21:01 - 27. Spielminute

Tor 1:0
Naldo
Rechtsschuss
Bremen

21:15 - 41. Spielminute

Gelbe Karte
Vorsah
Hoffenheim

21:37 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Bremen)
Vander
für Wiese
Bremen

22:02 - 71. Spielminute

Spielerwechsel (Bremen)
Hugo Almeida
für Özil
Bremen

22:03 - 71. Spielminute

Spielerwechsel (Hoffenheim)
Tagoe
für Vukcevic
Hoffenheim

22:05 - 73. Spielminute

Tor 1:1
Tagoe
Kopfball
Vorbereitung Eichner
Hoffenheim

22:07 - 75. Spielminute

Tor 2:1
Hugo Almeida
Linksschuss
Vorbereitung Pizarro
Bremen

22:09 - 78. Spielminute

Gelbe Karte
Carlos Eduardo
Hoffenheim

22:11 - 80. Spielminute

Gelbe Karte
Salihovic
Hoffenheim

22:23 - 90. Spielminute

Gelbe Karte
Hunt
Bremen

22:23 - 90. + 2 Spielminute

Spielerwechsel (Bremen)
Borowski
für Hunt
Bremen

BRE

HOF

Wiese scheidet verletzt aus

Prince Tagoe braucht kürzer, Hugo Almeida jubelt länger

Pizarro gegen Luiz Gustavo (li.) und Carlos Eduardo

Nicht getroffen, aber durchgesetzt: Claudio Pizarro steht im Gegensatz zu Luiz Gustavo und Carlos Eduardo im Halbfinale. picture alliance

Werder-Coach Thomas Schaaf sah nach dem 2:1-Heimsieg über Hertha BSC Berlin keinen Grund, seine Startformation zu verändern.

Auf Hoffenheimer Seite musste Trainer Ralf Rangnick im Vergleich zum 2:1-Erfolg gegen Hannover 96 verletzungsbedingt viermal umstellen. Beck (Innenbandriss im Knie), Simunic (Wadenzerrung), Compper (Knöchel) und Obasi (Syndesmose- und Kapselverletzung im Sprunggelenk) fielen aus. Dafür begannen Eichner, Vorsah, Nilsson und Vukcevic. Taktisch hatte das ein 4-2-2-2 mit Luiz Gustavo und Salihovic vor der Abwehr zur Folge.

Bei Schneefall und schmierigen Platzverhältnissen fand sich Werder von Beginn an besser zurecht. Die seit 32 Pokal-Heimspielen ungeschlagenen Hausherren kombinierten ansehnlich und bauten Druck auf. Fritz (6.) und Frings (8.) leiteten über rechts erste Halbchancen ein, ehe sich Bremen nach zehn Minuten die dicke Chance zur Führung bot. Von Hunt auf die Reise geschickt hatte Özil in halblinker Position viel Platz und entdeckte den in der Mitte durchgebrochenen Pizarro, passte aber zu schlampig nach innen, wo Eichner in höchster Not klären konnte.

Von Hoffenheim kam zunächst nicht viel. Die Gäste waren damit beschäftigt, Stabilität in die Defensive zu bringen, um den flüssigen Aktionen der Bremer Herr zu werden. Dies gelang den Kraichgauern in der Folge zunehmend besser. Werder konnte aus dem Spiel heraus nur noch wenig Gefahr ausstrahlen, hatte in Naldo aber ein Ass im Ärmel. Nachdem Luiz Gustavo Marin vor dem linken Strafraumeck gefoult hatte, trat der Brasilianer an und hämmerte den indirekten Freistoß mit leichtem Schnitt traumhaft in den rechten Winkel - 1:0 (27.).

1899 suchte nach der schnellen Antwort und wäre sechs Minuten nach der Bremer Führung beinahe fündig geworden. Eine Freistoßflanke von Maicosuel erreichte Nilsson per Kopf, setzte die Kugel aus fünf Metern aber knapp daneben. Wiese machte in dieser Situation nicht die beste Figur.

