NFL

NFL, Green Bay Packers: Aaron Rodgers ist "der Frostkönig"

Quarterback der Green Bay Packers liebt die "Frozen Tundra"

Aaron Rodgers ist "der Frostkönig"

Bestes Wetter? Wenn's schneit, gefällt's Aaron Rodgers.

Bestes Wetter? Wenn's schneit, gefällt's Aaron Rodgers. Getty Images

In seinen 16 NFL-Spielzeiten hat Aaron Rodgers rein statistisch noch nie so gut gespielt wie in dieser Saison. Die 48 Touchdown-Pässe sind sein persönlicher Bestwert - in Kombination mit seinen lediglich fünf Interceptions hat "A-Rod" sogar einen bislang einmaligen NFL-Rekord aufgestellt, was die "TD/INT-Ratio" angeht.

Mit solchen Zahlen kann im Grunde nur der 2011er Aaron Rodgers mithalten, der damals 45 TDs bei nur sechs Interceptions und insgesamt 4643 Yards (in dieser Saison 4299 Yards) verbucht hat.

Kein Wunder, dass der 2010/11 zum Super-Bowl-Sieger und Super-Bowl-MVP gekürte Rodgers (31:25 gegen die Pittsburgh Steelers) nach seinen MVP-Titeln 2011 und 2014 in dieser Spielzeit der Top-Favorit auf die höchste individuelle Football-Auszeichnung ist - ein Stück weit vor Chiefs-Star Patrick Mahomes. Zugleich sind seine Packers, das erfolgreichste NFC-Team der Regular Season 2020, ein Top-Anwärter auf den Super Bowl.

"Es gibt so viele Faktoren"

Doch nicht nur das: Dank der Errungenschaft, die Regular Season mit 13:3 als bestes NFC-Team abgeschlossen zu haben, haben die Käsestädter vergangene Woche im Zuge der Wild Card Round nicht nur frei gehabt, sondern ab sofort bis zum möglichen Super Bowl in Tampa/Florida am 8. Februar (MEZ) Heimrecht. So eben auch am kommenden Samstag (22.35 Uhr), wenn Green Bay die Los Angeles Rams im Lambeau Field willkommen heißt.

Das heißt auch: Die Gäste aus Kalifornien (zuletzt mit 30:20 in Seattle erfolgreich) müssen mit Temperaturen um den Gefrierpunkt und eventuell mit etwas Bodenfrost, Eis oder Schnee klarkommen. Wetter also, die Rodgers seit vielen Jahren zu schätzen weiß - obwohl der 37-Jährige selbst in Chico/Kalifornien geboren und als 49ers-Fan aufgewachsen ist.

Aaron Rodgers

Schwieriger Untergrund, nicht ganz klare Sicht? Aaron Rodgers schätzt solche Bedingungen seit vielen Jahren sehr. Getty Images

"Es gibt so viele Faktoren, die du bei solchen Bedingungen beachten musst", sagte der Spielmacher erst kürzlich während eines seiner regelmäßigen Auftritte in der TV-Show des ehemaligen Colts-Punter, Comedian und NFL-Experten Pat McAfee. "Auch die Luftfeuchtigkeit spielt eine Rolle - und wie sich der Ball dabei anfühlt, wie der Ball aus der Hand geht. Es gibt einfach wirklich viele Faktoren, die du in kurzer Zeit bedenken musst." Seine präferierte Niederschlagsart sei dabei - wenn wundert's - Schnee. Schnee im Lambeau Field, dessen Umfeld im Winter gern als "Frozen Tundra" bezeichnet wird.

Rodgers friert auch mal

Zahlen untermauern seine Aussagen dabei: Wenn die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sind, steht "A-Rod" in seiner langjährigen Laufbahn bei 28:6 Siegen (inklusive Play-offs). Dabei hat der "Gunslinger" (Revolverheld) stolze 76 Touchdowns bei nur 13 Interceptions geworfen und einen Durchschnitt von 263 Passing Yards erreicht. Doch nicht nur das: "The Pack" hat bei diesen 34 Rodgers-Partien unter 0 im Schnitt 29,9 Punkte erreicht und die jeweiligen Gegner im Schnitt mit 15,5 Punkten Distanz geschlagen.

Es gibt aber auch Grenzen laut Rodgers, der sich zurückerinnert. Vor 13 Jahren verloren die damals stark aufgestellten und hochfavorisierten Packers noch mit Quarterback Brett Favre in seinem letzten Spiel für Green Bay und Ersatzmann Rodgers im NFC-Conference-Final überraschend mit 20:23 nach Overtime gegen den späteren Super-Bowl-Sieger New York Giants.

Damals sei es extrem kalt gewesen, so "A-Rod": "Oh mein Gott...Ich habe damals an der Seitenlinie versucht, Notizen auf meinem Pad zu machen - und ich konnte es nicht. Ich habe meinen Handschuh ausgezogen, um etwas aufzuschreiben, meine Hand ist aber sofort eingefroren. Das war das zweitkälteste Spiel, das ich je erlebt habe - übertroffen nur von einem frühen Dezember-Spiel in derselben Saison (Week 16 2007, 7:35 bei den Bears; Anm.d.Red.). Wir reden hier bei uns zwar immer über die 'Frozen Tundra', aber in Chicago ist es noch kälter." Dort nämlich gebe es aufgrund des angrenzenden Lake Michigan den "Frozen-Lake-Effekt".

Lesen Sie auch:

Davante Adams gegen Jalen Ramsey: Die Besten der Besten unter sich beim Duell Packers vs. Rams

mag

Aaron Rodgers: Wie aus einem geplatzten Traum ein neuer "Gunslinger" entstanden ist