2. Bundesliga

Jahn-Stürmer Albers: "Ich mache lieber das 3:2 als das 4:0"

Jahn Regensburg gelingt Last-Minute-Sieg gegen Aue

Albers: "Ich mache lieber das 3:2 als das 4:0"

Tröstende Worte vom Siegtorschützen: Jahn-Stürmer Andreas Albers (li.) und Soufiane Messeguem von Erzgebirge Aue.

Tröstende Worte vom Siegtorschützen: Jahn-Stürmer Andreas Albers (li.) und Soufiane Messeguem von Erzgebirge Aue. Getty Images

Für den Jahn war das 3:2 gegen Aue der fünfte Saisonsieg am achten Spieltag. Was beim fulminanten Saisonstart der Regensburger vor der Partie noch gefehlt hatte, war ein Treffer von Stürmer Andreas Albers. Sein erstes Saisontor hob er sich jedoch für den richtigen Moment auf, als er in einem turbulenten Spiel den späten Siegtreffer gegen die Gäste aus dem Erzgebirge markierte.

"Es ist schön, dass ich endlich mal wieder ein Tor gemacht habe", sagte der Offensivakteur nach der Partie. "Ich mache aber auch lieber das 3:2 als das 4:0. Dass wir nach dem 2:2 wieder nach vorne gespielt haben, ist super, da haben wir eine super Mentalität gezeigt." Aue hatte in der 2. Hälfte einen 0:2-Rückstand egalisiert, kassierte kurz vor Abpfiff aber Albers' entscheidendes Tor. "Das zeichnet uns einfach aus: Wir bleiben dran, wir sind niemals tot, sondern arbeiten immer weiter", so Albers.

Spielersteckbrief Albers
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Trainersteckbrief Selimbegovic
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Trainersteckbrief Hensel
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Selimbegovic: "Wir haben uns nicht reif genug verhalten"

Sein Trainer sprach am Freitagabend von zwei verschiedenen Spielhälften. "Deutlich höher" hätte seine Mannschaft nach den ersten 45 Minuten führen müssen, sagte Mersad Selimbegovic. "Dann kommst du aus der Halbzeit und lässt dich davon anstecken, dass Aue nach vorne spielen will, und dann wird es sehr wild. Wir hatten viele Ballverluste, keine gute Restverteidigung, kein gutes Schließverhalten. Das sind Dinge, die in dieser Liga bestraft werden. Wir haben uns nicht reif genug verhalten, um so ein Spiel ruhig zu Ende zu bringen."

Lob hatte der Jahn-Trainer für seine Spieler aber dann doch noch übrig: "Die Mannschaft hat sich nicht aufgegeben. Vom Anstoß weg war das klare Signal: Wir wollen nach vorne spielen und das Spiel noch einmal retten. Da hatten wir auch ein bisschen Glück, von dem wir in den letzten beiden Spielen nicht so viel hatten", sagte Selimbegovic.

Bei Marc Hensel, dem Interimstrainer der Gäste aus dem Erzgebirge, mischte sich Enttäuschung mit Optimismus: "Ich habe schon viele Fußballspiele erlebt, aber solche spieldynamischen Prozesse wie heute, das ist sehr bitter und traurig. Es gibt uns aber auch Kraft, weil wir einfach gesehen haben, dass wir Fußball spielen können", so Hensel. "Dass wir das 2:2 machen, war für mich der Höhepunkt einer guten Aufholjagd. Wir hätten hier heute mindestens einen Punkt verdient gehabt."

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