Die Gäste waren spätestens jetzt voll drin in der Partie. Fritz klärte im Luftkampf gerade so vor Ibisevic (35.), ehe der Bosnier aus 20 Metern verzog (39.). Die beste Möglichkeit zum Ausgleich bot sich Vukcevic, der Pech hatte, dass sein abgefälschter Schuss aus halblinker Position nicht ins lange Eck fiel (43.). Weil Augenblicke später die Pfeife von Referee Peter Sippel bei einem leichten Rempler von Pasanen gegen Ibisevic im Strafraum stumm blieb (44.), ging es mit der knappen Bremer Führung in die Kabinen.

Viertelfinale

Der zweite Abschnitt, den Werder im Tor mit Vander bestritt - Wiese musste zur Pause wegen eines eingeklemmten Nervs in der Kabine bleiben -, hätte beinahe mit einem Paukenschlag begonnen, als sich Marin durch eine schöne Einzelaktion in Schussposition brachte und Hildebrand mit einem frechen Lupfer zu überlisten versuchte. Der TSG-Schlussmann hatte aber aufgepasst und parierte glänzend (46.). Das Match bot nach wie vor einen hohen Unterhaltungswert, weil beide Teams fortwährend ihre Chance suchten und phasenweise bewiesen, dass man auch auf glitschigem Untergrund technisch anspruchsvollen Fußball zeigen kann.

Es ging hin und her im Weserstadion, bevor sich Bremen langsam aber sicher wieder Vorteile erarbeiten konnte. Die ganz großen Gelegenheiten wollten sich aber auch den Hausherren nicht bieten. Entscheidendes ereignete sich nach 71 Minuten, als Schaaf Hugo Almeida für Özil und Rangnick Prince Tagoe für Vukcevic brachte.

Der Hoffenheimer Angreifer war nach langer Leidensgeschichte sofort voll da und brauchte keine zwei Minuten, um seine Elf zurück ins Spiel zu bringen. Eichner hatte links viel Platz zum Flanken und brachte den Ball an den Fünfer, wo Tagoe völlig frei zum 1:1 einköpfen durfte (73.). Lange durfte sich 1899 allerdings nicht freuen, weil auf der anderen Seite auch Schaafs Joker stach. Pizarro lenkte das Spielgerät in den Lauf von Hugo Almeida, der freie Bahn hatte, sich den Ball noch einmal vorlegte und das Leder aus 17 Metern fulminant zur neuerlichen Werder-Führung in die Maschen jagte (76.).

Die TSG gab sich nicht geschlagen, mobilisierte in der Schlussphase noch einmal alle Kräfte und suchte die Verlängerung. Letztlich blieb es aber beim 2:1, auch weil der SVW sich bietende Konterchancen nicht nutzen konnte.

Spieler des Spiels

Naldo Abwehr

2
Spielnote

Spannung bis zum Schluss, die schwierigen Witterungsbedingungen ließen jedoch keinen richtigen Spielfluss aufkommen.

3,5
Tore und Karten

1:0 Naldo (27', indirekter Freistoß, Rechtsschuss)

1:1 Tagoe (73', Kopfball, Eichner)

2:1 Hugo Almeida (75', Linksschuss, Pizarro)

Bremen

Wiese 3,5 - Fritz 2,5, Mertesacker 4, Naldo 2 , Pasanen 3,5 - Niemeyer 3,5, Frings 3, Hunt 4,5 , Özil 4 , Marin 3 - Pizarro 3

Hoffenheim

Hildebrand 3,5 - Ibertsberger 4, Nilsson 4, Vorsah 3 , Eichner 2,5 - Luiz Gustavo 4, Salihovic 3,5 , Carlos Eduardo 5 , Vukcevic 4,5 - Ibisevic 5, Maicosuel 4,5

Schiedsrichter-Team

Peter Sippel München

2
Spielinfo

Stadion

Weser-Stadion

Zuschauer

25.753

Am kommenden Bundesliga-Spieltag tritt Werder Bremen samstags bei Hannover 96 an, zeitgleich gastiert Hoffenheim in Bochum.