Bundesliga

Die Geschichte von Christoph Kramers kuriosem Eigentor

Fast auf den Tag genau vor acht Jahren

Als Kramer eines der kuriosesten Eigentore der Bundesliga-Geschichte erzielte

Ein gebrauchter Abend: Christoph Kramer musste nach seinem Eigentor in Dortmund getröstet werden - auch vom Gegner.

Ein gebrauchter Abend: Christoph Kramer musste nach seinem Eigentor in Dortmund getröstet werden - auch vom Gegner. imago images

Christoph Kramer dürfte froh sein, dass der Jahresabschluss der Gladbacher am Freitagabend (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker) im Borussia-Park steigt. Und nicht im Signal-Iduna-Park. Fast auf den Tag genau jährt sich eines der kuriosesten Eigentore der Bundesliga-Geschichte zum achten Mal.

Damals, am 9. November 2014, wollte Kramer einen Ball von Urgestein Tony Jantschke im Mittelfeld zu seinem Keeper Yann Sommer zurückspielen, dieser Versuch missriet allerdings gründlich. Kramer produzierte aus 45,19 Metern eine unvergessliche Bogenlampe, Sommer rutschte zu allem Überfluss noch kurz weg und hatte so keine Chance mehr, das Malheur zu verhindern.

Der Weltmeister von 2014, der für die Winter-WM nicht in Hansi Flicks Kader berufen wurde und deswegen wieder als TV-Experte fungieren wird, verbarg das Gesicht kurz in seinen Händen. Dann raufte er sich die Haare. Besonders bitter: Es sollte das einzige Tor des Tages bleiben. Gladbach verlor mit 0:1 in Dortmund.

Sebastian Kehl, heute Sportdirektor beim BVB, eilte nach dem Fehlschuss des Jahres zu Kramer und versuchte ihn aufzubauen. Recht trocken kommentierte Kramer die Szene: "Ich dachte, dass der Ball ein bisschen springt. Ich dachte, er titscht auf. Da kann sich Dortmund bei mir bedanken und ich muss mich bei den Gladbachern entschuldigen."

Ich habe heute eine richtige Grütze gespielt.

Christoph Kramer

Deutlich kritischer ging Kramer mit seiner eigenen Leistung um. "Ich habe heute eine richtige Grütze gespielt", haderte der Mittelfeld-Antreiber. "Ich weiß nicht, ob jemand schon einmal so ein weites Eigentor geschossen hat. Das ist brutal ärgerlich."

22:1 Torschüsse für den BVB

Dass der BVB damals allerdings nur mit 1:0 gegen die Fohlen gewann, war eigentlich eine Farce. 22:1 Torschüsse wies die klar dominierende Dortmunder Borussia auf, BVB-Keeper Roman Weidenfeller war praktisch beschäftigungslos geblieben.

Weidenfellers Gegenüber nahm Kramer damals in Schutz, Gladbachs Schlussmann Sommer stellte klar: "Christoph weiß selbst, dass er in der Situation den Ball hätte halten oder flach zurückspielen müssen, aber ich mache ihm keinen Vorwurf, so etwas kann einmal passieren." Nur hoffentlich kein zweites Mal.

Am Freitag will Kramer seinem persönlichen Borussen-Duell ein positives Kapitel hinzufügen. Unvergessen wird sein Eigentor trotzdem bleiben.

msc

Mats Hummels

BVB-Legende und "arroganter Bayern-Schnösel": Hummels vor Jubiläum

alle Videos in der Übersicht