Bundesliga

"Der deutsche Weg könnte zum Muster für andere Länder werden"

Reaktionen zum Neuanfang

"Der deutsche Weg könnte zum Muster für andere Länder werden"

Hier bei einem Benefizspiel im Einsatz: Ciriaco Sforza.

Hier bei einem Benefizspiel im Einsatz: Ciriaco Sforza. imago images

Ciriaco Sforza (Schweiz, früher Kaiserslautern und Bayern): "Die Organisation der Spiele hatte Hand und Fuß, die Disziplin der Akteure war groß. Unter den aktuellen Umständen macht diese Form der Spiele Sinn, der deutsche Re-Start ist gelungen. Auch das Niveau auf dem Platz - so mein Eindruck am TV - stimmte. Der deutsche Weg könnte zum Muster für andere Länder werden, doch überall sind die Verhältnisse anders. In der Schweiz haben wir nicht diese Struktur wie in der Bundesliga."

Pascal Groß (Brighton & Hove Albion): "Ich finde es sehr gut, dass die Spiele in Deutschland so stattfinden konnten. Jeder hat darauf geschaut. Stimmung und Atmosphäre sind gewöhnungsbedürftig. Schließlich macht das den Fußball aus. Aber in der momentanen Phase nimmt das jeder gerne so an. Jeder Fan, auch ich, ist froh, einfach wieder Fußball schauen zu können."

Zlatko Junuzovic (Österreich, früher Werder Bremen): "Grundsätzlich finde ich gut, dass wieder gespielt wird. Natürlich nur, solange es gesundheitlich und gesellschaftlich vertretbar ist. Das finde ich zur Zeit, auch dank der Hygienemaßnahmen, gegeben. Ich habe mir am Samstag alle Spiele angeschaut. Mannschaften wie Dortmund, Gladbach oder Hertha haben schon richtig gute Leistungen gebracht nach der langen Pause. Spiele ohne Publikum sind trotzdem arg gewöhnungsbedürftig, es fehlt etwas ganz Entscheidendes. Trotzdem ist es ein Schritt Richtung Normalität für die Fans vorm Fernseher. Das ist auf jeden Fall positiv."

Julian Weigl (Benfica Lissabon, früher BVB): "Ich freue mich sehr darüber, dass es wieder losgegangen ist. Die Spiele am Samstag habe ich mir nach dem Training zuhause angeschaut und dabei mit meinem Vater per Videocall darüber diskutiert. Ich weiß gut, wie es für die Jungs war in den vergangenen Wochen. Ich habe das ja selbst erlebt und erlebe es noch. Du trainierst zwar, aber hast kein richtiges Ziel vor Augen. Jetzt geht es in Deutschland weiter, man kann wieder um Siege und Titel kämpfen. Das ist für die Jungs sehr wichtig. Ich denke, die Bundesliga hat einen guten Weg gefunden, um weiterzuspielen - auch wenn die Fans dabei leider draußen bleiben müssen. Die ganze Fußball-Welt schaut jetzt nach Deutschland. Ich drücke allen die Daumen, dass sie gesund bleiben und die weitere Saison einen guten Weg geht."

Hannes Wolf (Trainer KRC Genk, früher Stuttgart und HSV): "Wenn die Bundesliga dafür steht, mit Mut und Vernunft ins normale Leben zurückzukehren, finde ich das sehr positiv. Gut, dass wieder gespielt wird. Einiges, wie der Jubel, klappte noch nicht überall. Aber da muss man auch Verständnis für haben, das ist jahrelang anders gelebt worden. Deshalb muss man nicht gleich den Laden wieder dichtmachen."

kon

BVB-Laola vor leerer Wand, Pissoirs & Hennes-Ersatz: So kurios war der Re-Start