3. Liga

"Nicht mal ein Foul": Glöckner klagt wegen Hosiners Sperre

CFC-Torjäger fehlt im Abstiegsduell mit Zwickau

"Nicht mal ein Foul": Glöckner klagt wegen Hosiners Sperre

Patrick Glöckner

Augen zu und durch: Chemnitz-Coach Patrick Glöckner muss im wichtigen Duell in Zwickau auf Philipp Hosiner verzichten. imago images

Hosiner wollte in der 77. Minute bei einem Chemnitzer Konter einen ungenauen Pass von Mitspieler Tarsis Bonga erlaufen. Allerdings war Uerdingens Verteidiger Alexander Bittroff vor ihm am Ball und Hosiner schubste ihn leicht. Ein an sich harmloses Vergehen, aber für Schiedsrichter Mitja Stegemann genug, um dem Österreicher die Gelbe Karte zu zeigen. Bitter, denn für Hosiner war es die zehnte. Ausgerechnet im direkten Abstiegs-Showdown mit dem FSV Zwickau am Mittwoch (19 Uhr, LIVE! bei kicker) muss Trainer Patrick Glöckner damit auf seinen mit Abstand besten Torschützen (16 Saisontreffer) verzichten.

"Das ist einfach schade", klagte Glöckner nach Abpfiff bei "Magenta Sport". "Hosi fehlt uns jetzt im nächsten Spiel, was uns sehr wehtun wird." Die verhängnisvolle Szene hatte der CFC-Coach gänzlich anders gesehen als Schiedsrichter Stegemann. "Es ist nicht mal ein Foul", urteilte Glöckner bei Ansicht der Videobilder. "Es ist ein kleiner Rempler. Selbst wenn man das als Foul bewerten würde, was schon keinen Sinn macht, dann ist es definitiv keine Gelbe Karte. Das Fingerspitzengefühl bei der Kartengebung ist da nicht da."

Den Unparteiischen darauf angesprochen habe er nicht, erklärte Glöckner, der selbst nach seiner eigenen Sperre wieder auf der Bank hatte Platz nehmen dürfen. "Das hat Hosi selbst mit ihm besprochen", meinte der Coach und schickte einige klare, aber auch versöhnliche Worte in Richtung Referee hinterher: "Wenn er die Fernsehbilder sieht, weiß er selbst, dass es ein Fehler war. Schiedsrichter sind auch nur Menschen. Ich weiß nicht, vielleicht hat er es in dieser Situation nicht besser gesehen. Wir müssen es akzeptieren."

Hoffnungsträger Bozic?

Akzeptieren und ohne Hosiner nach Zwickau fahren. Der Stürmer wird Chemnitz fehlen, obwohl er nunmehr seit Ende Februar auf einen Treffer wartet. Gegen Uerdingen war der Österreicher im Pech, traf einmal mit einem satten Abschluss nur das Lattenkreuz, eine weitere Möglichkeit vereitelte KFC-Schlussmann Lukas Königshofer. Immerhin: Sein Sturmpartner Dejan Bozic beendete die eigene Flaute nach neun torlosen Spielen mit seinem späten Treffer zum 1:1. "Er hat eine gute Partie gemacht", lobte Glöckner den Angreifer. Nun wird er auf eine weitere am Mittwoch hoffen.

mib

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