Bundesliga

"Schade, dass die Branche in der Kritik steht": Stimmen zur DFL-PK

Reaktionen und Anregungen zur Lage des Profifußballs

"Schade, dass die Branche in der Kritik steht": Stimmen zur DFL-PK

Eine von vielen Reaktionen zur DFL-Sitzung am Donnerstag: Werder Bremens Geschäftsführer Frank Baumann.

Eine von vielen Reaktionen zur DFL-Sitzung am Donnerstag: Werder Bremens Geschäftsführer Frank Baumann. imago images

Frank Baumann (Geschäftsführer Sport Werder Bremen):
"Das große Ziel ist, Infektionen zu vermeiden. Daran haben wir als Klubs ein großes Eigeninteresse. Unsere Spieler gehen diszipliniert mit den Vorgaben um, das wird auch in den nächsten Wochen der Fall sein. Jeder Spieler hat ein hohes Eigeninteresse, dass man kein Risiko eingeht. Deshalb bin ich optimistisch, dass sich auch jeder daran hält. Natürlich hat man nie eine hundertprozentige Sicherheit, aber das ist im Alltag auch so. Ich glaube, dass wir es durch das sehr ausführliche und schlüssige Konzept, das die DFL entwickelt hat, schaffen können, das Risiko zu minimieren. Ich finde es schade, dass unsere Branche derzeit ungerechtfertigt in der Kritik steht, weil wir auch nichts anderes tun, als zu versuchen, unser Geschäft am Laufen zu halten."

Thomas Röttgermann (Vorstandsvorsitzender Fortuna Düsseldorf):
"Es reicht nicht aus, es 'irgendwie hinzubekommen', dass die Bundesliga wieder startet. Der Fußball ist emotional, er hat nur wirklich Bedeutung, solange er die Menschen fasziniert und begeistert. Fußball ohne begeisterte Anhänger ist nicht vorstellbar. Darum darf er durch die Entscheidungen, die mit Blick auf die wirtschaftlichen Aspekte getroffen werden, auf keinen Fall vergessen, die Anhänger und Fans mitzunehmen. Geschähe das, würden wir den Ast absägen, auf dem wir sitzen. Eines ist aber auch klar: Ein wiederaufgenommener Spielbetrieb muss die Wettbewerbsgleichheit aller Vereine sicherstellen. Wenn dies nicht in allen Facetten garantiert ist, wird sich die Frage stellen, welchen sportlichen Wert dann die Spiele haben können."

Fredi Bobic (Sportvorstand Eintracht Frankfurt):
"Es ist genau das herausgekommen, auf das wir uns vorbereitet haben. Alle Klubs genauso wie die Deutsche Fußball Liga haben Maßnahmen ergriffen und fest daran gearbeitet, um das entsprechende Paket heute verabschieden zu können, das so auch an die Politik gegangen ist. Wir tun im medizinischen ebenso wie im organisatorischen Bereich alles dafür, um den Spielbetrieb der Bundesliga zu ermöglichen. In dieser Hinsicht hat die DFL mit Christian Seifert an der Spitze einen überragenden Job gemacht."

Länderübergreifend gleiche Bedingungen für die Trainingsarbeit auf dem Platz wären erstrebenswert.

Frank Briel, Geschäftsführer von 1899 Hoffenheim

Karl-Heinz Rummenigge (Vorstandsvorsitzender FC Bayern):
"Ich begrüße den Beschluss des DFL Präsidiums zur Verteilung des Solidaritätsfonds ausdrücklich. Ich finde, diese Entscheidung ist geprägt von großer Sensibilität und großer Solidarität. Mit diesem Verteilerbeschluss leisten die vier Champions-League-Teilnehmer in dieser schwierigen Phase einen wichtigen Beitrag zur Solidarität im Fußball."

Thomas Hitzlsperger (Vorstandsvorsitzender VfB Stuttgart):
"Wenn die Saison zu Ende gespielt werden kann, sind damit erhebliche Einschränkungen verbunden. Dass sie Spiele vermutlich für lange Zeit in leeren Stadien ohne Zuschauer stattfinden müssen, ist sicherlich für alle Beteiligten besonders schmerzhaft. Leider gibt es dazu derzeit aber keine Alternativen, ohne den Fortbestand von vielen Clubs, sehr vielen Arbeitsplätzen und vielen Existenzen zu gefährden. Bei der Planung der Spiele wurde großer Wert daraufgelegt, die Anzahl der beteiligten Personen möglichst gering zu halten. Ein weiterer Kernpunkt ist auch, dass der Fußball bei der Durchführung notwendiger Tests keine Kapazitäten für die Allgemeinheit blockiert und damit auch nicht seine Interessen über das Allgemeinwohl stellt."

