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Académie francaise rät von Anglizismen in der Videospielbranche ab

Neue Empfehlung in Frankreich

Académie francaise rät von Anglizismen in der Videospielbranche ab

Das Wort "Controller" dürfte auch betroffen sein.

Das Wort "Controller" dürfte auch betroffen sein. MSI

Die Académie francaise in Paris hat seit ihrer Gründung 1635 eine Hauptaufgabe: Die "Vereinheitlichung und Pflege der französischen Sprache". Ein Dorn im Auge ist der Gaming-Jargon, denn Anglizismen gibt es dort zu Genüge.

Deshalb verabschiedete das Gremium am Montag neue Empfehlungen zum Gebrauch französischer Wörter im Kontext der Videospiele, berichtete die Nachrichtenagentur AFP. Demzufolge wird zum Beispiel aus "professional gamer" "joueur professionnel" oder aus "live-streamer" "joueur-animateur en direct".

Spieler können weiterhin selbst entscheiden

Mit dieser Richtlinie wolle die Akademie und das französische Kulturministerium die Videospiel-Sprache vereinfachen. Gegenüber der AFP erwähnte das Ministerium, dass die Anglizismen in der Videospielbranche für Nicht-Spieler eine "Verständnisbarriere" darstellen könnten.

Allerdings: Die Bürger können weiterhin selbst entscheiden, ob sie die Empfehlung der Pariser Akademie beherzigen oder nicht. Bindend sind die neuen Sprachregeln stattdessen für Regierungsangestellte und Mitarbeiter des öffentlichen Sektors.

Außerdem plant Emmanuel Macron einige eSport-Events nach Frankreich zu holen.

Sven Grunwald

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