Int. Fußball

CAS-Urteil: AC Mailand darf doch in der Europa League starten

CAS gibt Einspruch gegen UEFA-Urteil statt

AC Mailand darf doch in der Europa League starten

Darf mit seinem Team in der Europa League starten: Gennaro Gattuso.

Darf mit seinem Team in der Europa League starten: Gennaro Gattuso. imago

Milan hatte sich als Tabellensechster der Serie A für die Europa League qualifiziert, war von der UEFA wegen Verstößen gegen das Financial Fairplay (FFP) allerdings für ein Jahr von allen Europacup-Wettbewerben ausgeschlossen worden . Gegen dieses UEFA-Urteil hatten die Mailänder vor dem CAS in Lausanne Einspruch eingelegt - mit Erfolg. Milan darf doch in Europa League starten, der AC Florenz, der nachgerückt wäre, spielt 2018/19 nicht europäisch.

Die Rossoneri hatten vor einem Jahr rund 200 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben - mehr als sie eingenommen hatten. Den Verstoß gegen das FFP erkannte der CAS in seinem Urteil nun an. Die von der UEFA verhängte Strafe sei aber unverhältnismäßig und werde deshalb annulliert. Der Fall wurde vom CAS zurück an die Disziplinarkommission der UEFA verwiesen, die eine "verhältnismäßige Maßnahme" verhängen solle.

AC Mailand - Vereinsdaten
AC Mailand

Gründungsdatum

16.12.1899

Vereinsfarben

Rot-Schwarz

Besitzerwechsel wirkt sich positiv aus

Hintergrund des UEFA-Urteils waren auch Zweifel bezüglich der Besitzverhältnisse bei Milan gewesen. Der chinesische Unternehmer Li Yonghong, der den Klub im April 2017 von Silvio Berlusconi gekauft hatte, hatte immer wieder mit Zahlungsproblemen zu kämpfen. Dass die US-Anlagegesellschaft Elliott Management inzwischen die vollständige Kontrolle über den Verein übernommen hat , dürfte sich positiv auf das CAS-Urteil ausgewirkt haben. "Wir wollen ein nachhaltiges Betriebsmodell betreiben, das die Vorschriften des Financial Fair Play der UEFA respektiert", hatte Elliott bei der Übernahme erklärt.

Im weiteren Verlaufe hat sich noch etwas anderes bei Milan geändert: Der italienische Renommierklub hat binnen eines Jahres zum zweiten Mal einen neuen Präsidenten. Top-Manager Paolo Scaroni, Ex-Präsident des Energiekonzerns "ENI", ist der neue Chef des Mailänder Vereins. Er folgt auf den Chinesen Li Yonghong, der vom neuen Mehrheitsaktionär Elliott abgesetzt wurde.

Nach dem Rückzug des langjährigen Besitzers Silvio Berlusconi im April 2017 war Milan für 740 Millionen Euro an chinesische Investoren verkauft worden.

ski/sid

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