2. Bundesliga 2009/10, 5. Spieltag
13:08 - 7. Spielminute

Spielerwechsel
Béda
für Lovin
TSV 1860

13:28 - 27. Spielminute

Gelbe Karte
Ignjovski
TSV 1860

13:47 - 45. + 1 Spielminute

Gelbe Karte
Y. Mokhtari
Fürth

14:03 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Tarik
für Cooper
TSV 1860

14:09 - 51. Spielminute

Tor 1:0
Holebas
Kopfball
Vorbereitung Al. Ludwig
TSV 1860

14:17 - 60. Spielminute

Spielerwechsel
L. Haas
für Y. Mokhtari
Fürth

14:20 - 63. Spielminute

Rote Karte
Hrgovic
Fürth

14:24 - 68. Spielminute

Gelbe Karte
Nehrig
Fürth

14:32 - 74. Spielminute

Tor 2:0
Lauth
Rechtsschuss
TSV 1860

14:33 - 75. Spielminute

Gelbe Karte
C. Pappas
TSV 1860

14:36 - 78. Spielminute

Gelbe Karte
Schröck
Fürth

14:39 - 81. Spielminute

Spielerwechsel
N. Müller
für Nehrig
Fürth

14:39 - 82. Spielminute

Spielerwechsel
Schäffler
für Lauth
TSV 1860

14:40 - 82. Spielminute

Gelbe Karte
Nöthe
Fürth

14:44 - 88. Spielminute

Spielerwechsel
Sailer
für Allagui
Fürth

14:47 - 89. Spielminute

Tor 2:1
L. Haas
Linksschuss
Vorbereitung Sailer
Fürth

14:50 - 90. + 2 Spielminute

Tor 3:1
Al. Ludwig
Foulelfmeter,
Rechtsschuss
Vorbereitung Ignjovski
TSV 1860

M60

FUE

Lovin verletzt - Hrgovic fliegt vom Platz

Lauths brillanter Treffer sorgt für die Vorentscheidung

Fürths Caligiuri grätscht in den Zweikampf mit Holebas.

Das Gleichgewicht verloren: Fürths Caligiuri grätscht in den Zweikampf mit Holebas. picture-alliance

1860-Coach Ewald Lienen tauschte im Vergleich zum 0:0 in Ahlen auf drei Positionen: Ghvinianidze, Ludwig und Pappas spielten an Stelle von Hoffmann, Rösler und Aigner, der wegen einer schweren Erkältung komplett ausfiel. Auf der anderen Seite stellte Fürths Trainer Benno Möhlmann nach der 2:4-Heimpleite gegen Arminia Bielefeld einmal um. Nöthe stürmte für Sailer.

Beide Mannschaften begannen nervös, was in zahlreichen teilweise hanebüchenen Fehlpässen ausartete. Die Schwächen im Spielaufbau wurden allerdings auf beiden Seiten durch viel Leidenschaft und Engagement ausgeglichen. In der siebten Minuten ereilte die Löwen eine Hiobsbotschaft: Nach einem Pressschlag mit Mokhtari verletzte sich Lovin am Knie und musste durch Beda ersetzt werden. Durch den Ausfall des Rumänen fehlte bei den Sechzigern etwas die Zuordnung, so dass Karaslavov und Nöthe plötzlich völlig frei im Gefahrenbereich auftauchten. Der Bulgare köpfte allerdings zu unplatziert, so dass 1860-Schlussmann Kiraly parieren konnte (10.).

Der 5. Spieltag

In der Folge entwickelte sich ein dynamisches Duell zweier beherzt auftretender Mannschaften, dem es allerdings an Kreativität und Ideen mangelte. Zahlreiche Ungenauigkeiten verhinderten zunächst klare Einschussgelegenheiten. Erst nach einer halben Stunde flackerte wieder Gefahr auf: Mokhtari passte wunderbar in die Gasse zu Prib, der jedoch aus spitzem Winkel an Kiraly scheiterte. Nur zwei Minuten danach patzte Holebas im eigenen Sechzehner und köpfte direkt vor die Füße von Mokhtari, der Marokkaner drosch das Leder aber aus guter Position drüber.

Auf der anderen Seite waren die Gastgeber über weite Strecken offensiv recht harmlos. Nicht so in der 39. Minute, als Beda aus der zweiten Reihe abzog und knapp rechts vorbeizielte, so dass es ohne Tore in die Kabinen ging.

Hrgovic sieht Rot

Fürths Prib im Duell mit Pappas (re.).

Verstecken: Fürths Prib im Duell mit Pappas (re.). picture-alliance

Zum zweiten Durchgang nahm Ewald Lienen Cooper aus der Partie und brachte dafür den jungen Camdal, der somit zu seinem Debüt in der 2. Liga kam. Gerade einmal fünf Minuten nach Wiederanpfiff waren gespielt, da zappelte die Kugel im Netz: Ludwig brachte eine Ecke von rechts in die Mitte, wo sich Holebas gegen Prib im Kopfballduell durchsetzte und kraftvoll in die Maschen einnickte. Durch die Führung bekam 1860 Oberwasser und erspielte sich durch Lauth weitere gute Chancen, der Kapitän schoss aber zuerst links daneben (53.), ehe er per Kopf aus kürzester Distanz kläglich vergab (55.).

Für die Kleeblätter sollte es aber noch dicker kommen, da sie ab der 63. Minute in Unterzahl spielen mussten: Hrgovic hatte Rukavina an der rechten Seitenlinie mit der Hand im Gesicht getroffen und wurde von Schiedsrichter Kinhöfer prompt mit Rot vom Platz gestellt.

Danach lagen alle Trümpfe in der Hand der Sechziger, die es jedoch zunächst verpassten, den Sack zu zumachen. Folglich mussten sie zittern, denn Fürth bäumte sich noch einmal auf. Allerdings waren sowohl der kurz zuvor eingewechselte Haas (70.), als auch Allagui (74.) zu unpräzise. Sekunden später machte Lauth die Sache vermeintlich klar! Biliskov verlängerte eine Flanke von Rukavina unfreiwillig zum Kapitän, der das Leder mit der Fußspitze aus spitzem Winkel an Loboué vorbei ins Tor spitzelte.

Damit war der Kuchen gegessen, doch der Gastgeber wollte nun mehr, blieb aber zunächst erfolglos. Lauths Schuss blockte Karaslavov ab (79.), während Pappas es zu genau nahm und gleich zweimal den Pfosten traf (80., 85.).

Kurz vor dem Ende machte es Haas noch einmal spannend. Unter Umwegen landete das Spielgerät beim Mittelfeldmann, der aus sieben Metern einnetzte (89.). Hoffnung keimte auf, die jedoch nicht lange währte: In der Nachspielzeit zog Ignjovski an Caligiuri vorbei, der Fürther foulte den Serben auf der Strafraumlinie. Den fälligen Strafstoß verwandelte Ludwig zum 3:1-Endstand (90.+2).

Die Münchner "Löwen" spielen am nächsten Sonntag in Aachen, tags zuvor empfängt das "Kleeblatt" Rot-Weiß Oberhausen im Playmobil-Stadion.