Bundesliga

Abstellungen für das Ukraine-Spiel? Eberl wird es "mulmig"

Rose freut sich über speziellen Trainingsgast in Mönchengladbach

Abstellungen für das Ukraine-Spiel? Eberl wird es "mulmig"

Max Eberl

Die Länderspiele sorgen für Diskussionen: Max Eberl. imago images

Die personellen Fragen rund um das erste Gladbacher Heimspiel gegen Union Berlin am Samstag waren am Donnerstag schnell abgehakt. Der angeschlagene Breel Embolo wird im ersten Heimspiel vor Zuschauern wohl noch nicht dabei sein. "Wir hatten ihn teilweise schon dabei auf dem Trainingsplatz, aber noch nicht im Mannschaftstraining", erzählt Trainer Marco Rose, "es wird also eher eng mit Blick aufs Wochenende."

Noch weiter weg von einem Einsatz ist naturgemäß Mittelfeldspieler Denis Zakaria. Er wolle nicht täglich neue Wasserstandsmeldungen abgeben, verdeutlicht Rose, machte aber klar: "Wir rechnen mit ihm eher nicht vor der Länderspielpause."

Ich könnte ohnehin nur sagen, ich möchte den Spieler nicht abstellen, aber am langen Ende entscheidet das immer der Spieler selbst.

Max Eberl

Länderspiel, das war dann auch ein Stichwort für Max Eberl. Die deutsche Nationalelf trifft am 10. Oktober in Kiew auf die Ukraine, die Gladbacher Matthias Ginter und Florian Neuhaus sind eingeplant. Und natürlich haben die Vertreter der Vereine Bedenken, weil die DFB-Elf im Risikogebiet Ukraine antreten muss, wo die täglichen Infektionszahlen deutlich höher sind als hierzulande und deshalb eine Reisewarnung durch das Auswärtige Amt besteht.

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Er sei sehr sicher, dass alle Verbände zu den jeweiligen Länderspielen mit höchster Vorsicht anreisen, verdeutlichte Eberl. Und: "Ich könnte ohnehin nur sagen, ich möchte den Spieler nicht abstellen, aber am langen Ende entscheidet das immer der Spieler selbst", sagte der Sportdirektor.

"Was mache ich denn, wenn in der Champions League demnächst Dynamo Kiew als unser Gruppengegner ausgelost wird?"

Er deutete an, dass eine ähnliche Problematik, mit der jetzt der DFB umgehen muss, demnächst auch Gladbacher Pflichtspiele betreffen könnte. "Was mache ich denn", fragte Eberl in die Runde, "wenn in der Champions League demnächst Dynamo Kiew als unser Gruppengegner ausgelost wird?" Nicht nur für Eberl ein Thema, bei dem ihm "mulmig" werde und das auch die Vereinsvertreter in den nächsten Tagen und Wochen umtreiben wird.

Derweil freute sich Trainer Rose über einen Kiebitz, der sich spontan entschlossen hatte, mal das Training der Fohlen zu beobachten. Winnie Schäfer sah sich die Trainingseinheit am Borussia-Park am Donnerstagvormittag an. "Ich war selbst überrascht", gestand Rose, "ich glaube, er war heute mit Rainer Bonhof Golfspielen. Ich freue mich immer riesig, wenn ich solche Persönlichkeiten treffe und habe höchsten Respekt vor seinem Lebenswerk." Ganz klar: "Er ist ein sehr charismatischer Typ."

Und außerdem kam der frühere Borussen-Profi und weitgereiste Trainer mit Komplimenten um die Ecke. "Er hat mir gesagt, er mag die Art und Weise, wie wir auftreten, wie wir Fußball spielen." Roses Zusammenfassung: "He made my day" - er hat meinen Tag gerettet.

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