Bundesliga 2009/10, 24. Spieltag
18:03 - 32. Spielminute

Gelbe Karte
van Bommel
Bayern

18:06 - 35. Spielminute

Gelbe Karte
J. Boateng
HSV

18:35 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Hesl
für Rost
HSV

18:55 - 65. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Klose
für Gomez
Bayern

18:58 - 68. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Pitroipa
für Berg
HSV

19:08 - 78. Spielminute

Tor 1:0
Ribery
Rechtsschuss
Bayern

19:10 - 79. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Olic
für T. Müller
Bayern

19:12 - 82. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Torun
für Jarolim
HSV

19:17 - 87. Spielminute

Gelbe Karte
Schweinsteiger
Bayern

19:19 - 89. Spielminute

Gelbe Karte
Demel
HSV

19:19 - 89. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Tymoshchuk
für Robben
Bayern

FCB

HSV

Bayerns Serie hält - Rost muss verletzt raus

Riberys Solo beschert den Bayern die Tabellenführung

Hamburgs Demel im Zweikampf mit Gomez.

Überkreuz: Hamburgs Demel im Zweikampf mit Gomez. imago

Bayern Münchens Trainer Louis van Gaal veränderte seine Startelf im Vergleich zum 1:1 im Derby beim 1. FC Nürnberg auf einer Position. Olic musste Ribery, der sich nach seiner Unterschenkelprellung fit gemeldet hatte, weichen. Hamburgs Coach Bruno Labbadia brachte nach der 2:3-Niederlage in Eindhoven in der Europa League drei Neue: Der in der Liga zuletzt gelbgesperrte Kapitän Jarolim sowie Boateng und Berg kamen anstelle von Aogo, Tesche und Rincon.

Im "Klassiker" waren die Rollen rasch verteilt. Hamburg zog sich zurück, agierte aus einer dicht gestaffelten Deckung heraus und überließ den Bayern die Initiative. Der FCB forcierte sein bekanntes und schnelles Flügelspiel, allerdings fanden die Münchner zunächst keinen Zugang zum HSV-Sechzehner. Erstmalig änderte sich das nach zwölf Minuten, als Schweinsteiger mit einem "Zuckerpass" Müller in Szene setzte. Der Youngster versuchte es mit einem Lupfer aus sieben Metern von der rechten Seite, hob das Leder aber über das Tor.

Der 24. Spieltag

Es war der Auftakt zu einer Sturm- und Drangphase der Gastgeber, die allmählich den Druck erhöhten. Bis auf Halbchancen durch Robben (14.) und Ribery (15.) sprang aber nichts für die Bayern heraus. Auf der Gegenseite gab's dann urplötzlich die bis dato dickste Chance der Partie: Aus dem Stand packte Trochowski einen sehenswerten 23-Meter-Schuss aus, den Butt nur mit Mühe entschärfen konnte (18.). Vier Minuten später eröffnete eine Unachtsamkeit von Demichelis Trochowski die erneute Möglichkeit, seine Farben in Front zu bringen. Der 25-Jährige war aber zu unpräzise und schoss aus guter Position über das Gehäuse.

Der Rekordmeister hatte zweifelsohne weiterhin klare Feldvorteile, biss sich aber meistens an den läuferisch und kämpferisch überzeugenden Hanseaten die Zähne aus. Robben und Ribery wurden meist gedoppelt und konnten daher ihr Potential nicht abrufen. Dennoch blieben die Bayern unbeirrt, kamen aber aufgrund fehlender Passgenauigkeit nur selten zu klaren Einschussgelegenheiten. Nicht so nach 36 Minuten, als Müller nach einer Robben-Freistoßflanke aus spitzem Winkel nur ans linke Außennetz köpfte.

Es blieb ein schwungvolles und unterhaltsames Match, das allerdings nicht die ganz großen Torraumszenen zu bieten hatte. Weil Petric Sekunden vor dem Pausenpfiff einen Fehler von Contento nicht bestrafen konnte und die Kugel über das Tor jagte, ging es letztendlich torlos in die Kabinen.

Rost muss zur Pause passen - Olic feiert Jubiläum

Hamburgs Berg grätscht Schweinsteiger ab.

Schmerzhaft: Hamburgs Berg grätscht Schweinsteiger ab. picture-alliance

Nach der Pause mussten die Hamburger dann ohne ihre Nummer 1 auskommen. Rost hatte sich zuvor bei einem Zusammenprall mit Schweinsteiger verletzt und musste durch Hesl ersetzt werden. Ansonsten änderte sich nichts am Geschehen auf dem Feld. Die Münchner befanden sich weiter im Vorwärtsgang, entwickelten aber kaum Durchschlagskraft gegen defensiv sehr wachsame Gäste.

Die Partie hatte jedoch nicht mehr die Klasse der ersten Hälfte. Bis auf relativ harmlose Versuche von Ribery (51.), und Petric auf der Gegenseite (58.) bekamen die 69.000 Zuschauer in der ausverkauften Allianz-Arena nicht viel zu sehen. Van Gaal reagierte und brachte mit Klose, der für den glücklosen Gomez kam, einen frischen Stürmer. Labbadia nahm Berg raus, der durch Pitroipa ersetzt wurde. Es half alles nichts!

Das bayerische Spiel blieb von fehlenden Ideen geprägt. So musste eben eine Einzelaktion herhalten, um die Führung zu besorgen: Ein langer Ball aus der eigenen Hälfte landete bei Ribery, der Tempo aufnahm, dabei Demel vernaschte und seinen sehenswerten Sololauf mit einem trockenen 14-Meter-Schuss zum verdienten 1:0 vollendete. Es war das 2200. Gegentor der HSV-Geschichte. Kurz darauf kam dann Olic zu seinem 100. Bundesligaeinsatz.

Der Kroate konnte sich in seinem Jubiläumsspiel nicht wirklich auszeichnen, anders der ebenfalls eingewechselte Torun. Der 19-Jährige Türke hatte bei seinem ersten Ballkontakt gleich die Chance zum Ausgleich. Sein Kopfball landete aber nur an der Latte (83.). Der HSV steckte nicht auf, warf nun alles nach vorne, konnte die Niederlage letztlich aber nicht mehr abwenden.

Spieler des Spiels

Arjen Robben Mittelfeld

2,5
Spielnote

Lange Zeit ein offenes, spannendes Spiel, aber ohne die großen Torszenen.

3
Tore und Karten

1:0 Ribery (78', Rechtsschuss)

Bayern

Butt 2,5 - Lahm 3, Demichelis 3, Badstuber 3,5, Contento 3,5 - van Bommel 4 , Schweinsteiger 3,5 , Robben 2,5 , Ribery 3 - T. Müller 4 , Gomez 5

HSV

Rost 3 - Demel 4,5 , Rozehnal 3, Mathijsen 3, J. Boateng 3,5 - Jarolim 3,5 , Zé Roberto 3, Trochowski 3, Elia 4 - Berg 4,5 , Petric 4,5

Schiedsrichter-Team

Lutz Wagner Kriftel

2
Spielinfo

Stadion

Allianz-Arena

Zuschauer

69.000 (ausverkauft)

Der FC Bayern ist am kommenden Samstag beim 1. FC Köln gefordert, zeitgleich trägt der Hamburger SV ein Heimspiel gegen Hertha BSC aus.