Champions League

"Alles andere als zufrieden" und "unfassbar glücklich"

Gladbach chancenlos in Madrid und erstmals im Achtelfinale

"Alles andere als zufrieden" und "unfassbar glücklich"

Erst der Frust, dann die Freunde: Christoph Kramer (l.), Marco Rose und Borussia Mönchengladbach stehen im Achtelfinale der Champions League.

Erst der Frust, dann die Freunde: Christoph Kramer (l.), Marco Rose und Borussia Mönchengladbach stehen im Achtelfinale der Champions League. Getty Images (2)

Das Wechselbad der Gefühle wird ja häufig zitiert, am Mittwochabend im Estadio Alfredo di Stefano hatte diese Bezeichnung für alle Mönchengladbacher aber definitiv ihre Daseinsberechtigung. Die souveränen und siegreichen Madrilenen hatten ihren heimischen Rasen längst verlassen, als die in warme Jacken eingepackten Borussen unruhig um ein Tablet kauerten und fieberten live den letzten Minuten der Nachspielzeit in Mailand mit .

Gladbach wurde beinahe "abgeschossen"

Wenige Minuten nachdem ihre 0:2-Niederlage besiegelt war, die ob diverser königlicher Alu-Treffer noch wesentlich höher hätte ausfallen können, brachen die Fohlen in losgelöste Jubelstürme aus. Das 0:0 zwischen Inter Mailand und Shakhtar Donezk bedeutete, dass sie zwar den Gruppensieg an Real abtreten mussten, als Gruppenzweiter aber dennoch - erstmals in der Vereinsgeschichte - im Achtelfinale der Champions League stehen.

"Wir hatten heute keine Chance", gab Christoph Kramer gegenüber "DAZN" zu, "und nur noch die Hoffnung, dass es in Mailand beim 0:0 bleibt." Sein Trainer Marco Rose habe sich "mit dem anderen Spiel gar nicht beschäftigt", weswegen seine Miene nach Schlusspfiff auch erst einmal zerknirscht war. "Wir hatten wenig Zugriff, haben heute viel Lehrgeld gezahlt und sind alles andere als zufrieden", so der 44-Jährige, der vor allem mit der "Unterzahl am Flügel" haderte.

"Das schlechteste Spiel der Vorrunde"

Doch dann fing Rose an zu grinsen, natürlich fing er an zu grinsen. "Wir haben heute sehr verdient verloren - und wir sind verdient weitergekommen." Über diesen Gegensatz musste auch Lars Stindl schmunzeln, der zunächst nur "Wahnsinn, Wahnsinn" stammelte: "Wir machen heute unser schlechtestes Spiel der Vorrunde und kommen trotzdem weiter."

Auch wenn die zuletzt irgendwie dauerhaft kriselnden Königlichen in einem weiteren wichtigen Spiel wieder zur Stelle waren (Stindl: "Ein bockstarker Gegner heute"), haben "wir uns das wegen unserer letzten Auftritte verdient", frohlockte der Offensivspieler.

Von Leistungen und Ergebnissen

"Wir haben den Namen Borussia Mönchengladbach ganz teuer verkauft mit Leistungen und Ergebnissen", führte Kollege Kramer aus - und die internationale Reise der Borussia ist ja noch nicht vorbei. So sprach Trainer Rose, wieder ein wenig hin- und hergerissen, von einer weiteren "Chance, uns auf diesem Niveau zu messen - und zu beweisen."

nba

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Bilder zur Partie Real Madrid - Bor. Mönchengladbach