Bundesliga 2009/10, 31. Spieltag
18:51 - 18. Spielminute

Gelbe Karte
van Bommel
Bayern

18:53 - 21. Spielminute

Gelbe Karte
C. Schulz
Hannover

18:55 - 22. Spielminute

Tor 1:0
Olic
Kopfball
Vorbereitung Contento
Bayern

19:03 - 30. Spielminute

Tor 2:0
Robben
Linksschuss
Vorbereitung van Bommel
Bayern

19:10 - 37. Spielminute

Spielerwechsel
Schlaudraff
für C. Schulz
Hannover

19:15 - 42. Spielminute

Gelbe Karte
Djakpa
Hannover

19:17 - 44. Spielminute

Tor 3:0
T. Müller
Rechtsschuss
Vorbereitung Robben
Bayern

19:35 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Chahed
für Stajner
Hannover

19:38 - 49. Spielminute

Tor 4:0
Olic
Kopfball
Vorbereitung T. Müller
Bayern

19:40 - 50. Spielminute

Tor 5:0
Robben
Linksschuss
Vorbereitung Lahm
Bayern

19:43 - 54. Spielminute

Spielerwechsel
Rausch
für Djakpa
Hannover

19:51 - 62. Spielminute

Tor 6:0
T. Müller
Linksschuss
Vorbereitung Olic
Bayern

19:58 - 69. Spielminute

Spielerwechsel
Gomez
für Ribéry
Bayern

19:58 - 69. Spielminute

Spielerwechsel
Pranjic
für Olic
Bayern

20:11 - 82. Spielminute

Spielerwechsel
Tymoshchuk
für Schweinsteiger
Bayern

20:21 - 90. + 1 Spielminute

Tor 7:0
Robben
Linksschuss
Vorbereitung Tymoshchuk
Bayern

FCB

H96

18. Sieg der Bayern gegen 96 im 21. Heimspiel

Lustfußballer Robben verbraucht drei Gegenspieler

Balitsch bestaunt Olics Führungstor

Da bleibt nur Staunen: Hanno Balitsch ist bei Ivica Olics Führungstor nur Zuschauer. picture-alliance

Bayerns Coach Louis van Gaal setzte nach dem 1:1 in Leverkusen auf Contento und Müller, die Badstuber und Gomez ersetzten.

Bei Hannover musste Trainer Mirko Slomka im Vergleich zum 4:2-Erfolg über Schalke auf Elson und Koné (beide Knieverletzung) verzichten. Balitsch und Stajner rückten ins Team, in dem auch Djakpa für Rausch stand.

Wie erwartet stand 96 sehr tief und die Bayern machten sofort mächtig Druck. Ribery (2.), Müller (4.) und Olic (6.) waren mehr oder minder dicht dran an der erhofften schnellen Führung des haushohen Favoriten.

Die Offensivaktionen der Niedersachsen hielten sich in Grenzen, gefährlich war lediglich ein Freistoßhammer Pintos aus der Distanz (10.). Bayern kombinierte gut, stürzte die Gäste-Deckung von einer Not in die andere. Djakpa klärte bei Riberys Kopfball auf der Linie (15.), ehe sich ein Wermutstropfen in das muntere Angriffsspiel des Rekordmeisters mischte: Van Bommel sah die erste Gelbe Karte - seine 10., die dem Kapitän in Gladbach eine Verschnaufpause "verschafft" (18.).

Robbens Freistoßknaller, von Fromlowitz über die Latte gelenkt (21.), leitete die überfällige Führung der Münchner ein: Ribery spielte die folgende Ecke von links kurz auf Contento, der aus dem Halbfeld flankte. Auf den Kopf von Olic, der aus sechs Metern ins rechte Eck einnickte (22.).

Der Rekordmeister ließ es nach dem 1:0 etwas gemächlicher angehen, die Spielkontrolle blieb freilich unangetastet, schnelles Umschalten ermöglichte zudem Treffer Nummer zwei: Demichelis wies Cherundolos Offensivgeist mit einem Klasse-Tackling in die Schranken, der Ball prallte zu van Bommel. Nach dem Steilpass des Kapitäns aus der eigenen Hälfte enteilte Robben Haggui und lupfte und den Ball aus vollem Lauf aus 14 Metern über den sich hechtenden Fromlowitz hinweg ins Netz (30.).

Schweinsteiger vergab per Kopf nach Flanke von Wirbelwind Robben (39.), dessen Gegenpart Schulz zwei Minuten vorher Gelb-Rot-gefährdet seinen Arbeitstag schon beendet hatte. Djakpa übernahm den Flügelflitzer, sah sogleich Dunkel-Gelb nach rüdem Einsteigen gegen den Niederländer (42.).

Die spielfreudigen Bayern schafften noch vor der Pause klare Verhältnisse und stellten frühzeitig die Weichen auf eine entspannte zweite Halbzeit: Robben ließ van Bommels Pass in den Strafraum eher zufällig quer abprallen, Müller brauchte aus elf Metern nur noch ins linke Eck einzuschießen (44.).

Der 31. Spieltag

Mit Sofian Chahed für Stajner wollte Slomka wohl Schadensbegrenzung betreiben. 96-Sportdirektor Jörg Schmadtke meinte im Halbzeit-Interview, dass der FCB im Hinblick auf das Champions-League-Halbfinale gegen Lyon am Mittwoch einen Gang zurückschalten würde.

Bayerns Lust auf Fußball aber war längst nicht gestillt, nach einer guten Stunde sollte das halbe Dutzend voll sein: Zunächst chippte Robben zu Müller, dessen versuchten Heber Fromlowitz nur leicht ablenken konnte. Olic staubte per Kopf ins leere Tor ab (49.). Nach dem sofort abgefangenen Anspiel der Niedersachsen schnappte sich Robben Lahms brillianten Steilpass, umkurvte Haggui und netzte aus 14 Metern ins rechte Eck ein - Saisontor Nummer 13 (50.).

Mit Rausch für Djakpa durfte sich wenig später der dritte Gegenspieler gegen den Niederländer versuchen (54.). Und zwei, drei Chancen später passte van Bommel zu Olic, nach dessen Hackentrick Müller den Ball mitnahm und aus 14 Metern gegen den bemitleidenswerten und ebenso chancenlosen Fromlowitz ins linke Eck einnetzte - der Bayern-Youngster hatte sein Torkonto wie Olic auf zehn Treffer aufgestockt (62.).

Der Kroate hatte seine Schuldigkeit getan, ebenso Ribery - Gomez und Pranjic kamen (69.). Viel bewegten die beiden Einwechselspieler jedoch nicht mehr. "Endlich" hielten sich die Münchner an die "Pausenvorgabe" von Schmadtke, schalteten gleich mehrere Gänge zurück und ließen ihren eindrucksvollen Auftritt gemächlich ausklingen.

Bis auf eine Szene, als Robben nochmals Fahrt aufnahm: Der Angreifer schnappte sich Tymoshchuks Vorlage vor Gomez, ging an Fromlowitz vorbei und schoss aus der Drehung zum Endstand ein (90.+1).

Bayern spielt am Mittwoch gegen Lyon in der Champions League und in der Liga am Samstagnachmittag in Gladbach, zeitgleich reist Hannover zum zweiten Auswärtsspiel in Folge nach Leverkusen.