Frauen

Deutschland bewirbt sich für Frauen-WM 2027

Silvia Neid als "Gesicht" der DFB-Kampagne

Als Co-Gastgeber: Deutschland bewirbt sich für Frauen-WM 2027

Das "Gesicht" der Bewerbungskampagne des DFB für die Frauen-WM 2027: Silvia Neid.

Das "Gesicht" der Bewerbungskampagne des DFB für die Frauen-WM 2027: Silvia Neid. imago images/picture-alliance

Die Bewerbung erfolgt zusammen mit dem niederländischen und belgischen Verband. Dies gab der DFB am Montagmorgen offiziell bekannt. Wann eine Entscheidung über den Austragungsort der WM 2027 getroffen wird, steht noch nicht fest. Die drei Nationen haben ihr Vorhaben aber bereits in den vergangenen Wochen bei FIFA und UEFA vorgetragen.

"Der Frauenfußball ist weltweit bekannt für seine starkes Gemeinschaftsgefühl", schreibt das Trio zu seiner Bewerbung: "Alle Akteure haben das Gesamtbild im Blick. Und das hebt den Sport auf und neben dem Platz auf die nächste Stufe. Die Tatsache, dass wir als Rivalen und gute Nachbarn dieses als unser gemeinsames Projekt begreifen, steht im Einklang mit dieser Idee. Obwohl sich die Entwicklung des Frauenfußballs in unseren Ländern in unterschiedlichen Phasen befindet, teilen wir den Ehrgeiz, dem Sport national und international einen enormen Schub zu verleihen. Wir sind fest davon überzeugt, dass dieses besondere Stück Teamwork den Unterschied machen und unsere Chancen erhöhen wird, dieses Turnier auszurichten."

Deutschland schließt sich Niederlande an - Keller weiß um die Hürden

Das "Gesicht" der deutschen Bewerbungsdelegation ist die frühere Bundestrainerin Silvia Neid, die von 2005 bis 2016 das deutsche Frauen-Team betreute und dabei Weltmeisterin (2007), Europameisterin (2009, 2013) sowie Olympiasiegerin (2016) wurde. Auch Femke Maes (Belgien) und Sarina Wiegman (Niederlande) sind Aushängeschilder der Kampagne.

"Wir sind mit großer Freude dem Wunsch unserer niederländischen Freunde gefolgt und werden uns aus voller Überzeugung mit ganzer Kraft für dieses Projekt einsetzen", sagt DFB-Präsident Fritz Keller. "Wir wissen, wie hoch die Hürden sind, bis man den Zuschlag für die Ausrichtung eines solchen Turniers erhält. Unsere organisatorische Erfahrung, die Stärke unseres neuen DFB und die Perspektive der internationalen Zusammenarbeit lassen uns jedoch optimistisch in die Zukunft schauen."

Der Wunsch der Niederlande war bereits seit 2018 bekannt

Die bisher einzige Frauen-WM auf deutschem Boden fand 2011 statt. Damals traten die deutschen Frauen als Titelverteidigerinnen an, mussten allerdings bereits im Viertelfinale gegen den späteren Weltmeister Japan die Segel streichen (0:1 nach Verlängerung). Die Frauen-EM richtete Deutschland 1989 und 2001 aus.

In den Niederlanden fand die Europameisterschaft erst 2017 statt. Das Oranje-Team setzte sich etwas überraschend im Finale gegen Dänemark durch und holte im eigenen Land den Titel. Unter der damaligen Bundestrainerin Steffi Jones war für die DFB-Frauen damals ebenfalls im Viertelfinale Endstation - 1:2 gegen Dänemark.

Der niederländische Verband hatte bereits 2018 angekündigt, die Frauen-WM 2027 ins eigene Land holen zu wollen. Jetzt soll es im Verbund mit Belgien und Deutschland gelingen.

Gunnar Meggers/bst

"Die Mädels brauchen Vorbilder": DFB will Frauen-WM 2027

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