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"Ad absurdum": Sechs Salzburger erst positiv - und am Ende doch negativ

Testreihe bei einberufenen Nationalspielern

"Ad absurdum": Sechs Salzburger erst positiv - und am Ende doch negativ

Am Tag nach dem Remis gegen Rapid wurden sechs Salzburger Profis positiv auf das Coronavirus getestet.

Am Tag nach dem Remis gegen Rapid wurden sechs Salzburger Profis positiv auf das Coronavirus getestet. imago images

Die zunächst positiven Testergebnisse gab Österreichs Serienmeister, jüngst Gegner der Münchner Bayern in der Champions League (2:6), am Montag bekannt. Am Freitag hatten noch alle Spieler der Mozartstädter vor dem 1:1 gegen Rapid Wien (Anstoß war am Sonntagabend um 17 Uhr) negative Ergebnisse aufgewiesen. RB wurde laut eigenen Angaben am Sonntagabend vom Österreichischen Fußball-Verband informiert. Die Testreihe von Nationalspielern ist obligatorisch.

"Die betroffenen Spieler sind derzeit ohne Symptome und haben sich bereits in Quarantäne begeben", so der Tabellenführer der österreichischen Bundesliga zunächst. Der Rest des Teams befinde sich in Mannschaftsquarantäne und dürfe nur zwischen Wohnung, Trainings- bzw. Spielort pendeln. Außerdem sagte Salzburg vorerst die Abstellungen aller Nationalspieler ab. Zum Kader zählt mit Mergim Berisha auch ein deutscher U-21-Akteur.

Zurückgerudert

Um endgültige Klarheit zu haben, wurde am Montag eine erneute PCR-Testung beim gesamten Team vorgenommen - mit dem gegenteiligen Ergebnis. Der Klub werde nun versuchen, alle Nationalspieler doch noch zu ihren Auswahlmannschaften reisen zu lassen, sagte Geschäftsführer Stephan Reiter: "Wir hoffen, dass das behördlich verhängte Reiseverbot für sie rasch aufgehoben wird."

Und weiter: "Wir wollen umgehend in Erfahrung bringen, warum die letzten beiden Corona-Tests, die bei ein und demselben Labor in Salzburg durchgeführt wurden, so unterschiedliche Ergebnisse nach sich gezogen haben. Das können wir so keinesfalls stehen lassen, weil es die umfangreichen und professionellen Bemühungen des FC Red Bull Salzburg, die vorgegebenen Präventionsmaßnahmen umzusetzen, ad absurdum führt."

aho/mag

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