2. Bundesliga

96 feiert 18-Jährigen - St. Pauli nutzt Blitzstart - Hennings' Fehlschuss mit Folgen

2. Bundesliga, 4. Spieltag: Paderborn neuer Spitzenreiter

96 feiert 18-Jährigen - St. Pauli nutzt Blitzstart - Hennings' Fehlschuss mit Folgen

Erstes Zweitligaspiel, erste Torbeteiligung: Antonio Foti.  

Erstes Zweitligaspiel, erste Torbeteiligung: Antonio Foti.   picture alliance/dpa

Foti lässt Hannover erstmals jubeln - Regensburg nicht mehr Erster

Hannover 96 hat am vierten Spieltag den ersten Sieg eingefahren. In einem zähen Duell gegen den zuvor noch gegentorlosen Spitzenreiter Jahn Regensburg war letztlich die Einwechslung eines 18-Jährigen entscheidend: Frankfurt-Leihgabe Foti zwang Breitkreuz bei seinem Zweitliga-Debüt mit einem Schuss aus spitzem Winkel förmlich zum Eigentor (83.) und bescherte 96 am Sonntag einen späten 1:0-Erfolg. Zuvor hatte Zieler, der am vergangenen Wochenende noch gepatzt hatte, mehrfach gut gerettet.

Eggestein bringt St. Pauli früh auf Kurs

Der FC St. Pauli hat auch sein zweites Heimspiel der neuen Saison gewonnen und sich in die obere Tabellenhälfte geschoben. Beim 3:0-Sieg gegen Aufsteiger 1. FC Magdeburg stellte Eggestein mit einem frühen Doppelpack (3./14.) die Weichen und verpasste den Hattrick ganz knapp (Latte, 30.). Der FCM meldete sich mit einem Dreifachwechsel und doppeltem Aluminiumpech (Condé an die Latte, 46.; Kwarteng an den Pfosten, 49.) nach der Pause zurück, fand aber keinen Weg mehr zurück ins Spiel. Stattdessen stellte Hartel den Endstand her (77.).

2. Bundesliga, 4. Spieltag

Elfmeter bremsen Fortuna aus - Hrgota rettet Fürth einen Punkt

Ein aufsehenerregendes und von vielen Diskussionen begleitetes Duell lieferten sich Fortuna Düsseldorf und die SpVgg Greuther Fürth - ohne Sieger, 2:2. Zur Pause führten überraschend die Gäste, die durch Hrgota ihre einzige Großchance nutzten (43.), während Fortuna an der Latte (Hoffmann, 12.) und vom Punkt scheiterte: Hennings vergab einen selbst herausgeholten Elfmeter gegen Linde und verletzte den Keeper beim Nachschuss-Versuch am Kopf (35.). Linde konnte nach dem Seitenwechsel nicht mehr weitermachen. Die Fortuna drehte durch zwei Standards die Partie (Hoffmann nach Freistoß, 64.; Kownacki nach Ecke, 72.), kassierte aber nach VAR-Eingriff noch einen Elfmeter, den Hrgota sicher verwandelte (78.). Das Kleeblatt bleibt damit sieglos.

Slapstick-Einlage von Kolke leitet Rostocks Niederlage in Darmstadt ein

Eine solch kuriose Szene ist selbst im Fußball, wo bekanntlich alles möglich ist, selten. Nach wenigen Minuten fing Rostocks Keeper Kolke am Samstagabend in Darmstadt eine Flanke sicher ab. Der Kapitän der Hansekogge legte sich dann den Ball vor und ließ den Blick über das Spielfeld schweifen, um eine Anspielmöglichkeit zu suchen. Darmstadts Tietz schlich sich von links heran, stibitzte Kolke den Ball weg und traf zum frühen 1:0 für die Lilien (3.). Die Aktion war der Auftakt für eine am Ende klare Rostocker Niederlage, die Mehlem (18.), erneut Tietz (54.) und Kempe vom Punkt (74.) schossen Darmstadt zu einem souveränen 4:0-Erfolg.

HSV lässt Bielefeld weiter warten - KSC siegt spät

Laszlo Benes jubelt nach seinem Tor zum 2:0.

