Bundesliga

Paulo Sousa: "Andy Möller hätte ein Weltstar wie Zidane sein können"

Paulo Sousa im kicker über den BVB, Möller & Co.

"Andy hätte ein Weltstar wie Zidane sein können"

Paulo Sousa (l.) mit Andy Möller

Gewannen mit dem BVB 1997 die Champions League: Paulo Sousa (l.) und Andy Möller. imago images

Was haben Marcel Desailly, Samuel Eto'o, Gerard Piqué und Paulo Sousa gemeinsam? Sie alle gewannen die Champions League in zwei Saisons hintereinander - und zwar mit unterschiedlichen Vereinen. Der Portugiese Sousa ist dabei vor allem den BVB-Fans in Erinnerung geblieben.

"Bei Juventus war ich zuvor ganz gut, aber in Dortmund war ich am besten", blickt er nun zurück auf seine bewegte Karriere und die 18 Monate in Deutschland, deren Höhepunkt 1997 der Sieg im Champions-League-Finale war.

Ruhig und mit viel Übersicht führte Sousa damals Regie im Dortmunder Mittelfeld. Dass es im Endspiel von München (3:1) ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub Juve ging, gab dem Ganzen für ihn natürlich eine besondere Note. "Irgendwann habe ich zu Paul Lambert gesagt: Nimm du Zidane, kümmere dich nur um ihn. Ich erledige den Rest hier im Zentrum." Das sei neben den Toren von Riedle und Ricken ein Schlüssel in diesem Spiel gewesen, glaubt Sousa.

Vor allem von einem Kollegen aus dem BVB-Team schwärmt er: Andreas Möller. "Andy hätte ein Weltstar wie Zidane sein können", glaubt Sousa. Der Deutsche sei "nur mental nicht ganz so stark" gewesen wie der große Franzose.

Im großen kicker-Interview (Montagausgabe - auch digital abrufbar als e-Magazine) spricht Sousa außerdem über seine vielen Verletzungen und die ständigen Vereinswechsel, den teilweise erzwungenen Abschied aus Dortmund, Gespräche mit dem BVB 2017 sowie seine Arbeit als Trainer bei Girondins Bordeaux. Und der 49-Jährige erklärt auch, warum er heute gern barfuß in den Wald geht und dort Bäume umarmt: "Das ist keine Spinnerei."

Martin Gruener

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