Bundesliga

Ajax zaubert gegen Frankfurt - Eintracht in der Defensive oft überfordert

Nur 1:2 in Amsterdam

Ajax zaubert gegen Frankfurt - Eintracht in der Defensive oft überfordert

Einer von zahlreichen Zauberern im Ajax-Trikot: Antony gegen Ndicka und Kostic.

Einer von zahlreichen Zauberern im Ajax-Trikot: Antony gegen Ndicka und Kostic. imago images

Nach einer anstrengenden Trainingswoche absolvierte Eintracht Frankfurt einen Test bei Ajax Amsterdam. Zwar stand es zur Halbzeitpause nur 1:0 für die Niederländer, doch dies schmeichelte den Hessen außerordentlich, die in der Defensive mit dem rasanten Kombinationsfußball der Amsterdamer große Probleme hatten.

Frankfurt in Durchgang eins im Glück

Schon in der 4. Minute gingen die Hausherren in der Amsterdam Arena in Führung. Promes ließ SGE-Keeper Trapp aus zehn Metern keine Chance, nachdem ihn Traoré per Hackentrick perfekt ins Szene gesetzt hatte. Der Schütze des Führungstreffers hätte der Hütter-Elf im ersten Abschnitt noch weitere Treffer einschenken können, doch Trapp reagierte einmal stark mit dem Fuß und hatte darüber hinaus etwas Glück, dass Promes sein Visier nicht immer auf scharf gestellt hatte.

Die Frankfurter Defensive hatte aber auch mit dem wieselflinken Außenbahnspieler Antony, mit dem bulligen Stürmer Traoré, dem Ballverteiler Tadic und dem energischen Nachwuchsmann Gravenberch ihre liebe Mühe. In der Offensive war zudem bis zum Pausenpfiff bei den Hessen nicht viel los - ein harmloser Abschluss von Kostic und eine starke Parade von Ajax-Keeper Onana gegen Silvas Flachschuss kurz vor der Pause waren die einzigen Annäherungsversuche der SGE.

Silva trifft zum Anschluss

Nach dem Seitenwechsel drückten die Niederländer wie im ersten Abschnitt auch gleich wieder aufs Gaspedal. Ajax-Joker Kudus vollendete einen Angriff, der die Frankfurter Abwehr zu Statisten degradierte. Antony hätte schon verwerten können, doch der Brasilianer legte lieber mit der Hacke zurück und avancierte so zum genialen Vorbereiter des 2:0. Kudus konnte gegen den hilflosen Trapp locker einschieben.

Diese für Frankfurt frustrierende Szene und der prompte Anschlusstreffer der Eintracht - Silva drückte den Ball aus kurzer Distanz nach einer Ecke zum 1:2 in die Maschen - machte die SGE-Brust wieder etwas breiter - zumal die Hütter-Elf nun auch in den Zweikämpfen deutlich aggressiver zu Werke ging. Bisweilen übertrieben es die Hessen auch, so dass es einige Male zu kleineren Rudelbildungen kam. Gefährliche Chancen hatte weiterhin aber vor allem Ajax, so hämmerte Alvarez einen Distanzschuss aus 22 Metern an die Latte, Trapp wäre chancenlos gewesen.

Weil die Amsterdamer es jedoch versäumten, ergebnismäßig für klare Verhältnisse zu sorgen, blieb die Partie intensiv. Und die Hessen hätten trotz aller spielerischer Unterlegenheit fast noch den Ausgleich markiert, aber Silva scheiterte aus spitzem Winkel am gut reagierenden Onana. So blieb es am Ende beim knappen 2:1-Sieg für den niederländischen Topklub.

bst