Champions League 2009/10, Achtelfinale
20:57 - 11. Spielminute

Tor 1:0
Varela
Rechtsschuss
Vorbereitung Fucile
FC Porto

21:04 - 18. Spielminute

Tor 1:1
Campbell
Kopfball
Vorbereitung Rosicky
Arsenal

21:17 - 31. Spielminute

Gelbe Karte
Diaby
Arsenal

21:19 - 34. Spielminute

Gelbe Karte
Bruno Alves
FC Porto

21:54 - 51. Spielminute

Tor 2:1
Falcao
Linksschuss
Vorbereitung Ruben Micael
FC Porto

22:06 - 64. Spielminute

Gelbe Karte
Fucile
FC Porto

22:10 - 68. Spielminute

Spielerwechsel
Walcott
für Rosicky
Arsenal

22:10 - 68. Spielminute

Spielerwechsel
Costa
für Raul Meireles
FC Porto

22:20 - 78. Spielminute

Gelbe Karte
Alvaro Pereira
FC Porto

22:23 - 81. Spielminute

Spielerwechsel
Mariano Gonzalez
für Hulk
FC Porto

22:25 - 82. Spielminute

Spielerwechsel
Vela
für Bendtner
Arsenal

22:26 - 84. Spielminute

Gelbe Karte
Fernando
FC Porto

22:27 - 85. Spielminute

Spielerwechsel
Belluschi
für Ruben Micael
FC Porto

22:30 - 88. Spielminute

Spielerwechsel
Eboué
für Nasri
Arsenal

POR

ARS

Der FC Arsenal wartet im Estadio do Dragão weiter auf den ersten Sieg

Campbell hält die Hoffnung am Leben

Silvestre Varela

Gut Lachen: Varela brachte Porto unter gütiger Mithilfe von Fabianski in Front, seiner Freude tat dies keinen Abbruch. picture-alliance

Portos Coach Jesualdo Ferreira tauschte im Vergleich zum letzten Champions-League-Auftritt beim 3:0-Erfolg bei Atletico Madrid auf drei Positionen: Rolando, Ruben Micael und Silvestre Varela spielten an Stelle von Maicon, Valeria und Rodriguez. Arsenals Trainer Arsène Wenger plagten im Vergleich zum jüngsten 1:0-Heimsieg gegen den FC Liverpool in der Premier League einige Personalsorgen. Keeper Almunia (Fingerverletzung) sowie Arshavin, Gallas, Eboué, Diaby und Song fielen aus. Fabianski, Sagna, Campbell, Denilson und Rosicky erhielten dafür eine Bewährungschance.

Von Beginn an hielten sich die Akteure auf dem Feld nicht lange im Mittelfeld auf und drängten nach vorne. Es entwickelte sich ein temporeiches Duell, das beide Mannschaften mit offenem Visier angingen. Folglich dauerte es auch nicht lange, ehe in den Strafräumen Hochbetrieb aufkam. Den Anfang machten die Gastgeber, doch Ruben Micael wurde von Vermaelen geblockt (2.), während Hulk haarscharf links vorbei zielte (3.). Auf der Gegenseite zwang Nasri Portos Schlussmann Helton zum Eingreifen (7.).

Die Achtelfinal-Hinspiele

Beiden Teams fehlte es aber an Kompaktheit in der Defensive, vor allem zwischen dem Mittelfeld und der Abwehr zeigten sich hüben wie drüben enorme Lücken. Gepaart mit individuellen Fehlern war das eine schlimme Kombination. So sorgte ein grober Schnitzer von Arsenals Keeper Fabianski für die Führung für die Gäste. Varela hatte auf der rechten Seite Clichy stehen lassen, bei seinem anschließenden Schuss aus extrem spitzem Winkel griff der polnische Schlussmann der Gunners daneben, und der Ball überquerte die Linie (11.).

Der FC Arsenal reagierte mit wütenden Angriffen und wurde prompt dafür belohnt: Bendtners abgefälschter Schuss aus der zweiten Reihe landete zwar noch im Toraus (18.), doch bei der folgenden Ecke legte Rosicky per Kopf vom rechten Pfosten in die Mitte zum freistehenden Campbell ab. Der 35-jährige Abwehrrecke ließ sich nicht zweimal bitten und nickte aus kürzester Distanz zum 1:1 ein (18.).

Und auch danach blieb es ein rasantes Match auf hohem Niveau mit Chancen auf beiden Seiten. Rosicky zog gegen Helton den Kürzeren (21.), ehe Ruben Micaels Gewaltschuss auf der Gegenseite von Fabianski entschärft wurde (28.). Etwas später war es dann wieder der FC Arsenal, der mittlerweile cleverer agierte und sich dadurch Feldvorteile erspielte, der durch Bendtner für Aufregung sorgte. Allerdings parierte Helton den Kopfball des Dänen und hielt dadurch das Remis zu Pause fest (37.).

Tempo, Spannung und Kuriositäten

Arsenals Clichy im Duell mit Hulk (re.).

Ein Bein gestellt: Arsenals Clichy im Duell mit Hulk (re.). picture-alliance

Nach der Pause ließen es die Portugiesen etwas ruhiger angehen, die Gunners hingegen nicht. Bendtner gab aus dem Hinterhalt die erste Duftmarke der zweiten Hälfte ab (48.). Zwei Minuten später kam Rosicky im gegnerischen Strafraum zu Fall, doch Schiedsrichter Martin Hansson aus Schweden gab den Strafstoß in dieser strittigen Szene nicht. Im Gegenzug brachten sich die Londoner dann wieder selbst um die Früchte ihrer Arbeit. Nach Campbells Rückpass auf Fabianski gab es indirekten Freistoß, Ruben Micael schaltete am schnellsten und passte sofort zu Falcao, der direkt aus kurzer Distanz einnetzte. Die Kanoniere hatten so richtig geschlafen, bis auf Campbell und Fabianski war noch kein Engländer im eigenen Strafraum anwesend gewesen. Lautstarke Proteste brachten im Nachhinein dann auch nichts (52.).

Danach zogen sich die Portugiesen noch weiter zurück und ließen den FC Arsenal kommen. Die Engländer blieben bemüht, taten sich mittlerweile aber sehr schwer, da sie kaum noch Räume bekamen und es nicht verstanden, ihr Spiel breit zu machen. Zudem liefen sie stets Gefahr, in einen der brandgefährlichen Konter der Gastgeber zu laufen. So verhinderte Fabianski sowohl gegen Hulk (60.) als auch gegen Raul Meireles (63.) einen noch höheren Rückstand.

Eine Viertelstunde vor Schluss ließ das Tempo der bis dahin so rasanten Begegnung etwas nach. Die Spannung blieb zwar dennoch erhalten, Torraumszenen machten sich allerdings rar. Dies lag vor allem daran, dass der FC Porto nun fast ausschließlich Ergebnisverwaltung betrieb. Und die Ferreira-Schützlinge taten dies auf sehr clevere Art und Weise und brachten den knappen Erfolg schlussendlich unter Dach und Fach.

Das Rückspiel findet am Dienstag, den 9. März in London statt. Zuvor stehen jedoch für beide Klubs noch Spiele in den heimischen Ligen an. Am kommenden Samstag muss der FC Arsenal in der Premier League zu Hause gegen Sunderland antreten. Tags darauf bekommt es der FC Porto mit Sporting Braga zu tun.