2. Bundesliga

Agu will erstklassig spielen - Baumann: "Gemeinsam daran arbeiten"

Potenzieller Augustinsson-Nachfolger

Agu will erstklassig spielen - Baumann: "Gemeinsam daran arbeiten"

Angebote liegen vor: Felix Agu.

Angebote liegen vor: Felix Agu. Getty Images

Eigentlich hätte Außenverteidiger Agu, der auf beiden Flügeln einsetzbar ist, bei Werder in der neuen Saison freie Bahn. Rechtsverteidiger Theo Gebre Selassie, dessen Vertrag ausgelaufen war, hat den Klub bereits verlassen und Linksverteidiger Ludwig Augustinsson hat ebenfalls öffentlich ausgesprochen, dass er seinen Abschied plant.

Der noch ein Jahr bei Werder unter Vertrag stehende schwedische EM-Teilnehmer ließ in der vergangenen Woche aus dem Lager der Nationalmannschaft jedenfalls wissen, "höhere Ambitionen" zu besitzen als in der 2. Liga zu spielen. Zumindest für Baumann kamen diese Aussagen "überhaupt nicht überraschend", wie er gegenüber dem kicker ausführte.

Baumann: "Es muss für alle Seiten passen"

Der Werder-Sportchef geht davon aus, dass die Absicht, den Verein verlassen zu wollen, "um den nächsten Schritt zu machen, auch im Erstligaszenario" von Augustinsson geäußert worden wäre: "Er ist ja schon längere Zeit hier, hat gewisse Ambitionen", so Baumann. 2017 war der Schwede für 4,5 Millionen Euro vom FC Kopenhagen nach Bremen gewechselt. Bei einem "passenden Angebot" würde man ihn nun ziehen lassen, sagt der Sportchef, "aber es muss für alle Seiten passen".

Wenn Augustinsson fit war, galt er in Bremen als gesetzt; Agu, der vor der Saison ablösefrei vom VfL Osnabrück zu Werder gewechselt war, blieb also vorerst die Backup-Rolle - meistens wenn der Schwede ausfiel, was immer mal wieder vorkam, bei 23 absolvierten Bundesligaspielen in der vergangenen Saison. Agu kam so zu seinen ersten 15 Bundesliga-Einsätzen, stand achtmal in der Startelf, und trat vor allem beim 2:0-Sieg im Januar gegen den FC Augsburg mit seinen einzigen Scorerpunkten (ein Tor, eine Vorlage) in Erscheinung.

Dabei scheint der 21-Jährige so sehr auf den Geschmack gekommen zu sein, dass er weiterhin erstklassig spielen will. Werder weiß vom Wunsch des Spielers, für den es aktuell Anfragen von einem Bundesligisten und einem Premier-League-Klub geben soll, der jedoch noch einen bis 2024 laufenden Vertrag besitzt. "Dass Felix grundsätzlich erstklassig spielen möchte, ist ganz normal", erklärt Baumann, "aber wir gehen ganz fest davon aus, dass er bei uns bleibt und dann können wir gemeinsam daran arbeiten, dass wir schnellstmöglich wieder erstklassig spielen."

Tim Lüddecke