HSV-Dreier: Laszlo Benes jubelt nach seinem Tor zum entscheidenden 2:0. IMAGO/Ulrich Hufnagel

Der Hamburger SV hat mit einem 2:0-Sieg auf der Alm die Lage des kriselnden Absteigers Arminia Bielefeld verschärft. Die Ostwestfalen warten nach vier Spieltagen noch immer auf den ersten Punkt. Für Bielefelds neuen Trainer Uli Forte wird die Lage so früh in der Saison immer ungemütlicher. Der HSV dagegen schob sich mit neun Punkten auf den dritten Tabellenplatz. Die Tore erzielten Königsdörffer (28.) und der eingewechselte Benes (74.). HSV-Torjäger Glatzel blieb diesmal ohne Treffer.

Ebenfalls die vierte Niederlage im vierten Spiel kassierte Eintracht Braunschweig. Der Aufsteiger verlor mit 0:3 bei Holstein Kiel und bleibt damit nicht nur punkt- sondern auch torlos am Tabellenende. Skrzybski (12. und 73.) trug sich zweimal in die Torschützenliste ein, wobei beim ersten Treffer der Rücken von Eintracht-Torwart Fejzic eine große Rolle spielte. Den Schlusspunkt setzte Pichler (82. Minute).

Seinen ersten Saisonsieg feierte der Karlsruher SC. Das Team von Trainer Christian Eichner gewann das badische Duell mit dem SV Sandhausen dank zweier später Tore mit 3:2. Der frühere KSC-Profi Kinsombi (10.) und Kutucu (61.) brachten den SVS zweimal in Führung, Batmaz (32.) gelang das zwischenzeitliche 1:1. In der Schlussphase drehten die Joker Rapp (84.) und Cueto (87.) die verrückte Partie.

Paderborn stürmt den Betzenberg und ist jetzt Erster

Lukas Kwasniok, Jubel beim 1. FC Heidenheim

Paderborns Cheftrainer Lukas Kwasniok (li.) jubelt nach dem 1:0 in Lautern. Jan-Niklas Beste (re.) bejubelt das 3:0 in Nürnberg. imago images (2)

Mit jeweils neun Punkten stehen der SC Paderborn und der 1. FC Heidenheim nach vier Spieltagen da. Einzig die bessere Torausbeute sorgt dafür, dass die Ostwestfalen vor den Schwaben in der Tabelle rangieren. Das Team von Trainer Lukas Kwasniok musste sich am Freitag in Kaiserslautern allerdings lange gedulden, ehe der goldene Treffer fiel: Platte staubte aus kurzer Distanz ab und schoss die Gäste damit zum 1:0-Sieg. Vor über 30.000 Zuschauern waren die Ostwestfalen zu diesem Zeitpunkt schon lange in Überzahl. 

Zuck hatte nach Foul an Conteh die Rote Karte gesehen - allerdings erst nach VAR-Intervention. Schiedsrichter Jöllenbeck hat das Foulspiel zunächst fälschlicherweise in den Strafraum verlegt und Zuck nur Gelb gezeigt. Nach Sichtung der TV-Bilder nahm er den Elfmeter zurück - zeigte Lauterns aufgebrachten Linksverteidiger aber stattdessen Rot (50.) - der Knackpunkt. Lautern, das im ersten Durchgang durch Tomiaks Lattentreffer die beste Chance hatte, wurde für eine lange konzentrierte Defensivleistung nicht belohnt. Der SCP kletterte auf den ersten Platz.

Heidenheim siegt auch in der Höhe verdient

Der 1. FC Heidenheim fuhr indes einen souveränen und hochverdienten 3:0-Sieg beim 1. FC Nürnberg ein. Nachdem Club-Keeper Mathenia zunächst noch Schlimmeres verhindert hatte, schlug der FCH vor der Pause doch noch zu: Thomalla bestrafte nachlässiges Defensivverhalten bei den Franken mit einem platzierten Schuss ins Tor (44.). Die Hausherren hatten sich für den zweiten Durchgang viel vorgenommen - und wurden eiskalt erwischt: Beck ließ erst Hübner aussteigen und vollendete dann aus 17 Metern zum 2:0 (49.). Damit nicht genug, Beste besiegelte zehn Minuten vor Schluss den auch in der Höhe verdienten 3:0-Sieg der Heidenheimer.

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Das sind die Zweitliga-Neuzugänge für die Saison 2022/23