Regionalliga

Altglienicke wünscht sich Plan B für Re-Start

Tabellenführer Viktoria Berlin nicht "uneinholbar"

Altglienicke wünscht sich Plan B für Re-Start

Altglienickes Trainer Karsten Heine wünscht sich, die Regionalliga-Saison sportlich beenden zu können.

Altglienickes Trainer Karsten Heine wünscht sich, die Regionalliga-Saison sportlich beenden zu können. imago images

Im Nordosten ruht der Spielbetrieb erst einmal bis Ende des Jahres. Das hat der norddeutsche Fußballverband am Freitag bekannt gegeben. Für Altglienicke-Trainer Karsten Heine ist das "absolut nachvollziehbar". Nun visieren die Vereine den Re-Start am 24. Januar an. "Das ist eine Nachricht, mit der alle Vereine leben können, aber auch müssen", so Heine im kicker-Interview (aktuelle Montagausgabe, auch als eMagazine).

Trotzdem ist es natürlich schwierig, seriöse Prognosen abzugeben - abhängig davon, wie sich die Pandemie entwickelt. "Aber ich finde, es ist wichtig, gemeinsam eine Strategie zu entwickeln", erklärte der 65-Jährige. "Wir haben jetzt einen möglichen Starttermin. Wenn der allerdings nicht zu halten ist, sollte sofort ein Plan B greifen. Da haben jetzt alle Beteiligten Zeit, sich darüber Gedanken zu machen."

Alternativen: Einfache Runde oder Play-offs?

Denn wie soll es überhaupt weitergehen, wenn der Spielbetrieb fortgesetzt wird? Würde man wirklich im Januar wieder starten, wäre theoretisch eine Saison bis in den Juni machbar. Aber: "Es ist alles sehr, sehr eng gestrickt", gab auch Heine zu. Alternativen wären für den Altglienicke-Trainer entweder eine einfache Runde oder Play-offs. Doch natürlich wäre es ihm am liebsten, wenn man die Saison sportlich zu Ende bringen könnte.

Das hängt auch mit dem guten sportlichen Abschneiden der VSG zusammen. Altglienicke steht momentan auf Rang zwei mit 25 Punkten aus elf Spielen. Eine gute Ausgangslage, wäre da nicht der Tabellenführer: Viktoria Berlin hat acht Punkte mehr, gewann bisher jede der elf Partien und spielt eine "überragende Rolle", so auch Heine. "Das muss man neidlos anerkennen. Unser Ziel war es, die gezeigten Leistungen in dieser Saison zu bestätigen und wieder oben dabei zu sein."

Viktoria Berlin nicht "uneinholbar"

Wie die Chancen stehen, die Viktoria noch vom Thron zu stoßen, hängt nun von dem Ablauf der weiteren Saison ab. "Wenn wir die komplette Saison spielen, sind acht Punkte zwar ein dickes Brett, aber nicht uneinholbar", erklärte Heine. "Damit befassen wir uns aber erst, wenn wir wissen, wann genau und auf welche Weise es in der Regionalliga Nordost weitergeht." Im Dezember muss Altglienicke nun gezwungenermaßen erst einmal das "Pensum herunterfahren" und in Kurzarbeit gehen. Die Spieler müssen nun wie schon im Frühjahr individuell trainieren. Wenn der Spielbetrieb weitergeht, möchte Altglienicke aber wieder oben angreifen.

kon