Bundesliga

Fischer als Eintracht-Präsident wiedergewählt

Mitgliederzahl auf über 115.000 gestiegen - NLZ künftig Teil der AG

Achte Amtszeit: Fischer als Eintracht-Präsident wiedergewählt

Peter Fischer wurde zum Eintracht-Präsidenten wiedergewählt.

Peter Fischer wurde zum Eintracht-Präsidenten wiedergewählt. IMAGO/Sven Simon

Fischer, der das Amt des Präsidenten im August 2000 übernommen hat, geht damit in sein 23. Jahr an der Spitze des e.V. Der 66-Jährige wurde mit 79,85 Prozent der anwesenden Mitglieder für die kommenden vier Jahre gewählt - es ist seine achte Amtszeit. Auch die Vizepräsidenten Thomas Förster, Dieter Burkert, Stefan Minden und Michael Otto wurden damit wiedergewählt. Außerdem wurden das Präsidium, der Verwaltungs- und der Aufsichtsrat für die beiden vergangenen Geschäftsjahre wie erwartet entlastet.

Wir müssen verhindern, dass Talente aus unserem Einzugsgebiet zu Mainz 05 oder Hoffenheim wechseln.

Markus Krösche

Auch sportlich wurden die Weichen für die Zukunft gestellt: Von den Mitgliedern wurde mit einer Mehrheit von 73 Prozent beschlossen, dass das Nachwuchsleistungszentrum künftig nicht mehr dem e.V. untergeordnet ist und zum 1. Juli 2023 in die für den Profifußball zuständige AG ausgegliedert wird. "Wir müssen verhindern, dass Talente aus unserem Einzugsgebiet zu Mainz 05 oder Hoffenheim wechseln", betonte Markus Krösche. Laut dem Sportvorstand können damit künftig Prozesse und die Entwicklungszeit beschleunigt werden, um Spieler in den Profibereich zu führen.

Warnung nach Köln: "Zieht euch warm an"

Der Mitgliederboom beim Traditionsverein ist derweil ungebrochen. Im Mai diesen Jahres wurde die Marke von 100.000 Mitgliedern gebrochen. "Heute am Tag der Mitgliederversammlung zählen wir 115.112 Vereinsmitglieder", verkündete Fischer vor rund 800 anwesenden Mitgliedern. Damit ist die Eintracht hinter dem FC Bayern, Dortmund, Schalke und Köln im Mitgliederranking weiter die Nummer fünf in Deutschland. In Richtung FC, der knapp 5000 Mitglieder mehr zählt, schickte Fischer noch eine Ansage. "Euch kriegen wir, zieht euch warm an, wir überholen euch!"

Konsequenzen für "Lügner und Betrüger"

Warm anziehen müssen sich laut Fischer auch Mitglieder, dir ihr Privileg, an die begehrten Tickets für die internationalen Spiele zu kommen ausnutzen, um beim Weiterverkauf Geld zu verdienen. Für horrende Summen im Teils vierstelligen Bereich sind immer wieder Karten für Spiele der Champions League beziehungsweise in der vergangenen Saison in der Europa League in Ticketbörsen zu finden. "Wir wollen nicht, das so eine Schweinerei passiert. Wir werden versuchen, alle Lügner und Betrüger zu bekommen", kündigte Fischer an. 50 Personen habe man schon "geschnappt, bestraft und rausgeschmissen."

Moritz Kreilinger