Champions League

Alaba über Modric: "Diese Frage stelle ich ihm jeden Tag"

Real-Verteidiger im kicker-Interview

Alaba über Modric: "Diese Frage stelle ich ihm jeden Tag"

Luka Modric (li.) gibt David Alaba Rätsel auf.

Luka Modric (li.) gibt David Alaba Rätsel auf. imago images/Pressinphoto

"Mir fehlen die Worte", hatte Alaba nach dem Halbfinal-Hinspiel gegen Manchester City noch über Benzema gesagt. Nun hat er sie wiedergefunden. "Ich sehe ihn täglich sehr hart arbeiten, und das inspiriert einen selbst", erklärt der Verteidiger im großen Interview in der aktuellen kicker-Ausgabe von Montag. "Er ist einer der Ersten, die kommen, und am Ende einer der Letzten, die gehen. Er lebt für seine Arbeit und strahlt einen unglaublichen Hunger nach Erfolg aus."

Explizit festlegen, wer von beiden der Bessere ist, will sich Alaba also nicht. Klar ist für ihn aber, dass Benzema die Nachfolge von Lewandowski als FIFA-Weltfußballer antreten könnte. Auf die Frage, warum der Real-Stürmer die Auszeichnung in diesem Jahr verdient hätte, antwortet Alaba nur kurz und vielsagend: "Ein Warum stellt sich angesichts der Leistungen nicht."

Ähnlich beeindruckt ist der Verteidiger, der seine erste Saison bei Real gleich mit dem Henkelpott krönen könnte, von Mittelfeldspieler Luka Modric. Der Kroate ist noch immer Lenker und Schaltstelle bei den Königlichen, brillierte auch in der K.-o.-Phase der Champions League - und das mit fast 37 Jahren.

Champions-League-Finale

Wie Modric in seinem Alter noch dazu im Stande sei? "Diese Frage stelle ich ihm auch jeden Tag", antwortet Alaba. "Es ist unglaublich, was er leistet. Übrigens nicht nur in den Spielen, immer wieder auch im Training. (...) Luka ist einer, der vorne und hinten agiert, auf dem ganzen Platz präsent ist, einer, der nicht müde wird. Das verbunden mit seiner Qualität und der Ruhe, die er ausstrahlt, ist schon außergewöhnlich. Vor allem, weil er das ja schon konstant mehr als ein Jahrzehnt lang zeigt."

Das bestimmt die Kultur im Verein.

David Alaba über Real Madrid und die Champions League

Mit Antreiber Modric könnte Real am Samstag nach 2014, 2016, 2017 und 2018 bereits zum fünften Mal binnen acht Jahren die Champions League gewinnen. Auch Alaba hat seit seinem Wechel im vergangenen Sommer bereits gemerkt, dass zwischen seinem neuen Verein und der Königsklasse "eine spezielle Beziehung" bestehe. "Das merkt man generell innerhalb des Klubs und speziell auch innerhalb der Mannschaft", berichtet er im Interview. "Das ist der größte Titel, der zu gewinnen ist. Auf dieses Ziel wird hingearbeitet, das bestimmt die Art und Weise, wie gearbeitet wird, und die Kultur im Verein."

Ob er lieber links oder lieber innen spielt, wie er Gegner Liverpool erwartet und was die größte Stärke von Carlo Ancelotti ist, erklärt Alaba im ausführlichen Interview. Jetzt lesen im Montags-kicker oder bequem im eMagazine!

mib, Jörg Wolfrum