Champions League 2009/10, Achtelfinale
21:14 - 29. Spielminute

Gelbe Karte
Sané
Bordeaux

21:33 - 45. + 2 Spielminute

Tor 0:1
Ciani
Kopfball
Vorbereitung Gourcuff
Bordeaux

21:58 - 55. Spielminute

Gelbe Karte
A. Papadopoulos
Piräus

22:07 - 64. Spielminute

Spielerwechsel
Zairi
für Ledesma
Piräus

22:18 - 75. Spielminute

Gelbe Karte
Ciani
Bordeaux

22:23 - 78. Spielminute

Spielerwechsel
Derbyshire
für Mitroglou
Piräus

22:23 - 80. Spielminute

Gelbe Karte
Zairi
Piräus

22:26 - 83. Spielminute

Spielerwechsel
Jussie
für Wendel
Bordeaux

22:27 - 83. Spielminute

Spielerwechsel
Gouffran
für Plasil
Bordeaux

OLP

BOR

Bordeaux verdirbt Piräus das Jubiläum

Ciani beweist ein goldenes Köpfchen

Mit harten Bandagen: Bordeauxs Planus fällt im Zweikampf mit Piräus' Lua Lua.

Mit harten Bandagen: Bordeauxs Planus fällt im Zweikampf mit Piräus' Lua Lua. picture alliance

Bei Piräus gab es nach dem 1:0-Erfolg gegen Arsenal London am letzten Gruppenspieltag der Champions League folgende personelle Änderungen: Torosidis, Stoltidis, Ledesma, Lua Lua und Datolo kamen für Galitsios, Galletti, Dudu, Oscar und Leonardo.

Bordeaux trat im Vergleich zum 1:0 bei Maccabi Haifa am sechsten Spieltag der Gruppenphase völlig verändert an: Im Tor stand Carrasso an Stelle von Ramé. Bis auf Fernando, Sané und Wendel tauschte Trainer Laurent Blanc komplett durch.

Es entwickelte sich von Beginn an eine intensive Partie, von beiden Seiten aufmerksam und zweikampffreudig geführt. Olympiakos stand in der Defensive gut gestaffelt. Bordeaux, das sich im ausverkauften Hexenkessel Georgios Karaiskakis nicht versteckte, fand nicht richtig zum Kombinationsspiel. Die erste Chance gehörte Piräus, ein klasse Mellberg-Kopfball ging aber haarscharf links vorbei (4.).

Bordeaux griff früh an, störte den Spielaufbau der Griechen - oft erfolgreich - weit in deren Hälfte. Da aber auch die Franzosen den Weg in den Strafraum von Keeper Nikopolidis nicht fanden, spielte sich das ausgeglichene Geschehen fast ausnahmslos im Mittelfeld ab. Zudem verhinderten dort zahlreiche Fouls mehr Spielfluss.

Wenn's spielerisch nicht geht, sind Fernschüsse ein probates Mittel: Fernando zog kraftvoll aus gut 25 Metern ab, zielte aber genau auf Nikopolidis, der Keeper der Griechen rettete mit den Fäusten (26.). Auf der anderen Seite führte eine Standardsituation in den Sechszehnmeterraum: Carrasso lenkte aber einen Stoltidis-Kopfball - nach Maresca-Freistoß - gerade noch über den Querbalken (29.).

Die Achtelfinal-Hinspiele

Bordeaux hatte ein leichtes optisches Übergewicht, etwas mehr Ballbesitz als die kompakt stehenden Griechen, insgesamt neutralisierten sich die Kontrahenten aber weitestgehend. Symptomatisch, dass Bordeauxs Führungstreffer nach einer Standardsituation fiel: Gourcuff brachte einen Freistoß von links herein, Ciani schaltete am schnellsten und köpfte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte aus sechs Metern ein.

Nach dem Wechsel ging's zunächst personell unverändert weiter. Unverändert rannte sich auch Olympiakos weiter fest, fand kein probates Mittel gegen das gute Pressing der Franzosen. Girondins dagegen blieb bei Standards gefährlich, Ciani köpfte kraftvoll nach Wendel-Ecke ganz knapp drüber (53.).

Fünf Minuten später hatte Bordeaux einmal nicht aufgepasst und Piräus die Riesenchance zum Ausgleich: Raul Bravo flankte perfekt von links, Maresca hechtete in den Ball, köpfte aber aus sechs Metern drüber!

Olympiakos – nun mit Zairi für Ledesma - wurde etwas stärker, investierte mehr in die Offensive, spielte schneller nach vorne, blieb aber auch ideenlos. Bordeaux wurde zurückgedrängt, verhielt sich in der Defensive aber clever und lauerte auf Konter.

Bordeaux verhielt sich äußerst geschickt, zeigte sich taktisch sehr diszipliniert, zweikampfstark und machte den Griechen das Leben enorm schwer. Piräus fehlten nicht nur die Ideen, um sich effizienter gegen die Franzosen durchzusetzen, es häuften sich auch die unpräzisen Abspiele.

Torosidis im Pech

Kurz vor dem Ende hatte Wendel das 2:0 auf dem Fuß, verzog aber freistehend aus 16 Metern nach rechts. Im Gegenzug hatten die Olympiakos-Fans den Torschrei auf den Lippen, doch Carrasso lenkte einen Schuss von Lua Lua um den Pfosten. In der 89. Minute wäre der Keeper der Franzosen chancenlos gewesen, doch ein Torosidis-Kopfball wurde auf der Linie geklärt!

Und in der Nachspielzeit waren die Franzosen gleich nochmal mit Fortuna im Bunde: Wieder wurde der Ball auf der französischen Torlinie geklärt! Lua Lua hatte aus drei Metern geköpft!

Das Rückspiel findet am Mittwoch, 17.03., in Bordeaux statt. Auf beide Mannschaften warten zuvor noch Spiele in den heimischen Ligen.

Olympiakos muss in der griechischen Liga gegen Atromitos Halkidona, Iraklis Saloniki und PAS Ioannina antreten. In der französischen Ligue 1 reist Bordeaux erst nach Le Mans, erwartet anschließend Montpellier zu Hause und spielt kurz vor dem Champions-League-Rückspiel in Monaco.