Bundesliga

David Alaba erklärt Abschied: "Keine Entscheidung gegen Bayern"

FCB-Profi über seinen Abschied - und die Suche nach Ribery

Alaba: "Es ist keine Entscheidung gegen Bayern gewesen"

Nach 13 Jahren bald nicht mehr in Rot: David Alaba.

Nach 13 Jahren bald nicht mehr in Rot: David Alaba. imago images

Sein Abschied vom FC Bayern ist schon offiziell, sein neuer Arbeitgeber ab Sommer noch nicht. Doch dass es David Alaba nach 13 Jahren in München ablösefrei zu Real Madrid zieht, bahnt sich schon seit Monaten an.

"Es ist immer hart, wenn eine Zeit zu Ende geht, und es ist ja kein Geheimnis, dass ich mich hier immer sehr wohlgefühlt habe", sagt Alaba in der aktuellen Ausgabe des Bayern-Mitgliedermagazins "51". "Natürlich verlasse ich den FC Bayern mit einem weinenden Auge, freue mich aber gleichzeitig auf meine Zukunft. Es ist ja keine Entscheidung gegen den Verein gewesen."

Alaba wollte seine "Komfortzone" verlassen

Ende 2020 waren die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung in München gescheitert. Im Optimalfall hätte Alaba, so heißt es, ein Jahresgehalt von bis zu 22 Millionen Euro erhalten können. Als die Partei Alaba die Frist verstreichen ließ, kassierte der Klub seine üppige Offerte wieder ein. Gegenüber seinem nun ebenfalls scheidenden Trainer Hansi Flick, der ihn gerne behalten hätte, nannte der Verteidiger mangelnden Respekt bei den Verhandlungen als einen hinderlichen Grund.

Von derlei Details spricht Alaba im Mitgliedermagazin naturgemäß nicht. "Ich habe für mich beschlossen, dass ich noch einmal etwas Neues machen möchte, um einen weiteren Schritt nach vorne zu machen", erklärt er dort stattdessen. "Um zu wachsen, muss man seine 'Komfortzone' verlassen - und ich setze dieses Wort bewusst in Anführungsstriche, weil es sonst falsch ausgelegt werden könnte: Beim FC Bayern sind die sportlichen Erwartungen immer extrem, von den Verantwortlichen, in der Kabine oder von einem selbst. Ich will damit sagen, dass man vielleicht auch mal ins Ungewisse gehen muss, um noch einmal weiter zu reifen."

Alaba über Ribery: "Jedes Mal parkte er woanders"

Vermissen werde er neben der Stadt München vor allem "die Kabine und meine Kollegen, die Fans im Stadion, das Gefühl an der Säbener Straße, wo ich zu Beginn ja sogar noch zwei Jahre im Jugendhaus gewohnt habe". Jene Straße kennt er auch wegen Franck Ribery in- und auswendig, seinem einstigen Partner auf der linken Außenbahn. "Ich weiß noch, wie er mich ganz am Anfang immer mit dem Auto zum Abendessen abgeholt hat, als ich noch keinen Führerschein hatte. Jedes Mal parkte er an der Säbener Straße woanders, immer musste ich ihn suchen. Er macht aus allem einen Spaß."

jpe

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