DFB-Pokal

Abwehrsorgen: Brooks und Langkamp angeschlagen

Hertha: Einsatzgarantie für Stocker und Pekarik gegen St. Pauli

Abwehrsorgen: Brooks und Langkamp angeschlagen

Einsatz bei St. Pauli fraglich: Herthas US-Nationalspieler John Anthony Brooks.

Einsatz bei St. Pauli fraglich: Herthas US-Nationalspieler John Anthony Brooks. imago

"Valentin spielt zu 100 Prozent", erklärte Trainer Pal Dardai am Sonntagmittag. Mögliches Modell: Stocker besetzt das Zentrum - Salomon Kalou, der gegen Köln sein Saisondebüt in der Liga gab, rückt auf den Flügel. Auch Rechtsverteidiger Peter Pekarik, der nach seinem Muskelfaserriss wieder fit ist und gegen den 1. FC Köln (2:1) am Samstag auf der Bank saß, soll am Dienstag beginnen. Damit würde Stamm-Rechtsverteidiger Mitchell Weiser frei für die offensive Position auf dem rechten Flügel, wo Alexander Esswein dann die Joker-Rolle bliebe. "Wir wollen ein paar frische Spieler bringen", erklärte Dardai. "Aber hundertprozentig entschieden habe ich mich noch nicht, was ich ändere. Wir müssen schauen, wie am Montag die personelle Situation ist."

Am Sonntag wurden gleich drei Profis von Muskelverhärtungen geplagt. Julian Schieber, am Samstag Vorbereiter des zweiten Hertha-Tores, konnte immerhin mittrainieren und soll gegen St. Pauli zur Verfügung stehen. Diffiziler ist die Situation in der Abwehr: Sowohl Sebastian Langkamp als auch John Anthony Brooks sind angeschlagen. "Selbst wenn beide ausfallen, werden wir gute Lösungen suchen und keine Ausreden", sagte der Coach. Während er bei Langkamp berechtigte Hoffnung auf einen Einsatz hat, ist das Mitwirken von US-Nationalspieler Brooks, der gegen Köln eine starke Leistung bot, fraglich. Sollte er ausfallen, könnte Niklas Stark vom defensiven Mittelfeld in die Innenverteidigung rücken. Zudem ist auch denkbar, dass Dardai ein Verteidiger-Talent der Akademie in den 18er-Kader beruft, etwa Nico Beyer (20) oder Florian Baak (17), zumal auch Fabian Lustenberger weiter ausfällt. Der Schweizer, der auch Innenverteidiger spielen kann, konnte nach seiner Beckenprellung zwar am Sonntag schmerzfrei eine Laufeinheit von viermal tausend Metern bestreiten, ist aber nach wie vor kein Thema für den Kader.

Dardai: "Wir sind vorbereitet auf körperlichen Einsatz"

Dass sein Team, das seit Wochen in der Bundesliga-Spitze mitmischt, den Zweitliga-Letzten unterschätzt, schloss Dardai aus. Der Ungar erwartet ein "hartes, enges Spiel - wer St. Pauli zum Beispiel am ersten Spieltag in Stuttgart gesehen hat, kennt das Potenzial dieser Mannschaft". Dardai sagte: "Jeder weiß, was uns da erwartet. Wir sind vorbereitet auf körperlichen Einsatz, das wird das Wichtigste sein. Wir fahren mit Respekt dorthin und wollen den Gegner nicht aufbauen."

Hertha wird erstmals in dieser Saison in weißen Trikots auflaufen. Nach Lage der Dinge werden sie am Dienstagabend schmutzig.

Steffen Rohr