Bundesliga

Eintracht Frankfurt mit Kopf und Fuß: "So muss es weitergehen"

Frankfurt feiert in Sinsheim den ersten Sieg seit Anfang November

"So muss es weitergehen": SGE mit Kopf und Fuß

Mann des Nachmittags in Sinsheim: Timothy Chandler hatte beim 1:0 seine Füße im Spiel und erzielte per Kopf das 2:1.

Mann des Nachmittags in Sinsheim: Timothy Chandler hatte beim 1:0 seine Füße im Spiel und erzielte per Kopf das 2:1. imago images

Es dürfte ein ungewohntes Gefühl für die Frankfurter Spieler gewesen sein, als Schiedsrichter Sascha Stegemann am Samstagnachmittag zum letzten Mal in seine Pfeife blies. Das Spiel war nun beendet - und die Eintracht stand nach einem umkämpften Duell tatsächlich als Sieger fest. Der erste Sieg seit dem 5:1 Anfang November gegen den FC Bayern, er war besiegelt.

Sieben Anläufe hatte Frankfurt vor der Winterpause genommen, siebenmal hatte Frankfurt nicht gewonnen. Mehr noch: Nach dem rauschhaften Triumph gegen die Bayern holte die Mannschaft von Trainer Adi Hütter vor Weihnachten lediglich einen einzigen Punkt. Die SGE ließ die Tugenden vermissen, die ihr Spiel kennzeichneten, das Selbstvertrauen litt, die Tabellensituation wurde bedrohlich.

Spielbericht

In Sinsheim nun die Wende. Die Eintracht war wieder aggressiv, sie begegnete ihrem Gegner kompakt, sie spielte zielorientiert nach vorne. "Wir haben hart gearbeitet, viel gesprochen", sagte Timothy Chandler, als er nach dem 2:1 bei der TSG Hoffenheim am Sky-Mikrofon die vorangegangenen 90 Minuten einordnete. "Die Mannschaft hat gekämpft, taktisch super gespielt und Mentalität gezeigt", lobte der 29-Jährige, der entscheidende Akteur des Nachmittags.

Trapp: "Es ist wichtig, hinten besser zu stehen"

Chandler hatte vor dem 1:0 durch Bas Dost mit einem wohltemperierten Tackling für den entscheidenden Frankfurter Ballgewinn gesorgt und später, nach dem 1:1 durch Konstantinos Stafylidis, mit dem Kopf das siegbringende 2:1 erzielt. "So muss es einfach weitergehen", meinte Chandler nach der Partie, während Torwart Kevin Trapp hervorhob: "Für uns ist es wichtig in der Situation, in der wir sind, dass wir hinten besser stehen." Besser als vor dem Jahreswechsel, als die Eintracht in sechs Dezember-Pflichtspielen 14 Gegentore kassierte.

In Sinsheim agierte Hütters Mannschaft - im Gegensatz zu den meisten Spielen der Vorrunde - mit einer Viererkette und legte wieder jene Galligkeit an den Tag, die ihr auf den letzten Metern des vergangenen Jahres abging. Das war die Basis - und ließ Trapp nach einem SGE-Auftritt mit Kopf und Fuß zufrieden bilanzieren: "Es war heute so, wie wir uns das vorgestellt haben."

lei

Bilder zur Partie TSG Hoffenheim - Eintracht Frankfurt