts zusammenlief und veränderte das Spiel entscheidend. Er suchte auf dem rechten Flügel mutig immer wieder Eins-gegen-eins-Situationen, entschied diese für sich - und bereitete so auch das entscheidende zweite Tor durch Robert Glatzel vor. Der Torjäger attestiert dem Briten "eine richtig starke Vorlage" und auch vom Coach gibt es ein Lob: "Er hat das Tor unfassbar gut vorbereitet."

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Die Suche nach neuem Personal für den Flügel hat der HSV vorerst eingestellt, und der Youngster will nun mehr und kündigt an: "Das war erst der Anfang." Als Grund für seine jüngste Entwicklung nennt er den Trainer, dessen Händchen für Talente Boldt betont hatte. "Er spricht jeden Tag mit mir und gibt mir viel Vertrauen. Es ist schön, diese Beziehung zu ihm zu haben." Jetzt soll nach Startschwierigkeiten auch die Beziehung zwischen Amaechi und dem HSV so richtig aufblühen.

Sebastian Wolff

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