"Kompliment an die DFL": Schröder über Konzept, Tests und Spielerverträge

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Frank Briel (Geschäftsführer 1899 Hoffenheim):
"Wir werden uns weiterhin fokussiert vorbereiten auf diesen Tag X, an dem die Bundesliga wieder starten darf - vor allem, um alle gebotenen hygienischen, medizinischen und organisatorischen Standards am Spieltag und im Trainingszentrum umsetzen zu können. Im sportlichen Kontext werden wir uns unter Beachtung der derzeit geltenden Vorgaben weiter vorbereiten. Länderübergreifend gleiche Bedingungen für die Trainingsarbeit auf dem Platz wären aber natürlich erstrebenswert. Das ist aktuell nicht der Fall."

"Längst notwendige Transformationen im Profifußball"

Oke Göttlich (Präsident FC St. Pauli):
"Diese Zeiten erfordern Maßnahmen, die keine Popularitätspreise gewinnen, sondern Arbeitsplätze und Standorte sichern. Deswegen unterstützt der FC St. Pauli gemeinsam mit 35 Clubs unter Berücksichtigung der gesundheitlichen Aspekte, eine rationale Abwägung, den bestmöglichen Worst Case mit dem professionell bestmöglichsten Konzept zu ermöglichen. Das tun wir mit voller Überzeugung, dass die Spiele ohne Fans aus Sicht des FC St. Pauli nur in absoluten Ausnahmesituationen wie dieser akzeptabel sind. Die Liga und der Fußball sind aufgefordert und nehmen dies auch anhand des öffentlichen Feedbacks und der Emotionen wahr, diese Möglichkeit zu nutzen, um längst notwendige Transformationen im Profifußball in Deutschland endlich anzustoßen."

Rouven Schröder (Sportvorstand Mainz 05):
"Es war heute wieder eine sehr konstruktive und gut strukturierte Sitzung. Kompliment an die DFL, die einen sehr guten Job macht. Wir bereiten uns in der Solidargemeinschaft Bundesliga auf das Datum X vor, inhaltlich und konstruktiv. Das vorliegende Konzept ist in der Breite sehr gut erschlossen. Wir stehen im ständigen Informationsaustausch und müssen sehr sensibel sein, Ängste ernst nehmen und jeden bestmöglich vorbereiten. Nicht die DFL oder der Fußball geben den Weg vor, sondern die Bundesregierung."

Jörg Schmadtke (Geschäftsführer VfL Wolfsburg):
"Die Liga wäre bereit, im Mai wieder zu spielen. Wann genau, liegt in der Hand der Politik. Und das ist auch völlig richtig so."

"Es braucht mehr Optimismus"

Hans-Peter Villis (Vorstandsvorsitzender VfL Bochum):
"Ich habe schon an anderer Stelle betont, dass es in der augenblicklichen Situation mehr Optimismus braucht. Die Spiele in der Bundesliga und 2. Bundesliga können ihren Teil dazu beitragen. Sie wären ein Schritt mehr in Richtung Normalität. Wenn der Ball wieder rollt, wäre dies eine absolut positive Nachricht, die Mut macht. Christian Seifert und das DFL-Präsidium haben in den vergangenen Wochen sehr viel Zeit investiert, um unterschiedliche Szenarien durchzuspielen und sich für jedes Szenario den Rat von Experten einzuholen. Diese Herangehensweise verdient Lob, die Tonlage, mit der vonseiten der DFL argumentiert wurde, fand Gehör. Nicht nur in der Politik, auch in der Gesellschaft. Unabhängig von den zukünftigen Entscheidungen ist der Politik dafür zu danken, dass sie dem Profifußball bei der Umsetzung der kommenden Spieltage vertraut."

Oliver Leki und Jochen Saier (Vorstände SC Freiburg):
"Das Konzept ist an den Besonderheiten des Profifußballs ausgerichtet. Entsprechend ausgestaltete Maßnahmen sowie individuelle Hygiene- und Organisationskonzepte werden auch in anderen Branchen und Berufsgruppen die Basis dafür sein, um einen Wiedereinstieg zu finden und das wirtschaftliche Überleben zu sichern. Über den Zeitpunkt einer möglichen Wiederaufnahme der Bundesligasaison 2019/20 können ausschließlich die Politik und die verantwortlichen Behörden entscheiden. Über die positiven Signale aus der Politik hinsichtlich einer Wiederaufnahme der Saison im Mai haben wir uns sehr gefreut."

