Bundesliga

Alarmierende VAR-Zahlen: Einer von vielen Schiri-Brennpunkten

Großer Report in der kicker-Donnerstagsausgabe

Alarmierende VAR-Zahlen: Einer von vielen Schiri-Brennpunkten

Immer wieder im Fokus: Der VAR.

Immer wieder im Fokus: Der VAR. IMAGO/Team 2

Der aktuelle kicker-Notenschnitt der Bundesliga-Referees liegt bei 3,06 und ist damit nur unwesentlich besser als in der vorigen Saison (3,08), der mit Abstand schlechtesten seit VAR-Einführung 2017.

"Es gab viele gelungene Spielleitungen, viele korrekte Entscheidungen, auch in komplexen Situationen. Aber es gab auch einige Spielleitungen, in denen die Entscheidungen nicht der Erwartung oder den Leitlinien für die Regelauslegung entsprachen. Daran muss gearbeitet werden, damit das im Jahr 2023 wieder besser wird", lautet ein Zwischenfazit von Lutz Michael Fröhlich, Geschäftsführer Sport und Kommunikation der DFB Schiri GmbH.

In Bezug auf den von Dr. Jochen Drees - wie Fröhlich unter einigen Schiris als Führungskraft umstritten - verantworteten VAR-Bereich wählt der Schiedsrichterchef deutlichere Worte: "Zu viele fehlende Eingriffe und einige falsche Eingriffe. Damit kann man nicht zufrieden sein. Auch wenn am Ende in der Bundesliga bisher 56 Fehlentscheidungen verhindert werden konnten."

Laut Fröhlich fehlten in der Bundesliga zehn VAR-Eingriffe, fünf waren falsch. Zusammen mit 56 Fehlern, die korrigiert werden mussten,  bei erst 15 Spieltagen ein Alarmsignal. Dieses erscheint in einem noch schlechteren Licht, da es in der 2. Liga deutlich besser lief. Obwohl dort bereits 18 Spiele mehr stattfanden, mussten nur 43 Fehler korrigiert werden, vier VAR-Eingriffe fehlten, drei waren falsch.

"Die bestehenden Leitlinien zur Bewertung von Spielvorgängen müssen intern noch mal intensiv dargestellt und präzisiert werden", räumt Fröhlich auch mit Blick auf das Zusammenspiel VAR/Schiri den klaren Nachholbedarf ein. Doch das ist nicht der einzige bei den Referees.

Unklare Leitlinien, schlechte interne und externe Kommunikation, Defizite im Fußballverständnis, Unzufriedenheit mit der Einsatzverteilung, ein richterlicher Vorwurf der Intransparenz sowie eine Qualitätslücke auf der FIFA-Liste, aber auch Doppelmoral bei Vereinsvertretern plus eine Geld-Rangliste aller 23 aktuellen Bundesliga-Schiris - lesen Sie den großen Schiedsrichter-Report im aktuellen kicker (Donnerstagausgabe oder als eMagazine).

Carsten Schröter-Lorenz

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