Bundesliga

Akpoguma warnt vor dem Bayern-Effekt

TSG droht die dritte Niederlage in der Liga in Folge

Akpoguma warnt vor dem Bayern-Effekt

Hoffenheims Kevin Akpoguma warnt vor einem Effekt wie nach dem 4:1 gegen die Bayern.

Hoffenheims Kevin Akpoguma warnt vor einem Effekt wie nach dem 4:1 gegen die Bayern. imago images

Rein statistisch betrachtet, stehen die Vorzeichen gut für die Kraichgauer vor dem Gastspiel am Sonntagabend in Bremen. Seit sechs Gastspielen ist Hoffenheim bei Werder ungeschlagen (2 Siege, 4 Remis) und schaut damit auf eine bisher unerreichte Auswärtsbilanz bei einem Erstligakonkurrenten zurück. Gute Voraussetzungen für Trainer Sebastian Hoeneß, die dritte Niederlage in Folge in der Meisterschaft zu verhindern. Drei Pleiten am Stück hatten seine Vorgänger Alfred Schreuder und Julian Nagelsmann nicht hinnehmen müssen, der letzte TSG-Trainer, der drei Pleiten am Stück schlucken musste, war 2015 der heutige Kölner Coach Markus Gisdol.

Akpoguma: "Es soll nicht wieder das gleiche Thema werden"

Zudem gelte es, das Erfolgserlebnis vom Donnerstag im Europacup zu veredeln. Schließlich hatten die Hoffenheimer schon einmal in dieser Saison nach einem Triumph direkt wieder nachgelassen. Nach dem sensationellen 4:1-Sieg gegen den FC Bayern setzte es in Frankfurt eine durchaus vermeidbare 1:2-Niederlage. "Es soll nicht wieder das gleiche Thema werden wie nach dem Sieg gegen die Bayern, nach dem es in Frankfurt dann wieder nicht so toll aussah", warnt Innenverteidiger Kevin Akpoguma und mahnt deswegen auch in Bremen zu voller Konzentration.

Hoeneß hofft auf "Insider" Vogt

Schließlich präsentiert sich Werder deutlich verbessert als noch in der erst in der Relegation geretteten vergangenen Spielzeit, als die TSG deutlich mit 3:0 in Bremen gewann. "Der Saisonauftakt ist ihnen gelungen, sie haben sich als Mannschaft stabilisiert, es wirkt, als wäre ein guter Teamspirit auf dem Platz", erkennt Hoeneß eine neue Stabilität beim kommenden Gegner, "fußballerisch tun sie sich leichter, wenn der Gegner den Ball hat und sie über Umschaltsituationen gefährlich werden." Weitere Detailkenntnisse erhofft er sich von Insider Kevin Vogt, der in der Rückrunde an Werder ausgeliehen war und Bremens Besonderheiten in und auswendig kennt. "Ich werde ausführlicher mal mit Kevin reden, um uns als Mannschaft wieder gut vorzubereiten auf das Spiel", verrät Hoeneß.

Damals traf Vogt bereits im zweiten Spiel im Bremer Dress auf die Hoffenheimer Kollegen, diesmal kommt es im fünften Spiel zum direkten Vergleich mit den Ex-Kollegen, mit denen Vogt im erst in der Relegation erfolgreich bestandenen Abstiegskampf enorme Drucksituationen durchlebte. "Eine irre Herausforderung und Erfahrung. Das war wirklich prägend. Aber ich habe das auch genossen", sagt Vogt im Rückblick, "sportlich wie menschlich ein absoluter Gewinn. Es gibt kein Gesicht, auf das ich mich nicht freue." Seine persönliche Bilanz gegen Bremen ist derweil nahezu makellos: Nur eines von 13 Spielen gegen Werder verlor Vogt, bei sieben Siegen und fünf Remis.

Michael Pfeifer

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