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Copa Libertadores: Ära Gallardo bei River Plate vor dem Ende?

Copa Libertadores: Dominator der vergangenen Jahre ist über dem Zenit

Ära Gallardo bei River vor dem Ende?

Hat Kultstatus als Coach erlangt: Marcelo Gallardo.

Hat Kultstatus als Coach erlangt: Marcelo Gallardo. imago images

Immerhin, die klare Heimniederlage im Hinspiel des Halbfinals der Copa Libertadores war gefühlt gar keine. Zwar verlor River Plate 0:3 gegen Palmeiras, aber weil Argentiniens Rekordmeister sein Stadion Monumental momentan umbaut, wurde das "Heimspiel" im Vorort Avellaneda im Stadion von Independiente, einem traditionellen Rivalen, ausgetragen.

Nichtsdestotrotz hat die Pleite die Hoffnungen der Rot-Weißen auf den erneuten Finaleinzug fast schon auf ein Minimum gesenkt. Es müsste praktisch ein Wunder her, um in der Nacht zum Mittwoch in Sao Paulo doch noch ins Endspiel einzuziehen. 2019 verlor River das Finale gegen Flamengo, 2018 hatte man im Endspiel über Stadt- und Erzrivale Boca Juniors triumphiert. Auch 2015 hieß der Sieger der südamerikanischen Champions League River. Danach aber sieht es diesmal nicht aus.

"Wir bedürfen jetzt einer dieser epischen Nächte. Die gibt es selten, aber wir müssen es eben versuchen", betont Trainer Marcelo Gallardo, der seit Amtsantritt 2014 Kultstatus als Coach erlangt hat. Doch der Ex-Profi betreut mittlerweile ein Team, das aufgrund diverser Abgänge nach den Erfolgen über den Zenit hinaus ist und von Spielern wie dem fast 39-jährigen Kapitän Leonardo Ponzio, dem fast 38-jährigen Ex-Nürnberger Javier Pinola und dem fast 35-jährigen Enzo Perez dominiert wird. Trotz aller Erfolge mit zudem diversen nationalen Titeln könnte nun auch Gallardos Ära enden, zumal River am Samstag just gegen Independiente auch noch aus dem heimischen Liga-Pokal ausgeschieden ist.

Sergio Levinsky