2. Bundesliga 2009/10, 5. Spieltag
18:25 - 25. Spielminute

Gelbe Karte
Reinhardt
Augsburg

18:26 - 26. Spielminute

Spielerwechsel
Sieger
für Costa
Düsseldorf

18:35 - 34. Spielminute

Foulelfmeter
Thurk
verschossen
Augsburg

18:38 - 37. Spielminute

Tor 0:1
Thurk
Kopfball
Vorbereitung M. Ndjeng
Augsburg

19:02 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Harnik
für Bulykin
Düsseldorf

19:24 - 68. Spielminute

Gelbe Karte
Hegeler
Augsburg

19:29 - 73. Spielminute

Spielerwechsel
da Costa
für Szabics
Augsburg

19:34 - 78. Spielminute

Spielerwechsel
Gaus
für Lambertz
Düsseldorf

19:35 - 79. Spielminute

Gelbe Karte
O. Fink
Düsseldorf

19:40 - 83. Spielminute

Tor 1:1
O. Fink
Linksschuss
Vorbereitung C. Weber
Düsseldorf

19:40 - 83. Spielminute

Gelbe Karte
Thurk
Augsburg

19:40 - 84. Spielminute

Spielerwechsel
Torghelle
für Sinkala
Augsburg

F95

FCA

Thurk vergibt Elfmeter

Fink serviert dem FCA die Quittung

Michael Thurk

Hatte mit dem Fuß nicht einmal per Elfmeter Erfolg: Michael Thurk. picture alliance

Düsseldorfs Trainer Norbert Meier verzichtete nach der 0:3-Niederlage in Duisburg auf personelle Änderungen. Dagegen musste FCA-Coach Jos Luhukay im Vergleich zum 1:1 gegen Union Berlin umstellen. Keeper Jentzsch, Möhrle (Gelb-Rot-Sperre) und de Roeck (Meniskus-Operation) fielen aus, Traore musste auf die Bank. Dafür begannen Kruse im Tor sowie Neuzugang Buck, Hegeler und Mölzl.

Düsseldorf wirkte zu Beginn etwas aktiver, tat sich mit den aggressiv und defensiv gut sortiert auftretenden Gästen aber schwer. Augsburg agierte aus einer stabilen Hintermannschaft und startete nach knapp zehn Minuten erste eigene Angriffe. Dabei gingen die bayerischen Schwaben zielstrebiger zu Werke als die Fortuna. Erst brachte Mölzl fünf Meter vor dem Tor den Fuß nicht mehr an einen Brinkmann-Schuss (8.), wenig später wurde Brinkmann beim Abschluss in zentraler Position entscheidend gestört (12.).

Bis zur ersten guten Möglichkeit der Hausherren dauerte es 19 Minuten. Dann aber tauchte Jovanovic vor Kruse auf und brachte das Leder vorbei am FCA-Keeper zu Bulykin, der sich von Bellinghausen aber stören ließ und den Ball am Kasten vorbeischob. Danach tat sich lange nichts. Beide Teams neutralisierten sich weitgehend im Mittelfeld, Torchancen boten sich den Zuschauern nicht.

Das änderte sich nach einer guten halben Stunde, als Thurk der Partie seinen Stempel aufdrückte. Der Augsburger Angreifer drang mit Tempo in den Strafraum ein und konnte von Anderson nur durch ein Foul gestoppt werden. Den fälligen Elfmeter trat der Stürmer selbst, musste zunächst aber mehrfach die Kugel auf dem Punkt neu platzieren, weil Referee Tobias Christ mit der Position des Balls unzufrieden war. Davon offensichtlich verunsichert, führte Thurk schwach aus und scheiterte an Ratajczak (34.). Drei Minuten später machte es der Torjäger besser. Ndjeng flankte von rechts, Anderson und Ratajczak waren sich uneinig, und Thurk köpfte freistehend zur Augsburger Führung ein (37.). Dabei blieb es zur Halbzeit, auch wenn Düsseldorf gegen Ende des ersten Abschnitts in Ansätzen eine Schlussoffensive startete.

Der 5. Spieltag

Norbert Meier reagierte zur Pause und brachte Werder-Leihgabe Harnik für Bulykin. Die erste hochkarätige Möglichkeit hatten aber die Gäste. Reinhardt bediente den in der Mitte einteilten Thurk, der technisch anspruchsvoll abschloss, im famos reagierenden Ratajczak aber seinen Meister fand (50.).

Düsseldorf zeigte nun deutlich mehr Zug zum Tor und griff immer wieder über die linke Seite an. Hauptabnehmer der nicht immer präzisen Flanken von Caillas und van den Bergh war Jovanovic, dem im Abschluss aber die Genauigkeit fehlte.

Augsburg boten sich in der Folge immer größere Räume zum Kontern. Alleine Thurk hätte das Match frühzeitig entscheiden können. Alleine vor Ratajczak setzte der Angreifer den Ball aber erst knapp daneben (59.), ehe er drei Minuten später am einmal mehr glänzend parierenden Torhüter scheiterte. Was Augsburg vor dem gegnerischen Tor zeigte, war schlicht fahrlässig. Nachdem Kruse seine Farben gegen Jovanovic vor dem Ausgleich bewahrt hatte (70.), hätte spätestens Ndjeng das 2:0 erzielen müssen, vor Ratajczak versagten aber auch dem Ex-Hamburger die Nerven (72.).

So musste die Luhukay-Elf in der Schlussphase unnötigerweise zittern, konnte sich vorerst aber bei Jovanovic bedanken, dass auch dieser nicht seinen besten Tag in punkto Torabschluss erwischt hatte. Die Quittung für die Nachlässigkeiten vor Ratajczaks Kasten bekam der FCA dennoch serviert: Weber schlug einen Freistoß von links flach in die Mitte, und der Ball rutschte von Fink noch abgefälscht vorbei an Freund und Feind zum 1:1 ins lange Eck (83.). Es war der Schlusspunkt einer vor allem im zweiten Durchgang höchst unterhaltsamen Begegnung.

Düsseldorf ist am kommenden Samstag zu Gast in Ahlen, während Augsburg einen Tag später Hansa Rostock empfängt.