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Abreibung für die Browns in Pittsburgh - Henry überragt bei Overtime-Spektakel

Zittersieg für Baltimore - Erste Erfolge für Falcons und Giants

Abreibung für die Browns in Pittsburgh - Henry überragt bei Overtime-Spektakel

Legte einen 94-Yard-Touchdown hin und entschied das Overtime-Spektakel in Nashville: Titans-Running-Back Derrick Henry.

Legte einen 94-Yard-Touchdown hin und entschied das Overtime-Spektakel in Nashville: Titans-Running-Back Derrick Henry. Getty Images

Pittsburgh Steelers - Cleveland Browns 38:7

Das Duell der beiden stark gestarteten AFC-North-Rivalen war eine klare Angelegenheit für die Steelers: 10:0, 14:7, 7:0 und 7:0 - so endeten die vier Viertel zugunsten von Pittsburgh. Das Franchise aus der "Stahl-Stadt" bleibt damit weiterhin ungeschlagen (5:0). Im Vorfeld des Duells ging es schwerpunktmäßig um das Wiedersehen von Myles Garrett und Mason Rudolph. Der Browns-Defensive-End hatte vor knapp einem Jahr mit einem brutalen Helmschlag gegen Pittsburghs Rudolph für Aufsehen gesorgt, die ihm damals eine lange Sperre einbrachte. Mit seinen Browns hatte er am Sonntagabend aber keine Chance, auch weil Clevelands Quarterback Baker Mayfield einen schwachen Tag erwischte. Der Browns-QB warf zwei Interceptions und verließ das Feld bereits nach dem dritten Viertel, als sein Team bereits aussichtslos zurücklag.

New England Patriots - Denver Broncos 12:18

Das Duell zwischen New England und Denver war um eine Woche verschoben worden, da Patriots-Quarterback Cam Newton und andere Spieler an COVID-19 erkrankt waren. Lange Zeit ging bei den Patriots so gut wie nichts, die Broncos führten scheinbar sicher mit 18:3. Doch dann leistete sich Denvers Spielmacher Drew Lock im letzten Viertel zwei Interceptions, so dass die Broncos nochmal rankamen, aber mehr als neun Punkte waren nicht drin. Die Aufholjagd der "Pats" endete mit einer 12:18-Niederlage. New England steht nach fünf absolvierten Spielen bei einer Bilanz von 2:3. Selbiges gilt für die Broncos.

Philadelphia Eagles - Baltimore Ravens 28:30

Ravens-Quarterback Lamar Jackson erzielte mal wieder einen langen Rushing Touchdown und führte Baltimore bei den Eagles scheinbar zum nächsten souveränen Sieg. Dieser geriet im vierten Viertel allerdings nochmal gehörig ins Wanken, weil die Eagles spät mächtig aufdrehten. 22 Punkte holte Philadelphia im Schlussakkord, doch die sechs Punkte für Baltimore reichten letztlich für einen 30:28-Zittersieg. Baltimore geht mit dem fünften Sieg aus Week 6 (5:1), die kassieren dagegen die vierte Niederlage.

Tennessee Titans - Houston Texans 42:36 OT

Die Titans und die Texans lieferten sich speziell im zweiten Durchgang einen spektakulären Schlagabtausch, Tennessees Running Back Derrick Henry gelang dabei ein 94-Yard-Touchdown - das ist der bisher längste Lauf der Saison. Das Duell war ein echter Ritt auf der Rasierklinge: Texans-QB Deshaun Watson drehte mächtig auf - das dritte Viertel endete 13:0 für Houston. Erst vier Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit konnten die Titans ausgleichen und mit einem 36:36 die Overtime erzwingen.

In dieser hatte dann erneut Henry seine großen Auftritte, als er einen weiteren langen Raumgewinn hinlegte und schließlich auch den entscheidenden Touchdown erzielte. Mit diesem Herzschlag-Sieg bleibt Tennessee ungeschlagen. Die Texans indes kassieren im zweiten Spiel unter Interimstrainer Romeo Crunell die erste Niederlage - beim Debüt ein 30:14 gegen die Jacksonville Jaguars - und stehen nun bei 1:5.

New York Giants - Washington Football Team 20:19

Die New York Giants durften in Week 6 den ersten Erfolg verbuchen. Das Franchise aus dem Big Apple besiegte das ebenfalls schwach gestartete Washington hauchdünn mit 20:19. Die Giants starteten überlegen, führten 10:0, ehe das Team aus der Hauptstadt sich im guten zweiten Viertel zurückmeldete. Ohne frische Punkte in Abschnitt drei ging es ins Schlussviertel, in dem die Giants ihren Vorsprung mit 7:9 Zählern knapp verteidigten.

Minnesota Vikings - Atlanta Falcons 23:40

Die Atlanta Falcons hatten nach dem 16:23 gegen die Caroline Panthers (0:5-Bilanz) ihren Head Coach Dan Quinn entlassen. Am Sonntag waren die Falken dann bei den bisher überraschend schwachen Minnesota Vikings gefordert - und landeten mit einem 40:23 den gleich deutlichen ersten Sieg. Die Falcons profitierten dabei von einer starken Leistung von Star-Receiver Julio Jones und einer verheerenden ersten Hälfte von Vikings-Quarterback Kirk Cousins, der drei Interceptions fabrizierte.

Durch die Siege von Atlanta und den Giants sind damit nur noch die New York Jets ohne Erfolgserlebnis (0:5). Deren für Week 6 geplantes Duell bei den Los Angeles Chargers wurde abgesagt, stattdessen sind sie bei den Miami Dolphins gefordert (angesetzt für Week 10).

mib/bst

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