Martin Kind (Geschäftsführer Hannover 96):
"Die Themen wurden vertieft, zum Beispiel das ausführliche Gesundheitskonzept bei einer Fortsetzung der Saison und die wichtigsten Eckpunkte für die Stadionorganisation bei Spielen ohne Publikum. Die 1. und 2. Liga sind durch die DFL gut vorbereitet für den Fall, dass die Politik den Startschuss zur Saisonfortsetzung gibt. Dass die DFL mit fast allen Medienpartnern eine Vereinbarung getroffen hat, zeigt die Bedeutung einer guten Partnerschaft in der Krise - das ist in der aktuellen Situation wichtig für die Liquidität der Klubs."

Es wird keine Einzelwege der Klubs geben.

Alexander Wehrle, Geschäftsführer des 1. FC Köln

Alexander Wehrle (Geschäftsführer 1. FC Köln):
"Wir sind als Profifußball unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht geworden und werden das auch weiter tun. Unsere Aufgabe ist es, die nötigen Voraussetzungen zu schaffen, um wieder Fußball spielen zu können. Ich bin sehr froh, dass die DFL um Christian Seifert dafür gesorgt hat. Es wird keine Einzelwege der Klubs geben, sondern ein gemeinsames Vorgehen. Wir sind vorbereitet. Am Ende müssen die politischen Entscheidungsträger über unser Konzept befinden."

Martin Hornberger (Geschäftsführer SC Paderborn):
"Die Sitzung war wieder sehr gut vorbereitet, souverän geführt und informativ. Wir treffen jetzt alle Vorbereitungen, um für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Benteler-Arena gewappnet zu sein."

Rüdiger Fritsch (Präsident Darmstadt 98):
"Zunächst einmal möchte ich einen großen Dank an die Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb aussprechen, die in den vergangenen Wochen ein durchdachtes Konzept erarbeitet hat mit schlüssigen Lösungen in allen relevanten Bereichen. Das erarbeitete Konzept stellt sicher, dass alle Möglichkeiten ergriffen werden, um das Infektionsrisiko rund um den Trainings- und Spielbetrieb auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Wir hoffen, dass das Robert-Koch-Institut und die Politik dadurch eine fundierte Bewertungsgrundlage für ihre Entscheidung zu haben. Sofern eine Freigabe erfolgt, sind wir der hundertprozentigen Überzeugung, dass die Maßnahmen an allen Orten umgesetzt werden können."

"Fußball besser vorbereitet als andere Branchen"

Niels Rossow (Kaufmännischer Vorstand 1. FC Nürnberg):
"Die DFL arbeitet weiterhin akribisch und mit außerordentlicher Sorgfalt daran, den Profi-Fußball in Deutschland durch diese Krise zu manövrieren. Wir fühlen uns bestens repräsentiert und werden vorbereitet sein für einen Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Spielbetriebes. Wann dieser stattfinden wird, liegt weder in der Hand der Vereine, noch der DFL - diese wichtige Entscheidung wird durch die Politik gefällt."

Rachid Azzouzi (Geschäftsführer Sport SpVgg Greuther Fürth):
"Es war wichtig, dass der Fußball unterschiedlichste Konzepte entwickelt hat, um auf den Moment vorbereitet zu sein, der uns ermöglicht den Spielbetrieb wieder aufnehmen zu können. Dieser Verantwortung sind die Verantwortlichen sehr gut nachgekommen."

Steffen Schneekloth (Präsident Holstein Kiel):
"Aus meiner Sicht ist der Fußball im Allgemeinen und wir bei der KSV Holstein sogar besser als andere Branchen auf eine mögliche Wiederaufnahme der Ausübung der beruflichen Tätigkeit vorbereitet, weil man sich bereits lange vor einer Wiederaufnahme mit der Erstellung entsprechender medizinischer und hygienischer Konzepte und deren Einhaltung auseinandergesetzt und diese z.B. im Trainingsbetrieb bereits umgesetzt hat. Die Entscheidung, ob und wann Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit und unter strenger Einhaltung der Vorgaben ausgetragen werden können, liegt aber ganz alleine bei der Politik."

Oliver Mintzlaff (Geschäftsführer RB Leipzig):
Die heutige Mitgliedersammlung der DFL beinhaltete einen guten und konstruktiven Austausch zwischen allen Vereinen. Das Konzept, welches die DFL präsentiert hat, halte ich nach wie vor für sehr durchdacht und tragfähig für die Austragung künftiger Spiele und Spieltage mit aller gebotenen Vorsicht. Auch die finanzielle Einigung, welche die DFL mit den Medienpartnern getroffen hat, gibt den Vereinen Sicherheit.

kon

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